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Nach gut zwei Jahren hat der Fußball-Trainer Christoph Daum den Bundesligisten 1. FC Köln verlassen und trainiert zukünftig den türkischen Spitzenklub Fenerbahce Istanbul. Mit dem 55-Jährigen wechselt auch sein Trainerstab einschließlich einem Mannschaftsarzt an den Bospurus. Daum hatte Ende Mai von einer Vertragsoption Gebrauch gemacht, wonach ihm ein einseitiges Sonderkündigungsrecht zum Ende eines Halbjahrs zustand. Sein Vertrag mit dem 1. FC Köln hatte eine reguläre Laufzeit bis Sommer 2010. Bei Fenerbahce verpflichtete sich Daum für drei Jahre, für die er laut Presseberichten insgesamt rund 10,5 Millionen Euro an Gehalt erhalten soll.

  Juve Plus Premiere

E.on hat Teile seiner Kraftwerkskapazitäten verkauft. Das Unternehmen erfüllt damit Absprachen mit der EU aus dem vergangenen Jahr. Der Wettbewerber EnBW Energie Baden-Württemberg übernahm E.ons Anteil von 50 Prozent an einem Block des Braunkohlekraftwerks Lippendorf bei Leipzig. Auch der 8,3-prozentige E.on-Anteil an dem Steinkohlekraftwerk Bexbach bei Homburg im Saarland ging an EnBW.

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Die Opel-Übernahme konkretisiert sich. Nachdem der Autozuliefer Magna sich Ende vergangener Woche mit der Bundesregierung grundsätzlich einigte, übernimmt eine Treuhandgesellschaft vorübergehend die operative Leitung des angeschlagenen europäischen Geschäfts des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM). Alfred Hagebusch, Partner der Insolvenzkanzlei Wellensiek, soll Geschäftsführer werden.

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Die zum Zeppelin-Konzern gehörende Zeppelin Silos & Systems GmbH aus Friedrichshafen am Bodensee hat rückwirkend zum Januar dieses Jahres den Kasseler Anlagenbauer Reimelt Henschel erworben.Verkäufer war die Beteiligungsgesellschaft MBB Industries. Reimelt Henschel, die zuletzt rund 104 Millionen Euro umsetzte, war die größte Beteiligung von MBB. Das Unternehmen erwirtschaftete rund 50 Prozent des MBB-Umsatzes. Reimelt Henschel baut mit weltweit 570 Mitarbeitern vor allem Anlagen und Systemlösungen für die Rohstoffverarbeitung in der chemischen und kunststoffverarbeitenden Industrie sowie für flüssige Nahrungsmittel, Pharmaprodukte und Kosmetik. MBB Industries hatte Reimelt Henschel im August 2007 erworben, damals lag der Umsatz bei etwa 80 Millionen Euro.

  Juve Plus Scheinbar unscheinbar

Mit der Büroeröffnung in Düsseldorf vor gut eineinhalb Jahren (JUVE 11/07) hatte sich Linklaters zum Ziel gesetzt, noch stärker in die Beratung großer Industriekonzerne vorzudringen. Mit Dr. Ralph Wollburg und Achim Kirchfeld holte sie deswegen damals von Freshfields Bruckhaus Deringer zwei Corporate-Schwergewichte an Bord. Scheinbar nicht ungewöhnlich also, dass die Kanzlei bei diesem Vorhaben nun einen wichtigen Erfolg erzielt hat und den Fuß beim Energieriesen RWE in die Tür bekommen hat. Scheinbar. Denn dass dies dem renommierten Corporate-Spezialisten Wollburg nun ausgerechnet direkt in einer hochkomplexen und für RWE strategisch bedeutsamen Phase gelang, ist trotzdem bemerkenswert. Und ungewöhnlich ist auch, dass es bei einer Transaktion stattfand, bei der RWE scheinbar gar nicht beteiligt war. Scheinbar. Was war passiert? Die deutsche Tochter des niederländischen Energieversorgers Essent verkauft 51 Prozent an den Bremer Stadtwerken (swb) für 680 Millionen Euro an die Stadt Bremen. Die wiederum veräußert im Anschluss daran 25,9 Prozent an das Oldenburger Energieunternehmen EWE weiter. Für die verbleibenden Anteile will Bremen einen strategischen Partner finden.

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Eine Investorengruppe unter Beteiligung des Managements hat die Bochumer Schrauben und Draht Union (SDU) übernommen. Hinter den Investoren steht dem Vernehmen nach die frühere Geschäftsleitung des deutschen Automobilzulieferers Knipping.Verkäufer war die französische LISI Gruppe, die Verbindungselemente und Komponenten für die Automobil- und Luffahrtindustrie herstellt und über Knipping an SDU beteiligt war. Das Bochumer Unternehmen vertreibt technische Produkte für die Industrie und Bergbau in Deutschland und Polen. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte SDU einen Umsatz von 28 Millionen Euro.

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Mit dem US-Biopharmaspezialisten HepaHope ist Ende April nach über zehn Monaten in Deutschland wieder ein Unternehmen an die Börse gegangen. Die Gesellschaft startete im Entry Standard der Frankfurter Börse. Das Emissionsvolumen belief sich inklusive der vor dem Börsengang getroffenen Kapitalmaßnahmen auf rund 9,5 Millionen Euro. Die Investmentbank BankM begleitete den IPO. Im Rahmen des öffentlichen Angebots sowie internationalen Privatplatzierungen wurden rund 1,5 Millionen Aktien platziert.

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Der Servicecenter-Dienstleister Arvato digital services betreibt und verwaltet künftig das zentrale Medienarchiv der Universal Music Group International (UMGI) und führt auch die dazugehörigen Bestandslieferungen durch. Das Archiv umfasst mehr als 400.000 Audio- und Videoaufnahmen. Archiv-Mitarbeiter von UMGI werden zum Teil von Arvato übernommen. UMGI gehört zum weltweiten Musikkonzern Universal Music und leitet sämtliche Geschäftsbereiche außerhalb von Nordamerika.

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Das Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen Versatel hat den regionalen Glasfasernetzwerkbetreiber BreisNet übernommen. Verkäufer des Freiburger Unternehmens war MacTel, eine Tochter des britischen Baukonzerns Mc Nicholas. BreisNet hat rund 5.000 Kunden und erwirtschaftete 2007 mit 20 Beschäftigten einen Umsatz von 5,7 Millionen Euro. Versatel beschäftigt 1.300 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2008 einen Umsatz von 762 Millionen Euro. BreisNet ist für Versatel vor allem wegen des dadurch möglichen Zugangs zu süddeutschen Geschäftskunden interssant.

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Das Private-Equity-Haus 3i hat ein Portfolio von zehn Beteiligungen an Unternehmen aus dem Venture-Capital-Bereich an die US-Gesellschaft Cipio Partners veräußert. Bei den verkauften Anteilen handelt es sich um Investments in Unternehmen aus den Bereichen Informationstechnologie, Internetmedien und Cleantech. Der Kaufpreis soll Medienberichten zufolge zwischen 17 und 19 Millionen Euro gelegen haben. Cipio ist auf so gennante Secondary-Direct-Investitionen spezialisiert. Die Beteiligungsfirma übernimmt häufig eine Gruppe von Beteiligungen an Technologieunternehmen von einem anderen Venture-Capital-Fonds.

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Der angeschlagene Schweizer Biodieselhersteller Biopetrol Industries hat eine finanzielle Restrukturierung durchgeführt. Eine Wandelanleihe des Unternehmens über 75 Millionen Euro, in den Niederlanden unter deutschem Recht von der holländischen Tochter Biopetrol Finance begeben, wurde von den Mehrheitsaktionären der Muttergesellschaft zurückerworben. Zuvor war das ursprüngliche Ziel der Gesellschaft, die bisherigen Anleihegläubiger direkt dazu zu bewegen, dass sie die Anleihe vorzeitig in Aktienkapital umwandeln, trotz intensiver Verhandlungen nicht erreicht worden. Die Anleihengläubiger waren insbesondere Londoner Hedgefonds.