Markt und Management

Schweiz

Diego Devos wird zum Oktober neuer General Counsel der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel. Der 51-Jährige folgt dem Franzosen Daniel Lefort, der den Posten 2006 übernahm und nun in den Ruhestand geht.Devos rückt zugleich in das Executive Committee, das für die Umsetzung der strategischen Entscheidungen des Boards, derzeit unter Vorsitz des Mexikaners Guillermo Ortiz, zuständig ist.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Frankfurt

Zum Juni ist Dr. Dietmar Anders als Partner in die Corporate-Praxis des Frankfurter Büros von SJ Berwin gewechselt. Der 41-jährige Kapitalmarktrechtler arbeitete in den vergangenen rund zehn Jahren für Clifford Chance, seit 2007 war er Partner. Anders berät vor allem bei Aktienemissionen, hat aber auch jahrelange Erfahrung in der Corporate/M&A-Arbeit sowie bei Transaktionen mit notleidenden Krediten. Zuletzt war er unter anderem mit der Vorbereitung von Minderheits-Beteiligungen privater Investoren an börsennotierten Gesellschaften, so genannten PIPE-Transaktionen (Private Investments in Public Equity), sowie der Vorbereitung von Börsengängen für Unternehmen aus Osteuropa und China beschäftigt. Bei Clifford arbeitete Anders in der Praxis für Debt- und Equity-Kapitalmarktrecht, die wiederum Teil der Bank- und Finanzpraxis ist. Bei SJ Berwin wird er dagegen in die Corporate-Praxis integriert, eine klassische kapitalmarktrechtliche Praxis hat die Kanzlei hierzulande nicht.

Litigation

Dr. Karl Wach (53), bisheriger Leiter der Litigation/Arbitration-Praxisgruppe und des Münchner Büros von Ashurst, hat sich zum Juni mit dem bisherigen Senior Associate Frank Meckes (39) selbstständig gemacht. Die Basis der neu gegründeten Litigation-Boutique Wach + Meckes bildet ein Großteil der Litigation-Mandate von Ashurst Deutschland. Die englische Kanzlei arbeitet in diesem Bereich künftig mit Wach + Meckes zusammen und bearbeitet nur noch einen kleinen Teil der Mandate selbst. Ob Ashurst die Litigation-Praxis in Deutschland künftig wieder mit einem eigenen Partner besetzt, ist derzeit nicht bekannt.

Italien

Die internationale Wirtschaftskrise hat die Umsätze der italienischen Marktführer im vergangenen Jahr noch nicht getrübt. Bonelli Erede Pappalardo, Best-Friend-Kanzlei von Hengeler Mueller, erreichte 2008 Erlöse von 147 Millionen Euro nach 140 Millionen im Jahr zuvor und führt damit die Rangliste der umsatzstärksten Kanzleien Italiens an. Das veröffentlicht das Branchenmagazin 'TopLegal' in seiner Juni-Ausgabe.Die Nummer zwei im Markt, Chiomenti, erhöhte den Umsatz ebenfalls leicht auf 130 Millionen Euro. Einzig Gianni Origoni Grippo, die drittstärkste Kraft im Markt, verzeichnete einen Rückgang der Erlöse von 95 auf 90 Millionen Euro. Zurückzuführen ist das auf den großen Spin-off Ende 2007, unter dem die Kanzlei noch immer leidet. Damals verließen 17 Partner und 70 Associates die Kanzlei und gründeten Legance. Diese wiederum schaffte aus dem Stand den Sprung auf Platz acht der 'TopLegal'-Umsatzrangliste. Mit inzwischen 151 Anwälten, davon 26 Partnern, erzielte sie ein Ergebnis von 40 Millionen Euro.

Lovells

Die deutschen Lovells-Büros müssen einen leichten Umsatzrückgang um 2,6 Prozent für das abgelaufene Geschäftsjahr hinnehmen. Von Mai 2008 bis Ende April 2009 haben Düsseldorf, Hamburg, München und Frankfurt demnach einen geschätzten Umsatz von 158,52 Millionen Euro erwirtschaftet. 2007/08 hatte die deutsche Praxis nach JUVE-Recherche noch einen Rekordumsatz von 162,75 Millionen erreicht. Weltweit verbuchte Lovells jedoch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positives Ergebnis: Die Kanzlei steigerte den Umsatz um 11 Prozent von 479 auf 531 Millionen Pfund. Währungsbereinigt läge das Wachstum jedoch nur bei ein bis zwei Prozent, so der weltweite Managing Partner David Harris gegenüber 'The Lawyer': Der Gewinn pro Partner sank im Vergleich zum Vorjahr von 661.000 auf 585.000 Pfund.

Dr. Kai Mertens (44), Partner im Berliner Hammonds-Büro, ist zum Mai zum deutschen Managing Partner der Kanzlei ernannt worden. Er folgt damit auf Dr. Frank Walter-von Gierke (49), der dieses Amt seit 2001 innehatte. "Ich werde mein Bestes tun, unsere Sozietät auch in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten erfolgreich weiter zu entwickeln und unseren Mandanten einen optimalen Service zu bieten", so Mertens. Neben der Koordination der Geschäftsentwicklung sieht er seine Schwerpunkte in dem Ausbau bestehender Mandatsbeziehungen und bei der kanzleiweiten Unterstützung in der Neuakquise.

Berlin

Mitte Juni verstärkt sich Salans im Gesellschaftsrecht: Dr. Peter Mayer wechselt als Salary-Partner in das Berliner Büro. Der 39-Jährige kommt von Hammonds, dort war er zuletzt Senior Associate. Mayer berät überwiegend im Gesellschaftsrecht sowie bei M&A-Transaktionen und hat einen Branchenschwerpunkt im Energiesektor. Bei Hammonds hat er zuletzt die GDF Suez Energie Deutschland beraten und zudem ein Secondment in der Rechtsabteilung des Unternehmens absolviert.

In eigener Sache

Die JUVE-Redakteurin Tanja Podolski wurde am 19. Mai als "Fachjournalistin des Jahres" mit dem Ersten Preis des Karl Theodor Vogel Preises der Deutschen Fachpresse ausgezeichnet.Podolski erhielt den Preis für ihren Artikel "Die Prügelknaben", in dem sie die Rolle der Managing Partner in deutschen Kanzleien zwischen Management und Mandatsarbeit beschreibt. Der Artikel war in der Dezemberausgabe des JUVE Rechtsmarkt 2008 erschienen.

Zwei deutsche Partner rücken nach dem Umbau der internationalen Management-Struktur bei Mayer Brown in das zwölfköpfige Partnership Board der US-Kanzlei: Der Berliner Partner Friedrich Merz (53) und der deutsche Managing Partner Dr. Jörg Wulfken (49) werden damit an grundlegenden Entscheidungen beteiligt sein.Wulfken wertet die Wahl gleich zweier deutscher Partner in das Partnership Board als Zeichen für die wachsende Bedeutung der deutschen Büros. Die komplette Besetzung des Boards ist seit Ende Mai klar. Zuvor waren lediglich sieben Plätze vergeben worden, nachdem der erste Wahldurchgang keine klare Entscheidung brachte.

Hongkong

Die auf politische Interessenvertretung spezialisierte Kanzlei Alber & Geiger eröffnet zum Sommer ein Büro in Hongkong. Die Leitung übernimmt Frank-Olaf Walter (37), bislang als Markenanwalt beim Henkel-Konzern tätig. Nach Brüssel und Berlin ist Hongkong der dritte Standort von Alber & Geiger.

München

Die Anwälte des Münchner Büros von bb Buchalik Brömmekamp haben sich zum Mai unter dem Namen Freundl Wollstadt Neuenhahn selbstständig gemacht. Die drei Kanzleigründer hatten vor ihrer gemeinsamen Tätigkeit bei Buchalik Brömmekamp für Peters Schönberger & Partner in München gearbeitet. 2003 war Hartmut Wollstadt (38) in das Düsseldorfer Büro der Kanzlei gewechselt. 2005 eröffnete er zusammen mit Fabian Freundl (37) das Münchner Büro für Buchalik Brömmekamp. Ende 2007 kam schließlich Stefan Neuenhahn (36) dazu. Alle arbeiteten als Associates bei Buchalik Brömmekamp.