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Der Oldenburger Telekommunikationsdienstleister EWE Tel wird die Dienststellen des Landes Niedersachsen auf IP-Telefonie umrüsten und das neue System für sechs Jahre betreiben. Die Tochter des Energieversorgers EWE erhielt den Auftrag über 164 Millionen Euro vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikation, der Vertrag wurde Anfang März auf der Computermesse Cebit unterzeichnet. Auch die Telekom-Tochter T-Systems Enterprise Services hatte sich beworben. Sie war im Verhandlungsverfahren ausgeschieden, hatte bei der Vergabekammer Lüneburg einen Nachprüfungsantrag gestellt, diesen aber nach der mündlichen Verhandlung zurückgezogen.

  Juve Plus Teamwork für General Motors

Schade für Opel, dass Wahljahr ist. Während die Mitarbeiter des Automobilkonzerns um ihre Arbeitsplätze bangen, streiten sich die Politiker aller Parteien hierzulande und werfen sich ständig neue Vorschläge zur Rettung des Rüsselsheimer Unternehmens um die Ohren. Mal sind es 3.500 Arbeitsplätze, mal 7.600, die zur Disposition stehen. Mal soll Opel Insolvenz anmelden, dann wieder ein tragfähiges Konzept vorlegen. Alle reden – aber nur selten die, die wirklich wissen, wie der Stand der Dinge ist. Etwa die Anwälte. Doch sowohl Inhouse als auch bei den externen Beratern herrscht offiziell Funkstille. "Alle haben einen Maulkorb", sagt eine mit den Beteiligten vertraute Person. Die Opel-Krise sei einfach zu politisch. Dennoch sickerte durch, dass sich der Opel-Mutterkonzern General Motors für die weltweite Restrukturierung einer international aufgestellten Sozietät bedient: Weil Gotshal & Manges.

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Die Telekommunikationsanbieter Versatel und dtms sind eine neuartige strategische Kooperation eingegangen. Beide Unternehmen verknüpfen ihre Netze auf verschiedenen Ebenen miteinander. Bislang erfolgt der Austausch der Verkehrsströme zwischen getrennten Netzen hierzulande ausschließlich über die wechselseitige Zusammenschaltung auf Transportebene. Im Zuge der Partnerschaft überträgt Versatel nach eigenen Angaben sämtliche Mehrwertdienste-Applikationen an dtms, um so Dienste direkt auf dem so genannten intelligenten Netz von dtms aufzusetzen.

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Die Sportrechteagentur Kentaro hat die Mehrheit an dem Londoner Wettbewerber Jerome Andersons Agentur Sport Entertainment and Media Group (SEM) übernommen. SEM zählt zu den etablierten britischen Sportmanagementagenturen und vertritt die Interessen von rund 150 Profifußballern, unter anderem den Spielern Thierry Henry und Rio Ferdinand. Darüber hinaus arbeitet SEM eng mit Spitzenteams wie dem FC Barcelona, Juventus Turin und dem FC Liverpool. Kentaro vermarktet weltweit Fußballfernsehübertragungsrechte.

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Nach monatelangem juristischen Tauziehen hat eine Bietergemeinschaft um den französischen Baukonzern Vinci jetzt den Zuschlag für das 600 Millionen Euro schwere A-Modell A 5 erhalten. Neben Vinci, die 50 Prozent an dem Konsortium hält, gehören auch die deutschen Bauunternehmen Hochtief, Reif und die Strabag-Tochter Kirchhoff zu der Bietergemeinschaft. Das Konsortium wird einen rund 41 Kilometer langen Abschnitt der Bundesautobahn A 5 nördlich von Offenburg ausbauen und über 30 Jahre betreiben. Zur Refinanzierung erhält es einen Teil der dort anfallenden Lkw-Maut.

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Das Schweizer Technologieunternehmen Phoenix Mecano hat große Teile des Betriebs der Okin-Gruppe vom Insolvenzverwalter des Unternehmens übernommen. Okin mit Stammsitz in Gummersbach produziert weltweit mit rund 950 Mitarbeitern Antriebe für verstellbare Büro- und Komfortmöbel, Medizintechnik und die Industrie. Phoenix übernimmt die Standorte Gummersbach und Bünde bei Bielefeld, die schwedische und US-Vertriebsgesellschaft sowie der Produktionsgesellschaft in Ungarn, jedoch nicht den Bereich Medical. Die von Phoenix erworbenen Geschäftsbereiche erzielten 2008 einen konsolidierten Umsatz von 70 Millionen Euro. Die Mitarbeiter an den deutschen Standorten sollen laut Presseberichten zu 90 Prozent weiterbeschäftigt werden.

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Die in Dubai angesiedelte Investmentfirma Mondia hat das auf Mobilwerbung und Entertainment-Inhalte spezialisierte Hamburger Unternehmen Arvato Mobile erworben. Arvato Mobile gehörte bislang zum Bertelsmann-Konzern, Veräußerer war die Bertelsmann-Tochter Arvato AG. Arvato Mobile bietet digitale Medieninhalte wie Entertainment und Mobilwerbung an und betreibt unter anderem die Klingelton- und Handyspiele-Seite handy.de. Das Unternehmen beschäftigt etwa 300 Mitarbeiter.

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Die spanische Immobiliengruppe Neinver hat für rund 110 Millionen Euro das Designer Outlet Zentrum Zweibrücken (DOC) erworben. Verkäuferin des größten deutschen Fabrikverkaufszentrums ist die Trading Places NV, eine belgische Holding unter Beteiligung der schottischen Kenmore-Gruppe. Das DOC wurde im Jahr 2001 eröffnet und 2005 von Trading Places für rund 50 Millionen Euro erworben. Trading Places investierte rund 16 Millionen Euro in die Erweiterung des Outlets, das mittlerweile über eine Verkaufsfläche von 23.600 Quadratmetern verfügt. Neinver ist der drittgrößte Outletbetreiber Europas und will das Center auf 27.200 Quadratmeter mit 140 Geschäften ausbauen und in seinen Fonds Irus European Property Fonds einbinden.

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Das japanische Maschinenbauunternehmen Minebea hat den schwäbischen Kugellagerhersteller Myonic erworben. Verkäufer waren die Finanzinvestoren Süd Private Equity aus Stuttgart und DZ Equity Partner aus Frankfurt.Die Myonic-Gruppe hat Tochtergesellschaften in Tschechien, im Vereinigten Königreich sowie in den USA und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2007 mit 430 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 32 Millionen Euro. Das Bundeskartellamt muss der Transaktion noch zustimmen.

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Die Kunden der deutschen Tochter der US-Investmentbank Lehman Brothers werden mithilfe einer milliardenschweren Staatsgarantie entschädigt. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) nahm über die Ausgabe einer Anleihe 6,7 Milliarden Euro ein. Emittentin der Anleihen ist die von der Einlagensicherung gegründete Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken (SdB). Zeichner der Anleihe sind ausschließlich die privaten Mitgliedsbanken des BdB. Garantiert wird der Bond vom staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin. Mit der Anleihe sollen nach Angaben des BdB die Entschädigungsgelder für Anleger der deutschen Tochter der US-Investmentbank Lehman nur vorfinanziert werden. Die Gelder sollen zurückfließen, wenn im Zuge eines Insolvenzverfahrens die Lehman-Vermögenswerte veräußert werden.