Markt und Management

Weiter im Ausbau

Die Hamburger Kanzlei Krohn Rechtsanwälte hat innerhalb kurzer Zeit einen zweiten Quereinsteiger aus einem Unternehmen zu verzeichnen: Bereits seit Februar verstärkt der langjährige Chefsyndikus der Norddeutschen Affinerie AG, Dr. Norbert Kruhme (64) die Kanzlei als Partner.Erst zu Jahresbeginn hatte Krohn einen Bankrechtler, den ehemaligen Syndikus der Berenberg Bank Dr. Klaus Thiedig, gewonnen. Mit Kruhme kommt nun ein erfahrener Jurist für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht zu Krohn. Spezialisiert ist er insbesondere auf Umstrukturierungen und umweltrechtliche Belange.

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Die neue Offenheit

Als erste der absoluten Top-Kanzleien in Deutschland hat Clifford Chance vor zwei Tagen offiziell Geschäftszahlen bekannt gegeben. Danach sank der Umsatz hierzulande zwar im vergangenen Geschäftsjahr, die deutschen Partner verdienten als Teil der weltweiten Lockstep-Vergütung jedoch mehr.Clifford hatte vor zwei Wochen dazu bereits eine Erklärung abgegeben, wonach der Gewinn pro Equity-Partner weltweit um 15 Prozent gewachsen sei, nämlich von durchschnittlich 843.000 auf 966.000 Euro.

Der Countdown läuft

Die weltweit ins Trudeln geratene Sozietät Coudert Brothers steht offenbar kurz vor einer Fusion. Coudert rechnet mit einem Ergebnis ihrer Verhandlungen in den nächsten zehn Tagen. Dies äußerte ein Partner gegenüber der englischen Presse.

Inhouse

Marianne Motherby ist die neue Rechtsabteilungsleiterin der Deutschen Bahn. Die 47-Jährige folgt Margret Suckale, die im April in den Vorstand des Konzerns berufen worden war.Motherby war schon im März als Nachfolgerin im Gespräch, doch bestätigte das Unternehmen erst jetzt den Wechsel. Die Inhouse-Juristin, die auch über einen Master aus St. Gallen verfügt, hat umfangreiche Erfahrung aus verschiedenen Unternehmen und auch mit dem Bahn-Konzern. Unter Anwälten genießt sie ausgesprochen hohes Ansehen.

Über die Grenze

David Ayres (48) wechselt von Wilmer Cutler Pickering Hale & Dorr in München zu Wolf Theiss Rechtsanwälte nach Wien. Er wird dort ab August arbeiten. Der bisherige Wilmer-Partner ist Kapitalmarktrechtler und gilt als Experte für das M&A-Geschäft in Mittel- und Osteuropa. Eine Region, in der Wolf Theiss expandiert. "Es ist eine fantastische Möglichkeit, in einer wachsenden Praxis mitzuarbeiten und die Entwicklung dieser Region zu unterstützen", sagte Ayres. Zuletzt eröffnete Wolf Theiss ein Büro in Sarajevo, Bosnien-Herzegowina, und damit den sechsten Standort in diesem Teil Europas.

Ein Partner für Briefe

Zum Juli wechselt der Wettbewerbs- und Kartellrechtler Dr. Thomas Brach als Partner in die Hamburger Medien-Boutique Damm & Mann. Der 38-Jährige war zuvor Salary Partner bei Heuking Kühn Lüer Wojtek.

Deutsch-amerikanische Trennung

Coudert Brothers trennt sich von ihren beiden deutschen Standorten in Frankfurt und Berlin. Die New Yorker Kanzleiführung teilte mit, sie wolle ihre Europapraxis im Rahmen einer neuen Gesamtstrategie auf London, Paris und Brüssel konzentrieren.Diese Entwicklung traf das hiesige Management unerwartet. "Die Entscheidung, die deutschen Büros zu schließen, kam für uns als deutsche Partner überraschend, zumal erst jüngst ein neuer Mietvertrag für das Frankfurter Büro unterzeichnet wurde", sagte Michael Magotsch, Managing Partner und Chef der internationalen Employment-Gruppe. "Ich glaube, es handelt sich um eine übereilte, nicht sorgfältig durchdachte Entscheidung."

Großer Wurf

Der Gesellschaftsrechtler Barry Bryer (58), ein erfahrener Partner von Wachtell Lipton Rosen & Katz, wechselt in das New Yorker Büro von Latham & Watkins.Bryer war seit 1977 bei Wachtell, seit 1980 als Partner. Zuvor hatte er bereits fünf Jahre bei Cravath Swaine & Moore gearbeitet.

Berlin einmal anders

Taylor Wessing gewinnt am Berliner Standort einen neuen Corporate-Partner: Dr. Thomas Lappe (39), bisher Senior Associate im Hamburger Büro von Allen & Overy, wechselt in das Hauptstadt-Büro von Taylor Wessing.Er tritt der Kanzlei als Partner mit Sonderstatus bei. Der genaue Zeitpunkt seines Wechsels stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest.

Wiedersehen in Berlin

Dr. Kornelius Kleinlein, Partner von Linklaters Oppenhoff & Rädler, wechselt zu Hogan & Hartson Raue. Ab Juli verstärkt der 46-Jährige das Öffentliche Recht im Berliner Büro der Kanzlei.Kleinlein, der fast zehn Jahre für Linklaters tätig war, berät in vielen regulierungsnahen Gebieten wie etwa dem Energie- oder dem Telekommunikationsrecht. Weiterhin zählen Public Private Partnerships und die Beratung ausländischer Mandanten im Grundstückrecht zu Kleinleins Arbeitsgebieten. Prominentes Mandat, an dem Kleinlein in der jüngeren Vergangenheit beteiligt war, ist die Arbeit für Toll Collect. Außerdem berät und vertritt der Öffentlichrechtler regelmäßig das Telekommunikationsunternehmens Arcor in regulatorischen Fragen.

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