Markt und Management

Umsatzzahlen

Beflügelt vom Geschäftszuwachs und der Stärke des Euros steigerte die deutsche Praxis von Lovells ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 17,8 Prozent. Damit liegt sie über dem Gesamtwachstum der Kanzlei von 13 Prozent. Diesen beiden Angaben beruhen allerdings auf der Rechnungsgrundlage von Britischen Pfund. In Euro betrug die Steigerung soweit bekannt 12 Prozent. Damit erzielten die deutschen Lovells-Büros zwischen April 2007 und 2008 einen Umsatz von gut 163 Millionen Euro.

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Zum Mai trennte sich das komplette Mannheimer Büro von Shearman & Sterling von der Sozietät. Die rund 30 Anwälte firmieren nun unter Schilling Zutt & Anschütz (SZA) - dem Namen der Kanzlei, aus der sie im Jahr 2000 gekommen waren. Vor welchen Herausforderungen das Management der neuen Kanzlei steht, erläutert Dr. Jochem Reichert (52). JUVE: Mit der Trennung von Shearman ging auch die Anbindung an ein internationales Management verloren. Wie wollen Sie diesen Nachteil wettmachen?

Auf solche Schlagzeilen hätte man bei Shearman & Sterling sicher gerne verzichtet: Nachdem sich in den letzten Jahren bereits drei Partner verabschiedet hatten, muss die Kanzlei fortan ganz ohne Mannheimer Büro auskommen. Intern liegt bei Shearman offenbar einiges im Argen. Wie sehr der außerordentlich erfolgreiche Seniorpartner Georg Thoma die Sozietät prägt, ist oft diskutiert worden. Die Frage ist nun, wie es für die deutschen Standorte – und die Kanzlei insgesamt – von weitergeht.

Strategie

Linklaters trennt sich von vier seiner sechs Büros in Osteuropa und bündelt die Beratung in Mittel-/Osteuropa, dem Nahen Ostens und Nordafrika in einer neuen Gruppe namens EEMENA (Emerging Europe, Middle East, North Africa). Von der Abspaltung betroffen sind die Standorte Bratislava, Bukarest, Budapest und Prag. Die acht Partner schließen sich zum November in einer neuen Sozietät zusammen, die Linklaters auf Best-Friends-Basis verbunden bleibt. Bis dahin gehören die vier Büros zu Linklaters.

Bundesarbeitsgericht

Der Bundespräsident hat Anke Berger (43), Karin Spelge (47), Dr. Jürgen Treber (47) und Dr. Regine Winter (51) zu Richtern am Bundesarbeitsgericht (BAG) Erfurt ernannt. Berger, die zuletzt an das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt abgeordnet war, gehört ab Juni dem 2. BAG-Senat an, der unter anderem für Abmahnungen und Kündigungen zuständig ist. Hier scheidet Ende Mai Dr. Knut Dietrich Bröhl (64) aus.

Abhörskandal

Die Deutsche Telekom soll zwischen 2005 und 2006 Telefondaten von Aufsichtsräten, Managern und Journalisten ausspioniert haben, um die Weitergabe vertraulicher Informationen aus den Führungsgremien zu unterbinden. Bislang hat jedoch niemand, der in der fraglichen Zeit zur Konzernspitze gehörte, Verantwortung für die Vorwürfe übernommen.

Insolvenzrecht

Aus der Mitte 2007 begonnenen Insolvenz-Kooperation der Berliner Verwalterin Vera Mai mit dem Münsteraner Berufskollegen Michael Mönig und dem früheren Richter am Landgericht Wolfgang Fahlbusch ist jetzt formell die Kanzlei mmf entstanden.Mönig arbeitete parallel zu der Kooperation bis Ende Februar Partner bei der Kanzlei kwm in Münster, die er mit gegründet hatte. Er schied dort nun mit drei weiteren Anwälten aus, die bei mmf Partner sind. Es handelt sich um Dr. Carsten Wirth, Martin Voß und Jürgen Althaus sowie fünf Associates. Nach den Abgängen hat kwm mit 17 Berufsträgern an den drei Standorten Münster, Berlin und Hamburg eine medizin- und allgemein wirtschaftsrechtliche Ausrichtung.

St. Petersburg

Salans hat sich zum Mai in St. Petersburg mit Viktor Naumov auf Partnerebene verstärkt. Der 37-jährige IP/IT-Spezialist war zuvor zwei Jahre lang als Partner im St. Petersburger Büro von Beiten Burkhardt tätig. Dort leitete er das russische IP/IT/Medien-Team der Kanzlei. Auch bei Salans übernimmt Naumov die Leitung dieser Praxisgruppe. Mit ihm wechseln vier Associates aus seinem bisherigem Team. Das Salans-Büro wächst damit auf 24 Anwälte, davon sind 4 Partner.

BNP Paribas

Die Frankurter Clifford Chance-Partnerin Daniela Weber-Rey tritt in den Verwaltungsrat von BNP Paribas ein. Die 50-Jährige ist damit derzeit das einzige deutsche Verwaltungsratsmitglied der französischen Geschäftsbank. Der Verwaltungsrat setzt sich aus vierzehn von Aktionären gewählten sowie aus zwei von BNP Paribas-Mitarbeitern gewählten Mitgliedern zusammen. Dies ging aus der Hauptversammlung am vergangenen Mittwoch hervor. Die Amtszeit von Weber-Rey ist zunächst auf drei Jahre festgelegt. Während dieser Zeit wird die Clifford-Partnerin nicht für ihre bisherige Mandantin BNP Paribas tätig sein.

München

Hogan & Hartson Raue verliert im Münchner Büro zwei ihrer Partner: Dr. Uwe Steininger (53) und Dr. Jochen Schäfer (58) verlassen die US-Kanzlei zum Juni. Steininger hat noch keine endgültige Entscheidung über seinen weiteren Weg getroffen, Schäfer wird mit der Münchner Sport - und Medienrechtskanzlei Duvinage kooperieren. Steininger hatte sich Hogan vor zwei Jahren angeschlossen, zuvor hatte er von 2001 an das Münchner Büro von SJ Berwin aufgebaut. In diesem Segment hatte der Private-Equity-Spezialist damals schon Erfahrung: 1997 gehörte er zu dem Team, das für Baker & McKenzie in der bayrischen Landeshauptstadt ein Büro eröffnete.

Management

Hengeler Mueller hat sich am Wochenende ein neues Management gegeben: Die Corporate/M&A-Partner Dr. Andreas Austmann (49) aus dem Düsseldorfer Büro und Dr. Klaus-Dieter Stephan (47) aus Frankfurt übernehmen die Aufgabe ab sofort von Dr. Matthias Blaum und Dr. Christof Jäckle.