Markt und Management

Frankfurt

Der New Yorker Dechert-Partner Dr. Andreas Junius (54) ist Anfang März zu P+P Pöllath + Partners nach Frankfurt gewechselt. Der Islamic Finance-Experte kehrte New York nach 20 Jahren den Rücken.Junius war 2006 von Clifford Chance zu Dechert gekommen (JUVE 05/06). Bis zur Fusion mit der Magic-Circle-Kanzlei Clifford hatte er das New Yorker Büro von Pünder Volhard Weber & Axster geleitet.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Seitenwechsel

Dr. Markus Treichel, zuletzt Justiziar bei der Carl Zeiss AG, ist Anfang März in das Jenaer Büro der Kanzlei Bergerhoff gewechselt. Der 38-Jährige kam als Salary-Partner und soll insbesondere den Bereich grenzüberschreitendes Vertriebsrecht ausbauen. Treichel war seit 2004 bei Carl Zeiss. Sein Hauptfokus während dieser Zeit lag auf der Vertretung der im TecDax notierten Carl Zeiss Meditec und ihrer Töchter. "Wir gehen davon aus, dass durch den Eintritt von Herrn Dr. Treichel in unser Jenaer Büro unsere langjährige Mandatsbeziehung zur Carl Zeiss-Gruppe weiter gefestigt wird", sagte Bergerhoff-Partner Dr. Michael Klepsch.

Auswirkungen der Krise

Norton Rose ergreift ungewöhnliche Maßnahmen, um die Sozietät durch die Finanzkrise zu manövrieren. Anstatt Personal abzubauen oder die Gehälter einzufrieren, setzt das Management der Londoner Kanzlei auf eine Verkürzung der Arbeitszeit.Dazu werden jetzt in London alle angestellten Anwälte und die sonstigen Beschäftigten der Kanzlei um ihre Zustimmung gebeten, im Falle einer sinkenden Auslastung die Arbeitszeit zu reduzieren. Angeboten werden entweder ein Teilzeitmodell, wonach die Mitarbeiter bei 85 Prozent ihres Gehalts einen Tag pro Woche weniger arbeiten oder ein Sabbatical von 4 bis 12 Wochen bei 30 Prozent des Gehalts nehmen.

Ukraine

Die ukrainischen Büros der Kanzlei Arzinger sind zum März aus dem Arzinger & Partner-Netzwerk ausgetreten und haben sich selbstständig gemacht.Allerdings behalten die ukrainischen Anwälte den Namen ihrer früheren Kanzlei in Kurzform bei. "Wir firmieren nunmehr unter dem Namen Arzinger mit neuem Markenzeichen", hieß es in einer Mitteilung der Kanzlei, "und verstehen uns als unabhängige Kanzlei mit zwei Standorten in der Ukraine, Kiew und Lviv." Gleichzeitig kündigte Arzinger an, in verschiedene, nicht-exklusive Anwaltsnetzwerke einzutreten. Auf diesem Weg will sie ukrainische Mandanten bei Geschäften in Westeuropa, Amerika und China begleiten.

Madoff-Skandal

Angesichts des Betrugsskandals des US-Investmentmanagers Bernhard Madoff haben sich Mitte Februar 34 Kanzleien aus 21 Ländern zu einem 'Globalen Bündnis im Fall Madoff' zusammengeschlossen. Ziel der Allianz ist vor allem der Informationsaustausch und das Entwickeln gemeinsamer Strategien. Die Vertretung von Mandaten bleibt dagegen den einzelnen Kanzleien vorbehalten.

Österreich

Baker & McKenzie Diwok Hermann Petsche hat mit Andreas Traugott einen Kartellrechtexperten für ihr Wiener Büro gewonnen. Der 34-Jährige kam zum März als Local Partner, was in anderen Kanzleien dem Status eines Salary-Partners entspricht.Traugott war zuletzt bei DLA Piper Weiss-Tessbach in Wien tätig und dort erst im Januar zum Partner ernannt worden. Unter anderem vertrat er den Aufzugs- und Fahrtreppenhersteller Schindler etwa bei einer Kartellklage des börsennotierten Immobilienunternehmens Immofinanz. Begonnen hat Traugott seine juristische Laufbahn bei der Wiener Kanzlei Dorda Brugger Jordis.

Schaeffler

Rolf Koerfer kann nun doch in den Aufsichtsrat von Continental einziehen. Das Landgericht Hannover wies eine Beschwerde gegen die Bestellung des Düsseldorfer Allen & Overy-Partners als Aufsichtsratsvorsitzenden zurück.Christian Strenger, Conti-Aktionär und Mitglied der Regierungskommission Corporate Governance, hatte Anfang März Beschwerde gegen Koerfers Bestellung eingelegt und Koerfer als rechtlichen Berater der Schaeffler-Gruppe einen Interessenkonflikt vorgeworfen (mehr...).

Internationale Entlassungswelle

White Case plant, weltweit 200 Associates sowie 200 weitere Mitarbeiter aus dem Support-Bereich zu entlassen. Damit trifft es rund 10 Prozent der insgesamt 2.400 Anwälte der Sozietät sowie ebenfalls knapp 10 Prozent der weiteren Beschäftigten. Auch in der Partnerschaft wird es in Kürze erhebliche Einschnitte geben. Diese würden angepasst an die aktuellen und erwarteten Geschäftserfordernisse, so die Kanzlei. Noch sei nicht klar, wieviele dies seien, doch gehe White & Case davon aus, dass dies proportional zu dem Abbau bei Associates sei, so ein Kanzleisprecher gegenüber dem britischen Magazin 'The Lawyer'. Aufgrund dieser Zahlen geht das Magazin von etwa 25 bis 30 Partnern aus, die den Hut nehmen müssen. 400 Partner arbeiten derzeit weltweit für White & Case.

Credit Suisse

Der General Counsel und Chief Operating Officer (COO) der Credit Suisse, Urs Rohner, zieht in den Verwaltungsrat der Schweizer Großbank ein. Der 49-Jährige soll Vizepräsident des obersten Führungsgremiums der Bank werden. Die Generalversammlung muss seiner Ernennung noch zustimmen. Rohners Nachfolger als General Counsel wird Romeo Cerutti. Rohner kam 2004 zur Credit Suisse und wurde 2006 zum General Counsel und COO ernannt. Davor war er vier Jahre lang Vorstandsvorsitzender bei ProSieben, in diese Zeit fiel auch die Fusion mit Sat.1 zur ProSiebenSat.1 Media AG. Zwischen 1983 und 1999 arbeitete er als Anwalt bei Lenz & Staehelin in Zürich sowie bei Sullivan & Cromwell in New York. 1992 wurde er bei der anerkannten Zürcher Kanzlei zum Partner ernannt.

Umschichtung

Freshfields Bruckhaus Deringer stärkt ihren Münchner Standort durch interne Partnerwechsel: Fünf zum Teil äußerst renommierte Partner aus dem Frankfurter Büro wechseln zum nächsten Geschäftsjahr in das Büro an der Isar, dem kleinsten unter den deutschen Standorten. Mit Dr. Matthias-Gabriel Kremer und Rick van Aerssen verlegen zwei hoch angesehene Corporate-Partner ihren Schwerpunkt nach München. Beide waren in jüngerer Zeit sehr stark in Bankentransaktionen eingebunden. Ihre Schreibtische in Frankfurt behalten sie jedoch auch weiterhin. Mit Yorck Jetter verstärkt zudem der Leiter der deutschen Banking-Praxis die Münchner Gruppe, was vor allem mit Blick auf die Beratung von Kapital- und Restrukturierungsmaßnahmen geschieht.

Trennung

Die Kanzlei Aderhold Gassner trennt sich zum April von Namenspartner Prof. Dr. Otto Gaßner. In welcher Form der 57-jährige Gaßner künftig tätig sein wird, steht bislang nicht fest. Aderhold Gassner benennt sich im gleichen Zug in Aderhold Rechtsanwaltsgesellschaft um. Abgesehen von Gaßner werden in den nächsten Wochen sehr wahrscheinlich weitere Partner das Münchner Büro verlassen. Gaßner war erst im November 2007 mit einem Team von GSK Gassner Stockmann & Kollegen zu der damals als Aderhold v. Dalwigk Knüppel firmierenden Kanzlei ins Münchner Büro gewechselt. Gaßner war einer der Mitbegründer von GSK Gassner. Beide Seiten begründeten damals die Trennung damit, dass sich Gaßner mit strukturellen Veränderungen in der Partnerschaft nicht habe identifizieren können.