Verfahren

  Juve Plus Haftung für Cum-Ex-Deals

Die HypoVereinsbank will drei frühere Vorstände in Haftung nehmen. Dabei geht es im Wesentlichen um Cum-Ex-Geschäfte, bei denen die ehemaligen Vorstände ihre Pflichten verletzt haben sollen. Diese Transaktionen kosteten die Bank inzwischen eine dreistellige Millionensumme.

  Juve Plus Vorwürfe nach Oktoberfest-Party

Die Staatsanwaltschaft München hat gegen einen früheren Linklaters-Partner Anklage wegen Vergewaltigung und Körperverletzung erhoben. Die Anklageschrift basiert auf Vorkommnissen während einer Linklaters-Party am Rande des Oktoberfestes 2014. Er soll damals in einer Taverne eine studentische Hilfskraft vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Anklage. Der Anwalt des Ex-Linklaters-Partners wies die gegen seinen Mandanten erhobenen Vorwürfe auf JUVE-Nachfrage zurück.

  Juve Plus Teldafax-Pleite

Der Fall Teldafax beschäftigt auch im fünften Jahr nach der Insolvenz des Stromanbieters bundesweit die Gerichte. In mehr als 300 Fällen gehen Insolvenzverwalter Dr. Biner Bähr und seine Kanzlei White & Case gegen ehemalige Teldafax-Geschäftspartner vor – über Anfechtungsklagen wurden bereits mehr als 250 Millionen Euro eingetrieben. Dutzende Fälle sind noch anhängig. Auch der Flexstrom-Insolvenzverwalter will nun deutschlandweit Klagen einreichen.

  Juve Plus Gurlitt-Erbe

Der ehemalige Anwalt des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt, Hannes Hartung, bekommt vorerst keine zusätzlichen Beraterkosten gezahlt. Das hat das Landgericht München I am Dienstag entschieden. Hartung hatte vom Nachlasspfleger der Gurlitt-Kunstsammlung eine Teilsumme von 6.000 Euro eingefordert. Bekommen hat er schon 120.000 Euro, im Raum steht allerdings ein mögliches Gesamthonorar in Millionenhöhe. Eine außergerichtliche Einigung war im Vorfeld gescheitert.

  Juve Plus Türkische Steueraffäre

Der Marktforschungskonzern GfK streitet sich mit zwei früheren Vorstandsmitgliedern über die Spätfolgen einer Steueraffäre in der Türkei. Das Unternehmen wirft dem früheren Vorstandschef Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst und Ex-Finanzchef Christian Weller von Ahlefeld vor, ihre gesetzlichen Aufsichts- und Sorgfaltspflichten verletzt zu haben – und fordert daher dem Vernehmen nach vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth rund 25 Millionen Euro Schadensersatz.

  Juve Plus Abgasskandel

Audi muss sein Vertriebsprogramm 'Trust Kampagne GW' nicht für freie Händler und markenunabhängige Leasinggesellschaften öffnen. Einen entsprechenden Unterlassungsantrag des Verbands markenunabhängiger Fuhrparkmanagement-Gesellschaften wies das Landgericht München I zurück.

  Juve Plus AvW-Verfahren

In einem seit sechs Jahren laufenden Grundsatzstreit um die Funktion von Depotbanken bei Kapitalanlagen hat die Raiffeisen-Bezirksbank Klagenfurt (RBB) einen nächsten Zwischensieg eingefahren. Das Landesgericht Klagenfurt urteilte jetzt, dass die RBB keine unmittelbare Aufklärungspflicht über die Güte von Wertpapieren hat, die sie als Depotbank für Anleger hielt.

  Juve Plus Kfz-Daten

Kia Motors muss unabhängigen Händlern von Autoersatzteilen weiträumigen Zugriff auf seine Datenbanken gewähren. Das hat das Landgericht Frankfurt entschieden. Der Rechtsstreit war vom Gesamtverband Autoteile-Handel angestrengt worden und gilt in der Branche als Musterverfahren. Unabhängige Autoteile-Händler und Werkstätten sehen sich von den Autoherstellern benachteiligt, weil Kia ihnen die Daten nur selektiv zur Verfügung stelle.

  Juve Plus Markenrecht

Apps für Mobilgeräte sowie Domainnamen von Internetangeboten genießen grundsätzlich markenrechtlichen Titelschutz. Für die Bezeichnung 'Wetter.de', die der Medienkonzern RTL als Internetseite beziehungsweise App mit Wetterinformationen betreibt, gilt das allerdings nicht, da sie glatt beschreibend ist und ihr damit die Unterscheidungskraft fehlt. Das hat der Bundesgerichtshof Ende Januar entschieden.

  Juve Plus Cum-Ex-Deals

Die DekaBank ist mit dem Versuch gescheitert, sich 50 Millionen Euro Kapitalertragsteuern aus umstrittenen Cum-Ex-Aktientransaktionen erstatten zu lassen. Das Hessische Finanzgericht wies eine Klage der Bank ab und bewertet überdies das Wesen der Cum-Ex-Geschäfte faktisch als von Grund auf unrechtmäßig. Der Bundestag beschloss unterdessen, einen Cum-Ex-Untersuchungsausschuss einzurichten.