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Die beiden Finanzinvestoren Oaktree Capital und Irving Place Capital haben den US-Verpackungshersteller Chesapeake aus der Insolvenz gekauft. Zusammen mit dem Verkauf wurde auch die Reorganisation des US-Geschäfts der Firma beendet und Chesapeake von einem in den USA börsennotierten Unternehmen in eine private Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Europa umgewandelt. Chesapeake produziert hochwertige Karton-Spezialverpackungen wie Faltschachteln, Prospekte und Etiketten für die Märkte Pharmaka, Süßwaren und Getränke. Weltweit produziert das Unternehmen an rund 40 Standorten und beschäftigt etwa 5.550 Mitarbeiter. Die deutsche Tochter Chesapeake Deutschland ist Marktführer im Bereich Süßwarenverpackungen und beliefert nahezu alle namhaften internationalen Kunden der Süßwarenindustrie. Zuletzt setzte das Unternehmen hierzulande mehr als 70 Millionen Euro um.

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Die Getriebe- und Zahnradfabrik Hermann Hagenmeyer (Getrag) hat von einem Bankenkonsortium unter Führung der Baden-Württembergischen Bank einen Konsortialkredit in Höhe von 140 Millionen Euro erhalten.Getrag zählt zu den weltweilt größten unabhängigen Herstellern für Pkw-Getriebe und kam 2008 auf einen Umsatz von über 2,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen im süddeutschen Untergruppenbach beschäftigt über 13.000 Mitarbeiter.

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Die Mannheimer Südzucker AG hat eine Anleihe über 150 Millionen Euro begeben. Konsortialbanken der Transaktion waren die Deutsche Bank, die DZ Bank sowie die Landesbank Baden-Württemberg.Europas größter Zuckerproduzent will das Geld für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Im vergangenen Jahr hatte Südzucker knapp 5,9 Milliarden Euro umgesetzt.

  Juve Plus

Der Solarmaschinenbauer Roth & Rau erwirbt die Ortner Cleanroom Logistic Systems mit Sitz in Dresden. Veräußerer ist die österreichische Ortner Cleanroom Engineering. Der Dresdner Servicedienstleister Ortner ist auf die Installation, Instandhaltung und Betriebsführung von Produktionsanlagen in der Halbleiter- und Photovoltaikindustrie spezialisiert. Roth & Rau will durch die Übernahme ihre Servicekapazitäten ausbauen. Beide Firmen arbeiten bereits seit vielen Jahren eng zusammen. Nach Angaben von Roth & Rau hat Ortner im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 6,1 Millionen Euro erwirtschaftet.

  Juve Plus

Der US-Druckerhersteller Printronix, ein Portfoliounternehmen des Private-Equity-Hauses Vector Capital, kann seinen insolventen deutschen Wettbewerber TallyGenicom nach einem langen Streit vor Gericht doch noch übernehmen. Die beiden Unternehmen haben jetzt vereinbart, dass Printronix von der deutschen TallyGenicom-Tochter alle Patent- und Lizenzrechte sowie umfassende Vertriebsrechte für Zeilenmatrix- und Laserdrucker erhält.

  Juve Plus Machtkampf um Monier

Beim finanziell angeschlagenen Dachziegelhersteller Monier aus Oberursel kündigt sich ein Eigentümerwechsel an. Im Rahmen einer finanziellen Restrukturierung wollen die vorrangigen Gläubiger unter Führung der Distressed-Investoren Apollo Management, Tower Brook Capital und York Capital das Ruder übernehmen. Die frühere Lafarge-Tochter Monier gehört seit April 2007 dem französischen Private-Equity-Haus PAI Partners. Laut Presseberichten leidet der Baustoffproduzent unter einer Verschuldung von 2,1 Milliarden Euro.PAI übernahm Monier für 2,4 Milliarden Euro und hatte dem Unternehmen diese Verschuldung aufgebürdet. Das Private-Equity-Haus hatte anfänglich rund 200 Millionen Eigenkapital in Monier gesteckt und im Anschluss nachrangige Verbindlichkeiten von 25 Millionen Euro aufgekauft. Jedoch kam es aufgrund der Wirtschaftskrise zu einem deutlichen Umsatzrückgang bei Monier. Zudem werden Ende diesen Monats zahlreiche Kreditbedingungen gebrochen. So zeichnet sich ab, dass Monier fällige Zinsen nicht wird zahlen können, was die Unternehmensführung jedoch entschieden zurückweist.

  Juve Plus HeidelbergCement

Durch eine Refinanzierung bleibt der Baustoffkonzern HeidelbergCement weiterhin handlungsfähig. Mit einem internationalen Konsortium aus über 50 Gläubigerbanken hat das Unternehmen eine Neuvereinbarung über ihre bestehenden Verbindlichkeiten getroffen, wonach die Kreditlinien von 8,7 Milliarden Euro bis Dezember 2011 verlängert wurden. Das Bankenkonsortium wird durch die Deutsche Bank, Commerzbank, die Royal Bank of Scotland und Nordea angeführt. Diese lockerten ihre strengen Auflagen bezüglich der Kündigungsmöglichkeiten. So wurden die Kreditvereinbarungen der Refinanzierung laut HeidelbergCement dem Niveau des veränderten wirtschaftlichen Umfelds angepasst. Allerdings muss der Baustoffhersteller nun höhere Abschläge gegenüber dem Interbankensatz Euribo zahlen.

  Juve Plus Hilfe aus Katar

Das Emirat Katar will sich am Stuttgarter Automobilhersteller Porsche beteiligen. Im Wege einer möglichen Kapitalerhöhung ist der Erwerb von mindestens 25 Prozent plus einer Aktie an der Porsche SE geplant. Dafür soll das Emirat über seinen Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) über zwei Milliarden Euro in Porsche investieren.Nach Medienberichten war die Due Diligence am vergangenen Wochenende abgeschlossen worden und die Verhandlungen zwischen QIA und Porsche, deren Stammaktien sich zu 100 Prozent in den Händen der Porsche- und Piëch-Familien befinden, in die entscheidende Phase getreten. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking war bereits seit längerem auf der Suche nach einem neuen Ankerinvestor für den hoch verschuldeten Autobauer. Nach der Unternehmensstrategie ist eine Kapitalerhöhung zwischen 4,5 bis 5 Milliarden Euro geplant. Neben der Investition des Emirats sollen die Familien den Rest beisteuern. Diese notwendige Kapitalerhöhung muss jedoch erst vom Aufsichtsrat von Porsche genehmigt werden.

  Juve Plus Wasser marsch

Das österreichische Elektrizitätsunternehmen Verbund hat 13 Wasserkraftwerke mit einer Leistung von rund 300 Megawatt von E.on erworben. Medienberichten zufolge lag das Transaktionsvolumen bei mehr als einer Milliarde Euro, daneben erhält E.on auch Strombezugsrechte über 20 Jahre aus österreichischen Speicherkraftwerken.Der Verkauf der am bayrischen Inn gelegenen Kraftwerke steht im Zusammenhang mit der Zusage gegenüber der EU-Kommission, zur Marktbelebung in Deutschland unter anderem 5.000 Megawatt Kraftwerkskapazitäten abzugeben.

  Juve Plus Insolvent

Der Handelskonzern Arcandor ist seit gestern insolvent, die umfangreichen Rettungsbemühungen sind damit gescheitert. Die Bundesregierung hatte kurz zuvor einen Antrag auf Staatshilfe abgelehnt. Eine anschließende Frist zur Nachbesserung des Rettungskonzepts ließ Arcandor verstreichen. Die Gruppe konnte sich weder mit den Kreditgebern noch den Großaktionären, etwa die Unternehmerin Madeleine Schickedanz sowie die Bank Sal. Oppenheim, einigen. Zu den bedeutendsten Kreditgebern des Unternehmens zählen Medienberichten zufolge die Bayerische Landesbank, die Commerzbank und die Royal Bank of Scotland.

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