Verfahren

  Juve Plus Autokartell

In Stuttgart und Wolfsburg lassen sich heute die Aufsichtsräte von Daimler und Volkswagen über die Hintergründe des mutmaßlichen Autokartells informieren. Presseberichten zufolge haben die Kartellenthüllungen die VW-Aufseher völlig überrascht, während Daimler sein oberstes Gremium schon früher informiert hatte. In offiziellen Statements geben sich die großen Fünf – Daimler, BMW, Volkswagen, Porsche und Audi – weiterhin wortkarg. Damit sind sie auch juristisch gut beraten, denn schließlich geht es darum, wer am Schluss unter die kartellrechtlichen Kronzeugen- und Bußgeldregelungen fallen könnte und wer nicht.

  Juve Plus Breitbandausbau

Zum ersten Mal hat die neue Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur in einem Streit zum beschleunigten Breitbandnetzausbau entschieden. Die Telekom und Unity Media dürfen demnach eigene Glasfaserkabel in einem Neubaugebiet verlegen. Gestritten hatten die beiden Telekommunikationskonzerne darüber mit dem Landkreis, in dem das Wohngebiet liegt. Der Beschluss hat bundesweite Bedeutung für die Auslegung der ersten Novelle des Telekommunikationsgesetz.

  Juve Plus Smartphones

Der Chiphersteller Qualcomm hat den Patentstreit mit Apple nach ersten Klagen in den USA nun auch nach Deutschland gebracht. Qualcomm verklagt den Iphone-Hersteller wegen Patentverletzung aus zwei Patenten in Mannheim und München. Dies könnte aber erst der Anfang sein, meinen Experten.

  Juve Plus Singularzulassung

Prof. Dr. Volker Römermann ist mit seinem Ansinnen, Anwalt am Bundesgerichtshof zu werden, erneut gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht hat seine Beschwerde über das Zulassungsverfahren für BGH-Anwälte nicht zur Entscheidung angenommen. Sie sei nicht ausreichend begründet, erklärten die Richter. Inzwischen wächst in der Anwaltschaft die Anzahl derer, die das Auswahlverfahren abschaffen oder zumindest reformieren wollen. Einige Anwaltskammern haben sich dazu bereits klar positioniert.

  Juve Plus Glatt rasiert

Wilkinson darf seine Rasierklingen, die auch auf den ‚Mach 3‘-Rasierer von Konkurrentin Procter & Gamble passen, nicht weiter vertreiben. Das hat das Landgericht Düsseldorf im Patentstreit zwischen der Wilkinson-Mutter Edgewell und Procter & Gamble entschieden.

  Juve Plus Tauziehen um Milliliter

Eine in Köln gelagerte Urinprobe des italienischen Olympiagehers Alex Schwazer muss nur teilweise an italienische Strafverfolger herausgegeben werden. Das hat das Oberlandesgericht Köln in einem Rechtshilfeersuchen der Bozener Staatsanwaltschaft entschieden, die mit dem Weltleichtathletikverband um den Umfang der Herausgabe stritt.

  Juve Plus Emissionshandelsakten

Industrieunternehmen können sich gegenüber der EU-Kommission künftig auf das Recht des freien Zugangs zu Umweltinformationen berufen. Das hat der europäische Gerichtshof entschieden. Geklagt hatte die deutsche Tochter des französischen Baustoffkonzerns Compagnie de Saint-Gobain, um ihr Recht auf Akteneinsicht durchzusetzen.

  Juve Plus Berliner Energiewende vor Gericht

Vattenfall darf das Berliner Fernwärmenetz behalten. Das hat das Verwaltungsgericht (VG) Berlin im Streit zwischen dem Energieunternehmen und dem Land Berlin entschieden. Berlin hatte versucht, die Rekommunalisierung des Wärmenetzes einzuklagen, verlor aber nun auf ganzer Linie. Berufung wurde nicht zugelassen.

  Juve Plus Kopierschutz

Der Amazon-Dienst Prime Video kann seinen Betrieb fortsetzen. Das ist das Ergebnis eines Vergleichs des Internetriesen mit der Verwertungsgesellschaft WiLAN. Die beiden beendeten mit einer Lizenzvereinbarung ihre Patentverfahren vor deutschen Gerichten.

  Juve Plus BGH

Das Aids-Medikament Isentress von Merck darf weiter vertrieben werden. Der Bundesgerichtshof bestätigte gestern im Eilverfahren eine Entscheidung des Bundespatentgerichts. Dies hatte entschieden, dass das japanische Pharmaunternehmen Shionogi dem Wettbewerber Merck eine Zwangslizenz an seinem europäischen Patent zum HIV-Wirkstoff Raltegravir einräumen muss.

  Juve Plus Bundesverfassungsgericht

Das Tarifeinheitsgesetz von Arbeitsministerin Andrea Nahles ist in weiten Teilen mit dem Grundgesetz vereinbar. Das hat das Bundesverfassungsgericht nach den Beschwerden von fünf Gewerkschaften entschieden. Allerdings muss der Gesetzgeber in wichtigen Punkten nachbessern: Das gilt zum Beispiel für die Bedürfnisse einzelner Berufsgruppen in den Gesamttarifverträgen. Ungewöhnlich: Der Erste Senat fällte die Entscheidung nicht einstimmig, zwei Mitglieder gaben ein Sondervotum ab.

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