Markt und Management

Beiten künftig ohne Leipziger Büro

Beiten Burkhardt trennt sich Ende März von ihrem Leipziger Büro. Standortleiter und Partner Dr. Peter Krüger (63) wechselt gemeinsam mit Salary-Partnerin Andrea Bruns (36) und den fünf Associates Dr. Claudia Nerius (36), Sigrid Aguilar (37), Dr. Torsten Wielsch (36), Falk Hoffmann (36) und Ines Schemmert (34) zur KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft. Der PPP-Experte und Salary Partner Johann Friedrich Rumetsch war bereits Anfang März ins Frankfurter Büro gewechselt.

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Start in Deutschland

Die englische Kanzlei Field Fisher Waterhouse hat zum April mit vier Anwälten ihrer bisherigen Allianz-Kanzlei Buse Heberer Fromm ein eigenes deutsches Büro in Hamburg eröffnet. Anfang März hatten die Mitglieder des internationalen Kanzleiverbundes European Legal Alliance (ELA), dem beide Kanzleien angehören, dessen Auflösung zum April beschlossen.Das Startteam von Field Fisher besteht aus dem Gesellschaftsrechtler Frank Moerchen (62), der als International Partner bei der englischen Kanzlei einsteigt, sowie aus den National Partnern Michael Adam (36), Thomas Demmel (34) und Dr. Philipp Plog (34).

Brüssel

Wilmer Hale hat im März ihr Brüsseler Büro mit dem anerkannten Europa- und WTO-Rechtler Dr. Jacques Bourgeois (70), der als of Counsel in die Kanzlei kam, verstärkt. Der Belgier war zuletzt über zehn Jahre lang Partner der US-amerikanischen Kanzlei Akin Gump Strauss Hauer Feld. Vor seiner Zeit bei Akin Gump war Bourgeois unter anderem Vorsitzender eines WTO-Schiedsgerichts, lehrte am angesehenen Collège d´Europe in Brügge und leitete bis 1991 die Wettbewerbsabteilung des Juristischen Dienstes der EU-Kommission.

Neuer Partner in Bremen

Göhmann hat Anfang März ihre gesellschaftsrechtliche Praxis in Bremen ausgebaut. Gerhard Rischbieter (44) kam von Nörr Stiefenhofer Lutz, wo er seit 1999 als Salary-Partner im Münchner Büro tätig war.Vor seiner Zeit bei Nörr arbeitete Rischbieter bei Heuking Kühn Lüer Wojtek in Hamburg. Seine Praxis umfasst unter anderem die Betreuung von Venture-Capital- und Private-Equity-Investitionen. So beriet er etwa bei Nörr International Food Retail Capital beim Londoner Börsengang sowie Kamps bei der Beteiligung an der Nordsee GmbH.

Der Medizinrechtler Uwe Scholz ist seit Februar Partner bei Busse & Miessen in Berlin. Der 47-Jährige, der mit Associate Sebastian Menke (33) kam, war zuvor Namenspartner bei Richter & Scholz in Berlin.Scholz und Menke, die auch über arbeitsrechtliche Erfahrung verfügen, sind Justitiare des Marburger Bundes. Das medizinrechtliche Dezernat der Kanzlei, die ihren Hauptsitz in Bonn hat, zählt mit den Neuzugängen sieben Anwälte. Vor allem der inzwischen aus der Partnerschaft ausgeschiedene Prof. Dr. Raimund Wimmer war für seine Arbeit in diesem Bereich bekannt.

Kommentar

Das Totalverbot von Erfolgshonoraren ist verfassungswidrig. So weit, so klar. Alle weiteren Detailfragen hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Anfang März veröffentlichten Beschluss jedoch dem Gesetzgeber überlassen – und das kann dauern. Der Streit um Erfolgshonorare tobt seit Jahren. Die einen befürchten den totalen Verfall der juristischen Kultur, sollten Anwälte sich nach Erfolg bezahlen lassen dürfen. Die anderen sehen in dem Verbot einen Anachronismus, welcher der wirtschaftlichen Realität längst nicht mehr gerecht wird. Für letztere ist die Entscheidung ein Etappensieg. Doch auch sie wollen keine Klagekultur wie sie in den Vereinigten Staaten üblich ist.

Köln

Bereits zum November 2006 hat sich das Kölner Büro von Pelka Niemann Hollerbaum Rohde mit einem Quereinsteiger verstärkt. Stephan Hettler (46) kam von der Siegener Kanzlei Hörtnagl Berndt Hettler, der er seit 1992 als Partner angehörte. Hettler steigt als Partner bei PNHR ein. Er soll vor allem seine gesellschafts- und steuerrechtliche Expertise einbringen. Mit Hettlers Weggang verliert die Kanzlei Hörtnagl Berndt Hettler einen weiteren Namenspartner.

Hölters & Elsing hat einen neuen Managing Partner: Der Düsseldorfer Arbeitsrechtspartner Dr. Arno Frings (48) hat zum Jahresbeginn diese Funktion übernommen. Er löste turnusmäßig Dr. Siegfried Elsing ab, der dieses Amt die letzten zwei Jahre inne hatte. "Es war schon in der Vergangenheit so, dass wir mit allen Partnern immer wieder unsere Strategie überprüfen und uns kritisch hinterfragen", sagte Frings. "Außerdem verstehe ich es als meine Aufgabe, eigene Ideen bei der Analyse der Ausrichtung einzubringen."

Seit Jahresbeginn ist Dr. Klaus-Günther Hahn neuer Chefjustiziar und Regional Managing Counsel der Deutsche BP AG. Der 46-Jährige löste den langjährigen Chefsyndikus Dr. Matthias Baus ab.Hahn ist seit 17 Jahren in der Ölindustrie tätig. Zu BP kam er 2001 durch die Übernahme von Veba Oil. In dieser Zeit war er mit allen Geschäftsaktivitäten betraut, auch im Bereich M&A. Zuletzt leitete er die Abteilung, die unter anderem die rechtliche Beratung im Raffineriegeschäft verantwortete.

Wolfgang Mühlenbrock (66), Jochen Koch (64) und Dr. Olav Brockmann (34), bislang bei Römermann Rechtsanwälte in Berlin, haben die Sozietät Anfang März verlassen und sich unter dem Namen MSB Brockmann selbstständig gemacht. Mühlenbrock und Koch waren bei Römermann als Partner, der neue Namenspartner Brockmann als Associate tätig. Die Trennung von Römermann erfolgte im gegenseitigen Einvernehmen. Die Gründe waren laut Brockmann unterschiedliche Auffassungen über die Grundlagen des künftigen Standortausbaus gewesen, beispielsweise auch im Hinblick auf die strukturelle Integration des Notariats.

Der Steuerrechtler Dr. Andreas Striegel ist zum Februar von Flick Gocke Schaumburg ins Frankfurter Büro von Kaye Scholer gewechselt. Bei der US-Kanzlei arbeitet der 37-Jährige als European Counsel, was etwa dem Status eines angestellten Partners entspricht.