Markt und Management

Graf von Westphalen wird künftig mit einem eigenen Büro in China vertreten sein. Die offizielle Eröffnung des neuen Standorts in Shanghai ist für den Jahreswechsel 2008/09 geplant. Der 32-jährige China-Experte Stefan Peters wird das Büro aufbauen und leiten.Von der Präsenz in China erwartet Graf von Westphalen eine deutliche Stärkung des deutsch-chinesischen Geschäfts. Bislang gibt es ein China-Desk im Hamburger Büro der Kanzlei, zudem ist Graf von Westphalen über die Kooperation mit Wragge & Co. an deren Büros in Hongkong und Guangzhou beteiligt. "Gerade chinesische Unternehmen haben oft Probleme mit internationalen Anwaltsfirmen und suchen eher regional verankerte nationale Kanzleien", sagte Peters.

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Der bisherige Leiter der Abteilung Recht und Risikomanagement von Volkswagen Logistics, Dr. Oliver Peltzer, hat sich zum Februar als Partner dem Hamburger Büro von Dabelstein & Passehl angeschlossen. Der 40-Jährige übernimmt den Geschäftsbereich verladende Wirtschaft. Die Kanzlei hat ihren Schwerpunkt in den Gebieten Transport, Logistik und Schifffahrt. "Die Tätigkeit als Anwalt ermöglicht mir noch mehr Freiheit in der Umsetzung meiner Ideen", sagte Peltzer. "In der Transport- und Logistikbranche gibt es viele Veränderungen, die bisher nicht in den Verträgen der Unternehmen umgesetzt sind.

Dr. Thomas Loest (38) ist seit Februar Chief Counsel EMEA in der Europazentrale von Georgia Pacific Services S.N.C. übernommen. Der Kartellrechtler war zuvor im Brüsseler Büro von Gleiss Lutz tätig.Die Position des Chief Counsel EMEA ist im Zuge der Verlagerung der Europazentrale von London ins belgische Waterloo bei Brüssel neu geschaffen worden. Loest ist für die Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) sowie für den Konsumgüterbereich zuständig.

Zum Jahreswechsel löste Dr. Jörg Wulfken (47) den IP-Anwalt Reinhard Lange (50) als Managing Partner für die deutsche Mayer Brown-Praxis ab. Erstmalig steht damit ein Bankrechtler an die Spitze der Büros hierzulande. Was das für die 130 deutschen Berufsträger in Frankfurt, Berlin und Köln bedeutet, fragte JUVE Wulfken anlässlich der Eröffnung der neuen Büroraume im Köln-Turm am Kölner Mediapark.

Wachstumskurs in Düsseldorf

Allen & Overy treibt den Ausbau ihres noch jungen Standorts am Rhein weiter voran: Die M&A-Partnerin Birgit Reese (36) wechselt von Shearman & Sterling in das Düsseldorfer Büro der britischen Kanzlei. Der Zeitpunkt ihres Wechsels steht noch nicht fest. "Allen & Overy bietet im Corporate-Bereich viel Potenzial auch für jüngere Partner. Zudem reizt es mich, am Aufbau eines neuen Büros mitzuwirken", sagte Reese. Die M&A-Spezialistin trifft bei Allen & Overy auf einen guten Bekannten: Bis zu ihrer Partnerernennung bei Shearman im Januar 2007 arbeitete sie als Associate im Team des ehemaligen Shearman-Partners Rolf Koerfer und war unter anderem eng in die Arbeit für den Gerling-Konzern eingebunden. Der angesehene Transaktionsanwalt war erst vor wenigen Monaten zu Allen & Overy gewechselt.

Quereinsteiger in Berlin

Redeker Sellner Dahs & Widmaier verstärkt ihr Berliner Büro: Dr. Tobias Masing, bislang Local Partner bei White & Case in Berlin, wird ab April die öffentlich-rechtliche Praxis am Standort unterstützen. Damit wächst das Büro in der Hauptstadt auf 20 Anwälte. Bei Redeker steigt Masing zunächst als angestellter Partner ein, ein Status, der bei anderen Sozietäten dem eines Salary-Partners entspricht. Der 39-Jährige selbst begründet seinen Wechsel mit dem größeren Entwicklungspotenzial, das er bei Redeker verwirklichen kann: "Das Redeker-Büro in Berlin knüpft an die erfolgreiche Bonner Tradition an", sagte Masing. "Da ist noch einiges Expansionspotenzial drin, insbesondere was die Tätigkeit im Umwelt- und Fachplanungsrecht angeht."

Rückkehr

Dr. Andreas Peya, Partner im Frankfurter Büro von Schalast & Partner, wechselt als Leiter Regulierung für Deutschland, Österreich und die Schweiz zu Verizon Business zurück. Das Unternehmen ist ein langjähriger Mandant der Kanzlei. Erst im Juni vergangenen Jahres hatte der 36-Jährige den US-amerikanischen Telekommunikationskonzern verlassen, nachdem er fast vier Jahre lang in der Regulierungsabteilung von Verizon Business (vorher MCI Worldcom) gearbeitet hatte.

Pin-Insolvenz

Im Zusammenhang mit der Insolvenz des privaten Postdienstleisters Pin droht der Kölner Kanzlei Axer ein Schaden von rund 900.000 Euro. Wie aus dem Umfeld des Insolvenzverwalters Bruno Kübler bekannt wurde, hatte Axer diese Summe im Dezember 2007 für Beratungsleistungen von dem bereits angeschlagenen Unternehmen erhalten.

Seitenwechsel

Alexander Taft, bisher Partner bei CMS Hasche Sigle in München, wechselt zum Mai zur Fondsgesellschaft Invesco Real Estate. Der 36-Jährige wird dort European Head of Investment Structuring.Taft war seit 2002 bei CMS und erst Anfang des Jahres zum Partner ernannt worden. Der Corporate-Anwalt war an einer Reihe von Immobilientransaktionen beteiligt, zuletzt beriet er etwa Miller Development beim Verkauf eines Portfolios sowie den Süddeutschen Verlag beim Verkauf der Konzernzentrale. Vor seiner Zeit bei CMS war Taft bei der Münchner Kanzlei Stock Rechtsanwälte und dort vor allem in die Beratung geschlossener Fonds involviert.

Schub in Berlin

Olswang baut ihr deutsches Büro in Berlin weiter aus: Die britische Kanzlei holt zum Mai ein achtköpfiges Medienrechtsteam von Linklaters, darunter die beiden Münchner Partner Dr. Stefan Lütje (48) und Georg von Wallis (47). Als dritte neue Partnerin kommt Dr. Viola Bensinger (41), die bisher Managing Associate im Hauptstadt-Büro von Linklaters war. Mit ihnen wechseln drei weitere Associates sowie die beiden Managing Associates Claudia Stremel (München) und Dr. Christoph Enaux (Berlin). Letzterer zählt im Markt zu den anerkannten jungen Anwälten im öffentlichen Medienrecht und der Telekommunikationsregulierung. Enaux vertrat etwa SES Astra in einem Verfahren zur Übernahme eines TV-Sendezentrums.

Unter neuer Leitung

Ab Anfang April leitet Barbara Nietzer die Rechtsabteilung der Rowohlt-Verlage in Reinbek bei Hamburg. Die 40-Jährige wechselt aus München, wo sie seit 2004 beim schwedischen Buch- und Verlagskonzern Bonnier Media für die Abteilung Rechte und Lizenzen verantwortlich war.Ihre Nachfolgerin bei Bonnier wird Annette Sabelus. Diese war auch zuvor schon in der Position tätig, Nietzer vertrat Sabelus während ihrer dreijährigen Elternzeit. Sabelus ist keine Juristin.