Markt und Management

Clifford Chance hat mit Joel Cohen in New York einen neuen Partner gewonnen. Der 42-jährige Litigation-Spezialist wechselte von Greenberg Traurig. Nachdem die UK-Kanzlei in den vergangenen Monaten in den USA vor allem durch Partnerabgänge auf sich aufmerksam gemacht hatte, scheint die Kanzlei nun mit dem Neuaufbau zu beginnen.

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Der Litigation-Partner John Hull wechselt Ende Februar in London von Richards Butler zu Latham & Watkins. Der 39-Jährige soll bei der US-Kanzlei die Entwicklung der englischen Litigationpraxis leiten. Im Tokioer Büro von Latham & Watkins verstärkt bereits seit Anfang des Monats der frühere General Counsel der Citibank in Japan, Hisao Hirose (53), die Kanzlei.Hull, der seit 1989 bei Richards Butler tätig war, ist spezialisiert auf die Vertretung von Investmentbanken und Finanzinstituten, häufig bei Auseinandersetzungen um Investment- und Hedgefonds sowie komplexe Investmentstrukturen. Darüber hinaus ist Hull auch als Mediator aktiv.

SJ Berwin hat zum Januar die Bank- und Finanzrechtspraxis ihres Pariser Büros mit Colin Millar, dem Leiter der Pariser Bankrechtspraxis von Simmons & Simmons, verstärkt. Mit Millar baut SJ Berwin insbesondere die Beratung bei Akquisitionsfinanzierung, syndizierten Krediten und strukturierter Finanzierung weiter aus. Wie der Senior Partner des Pariser Büros George Pinkham erläuterte, ist Millars Wechsel Teil der Strategie von SJ Berwin, ihre Präsenz im Bank- und Finanzrecht auf einem pan-europäischen Level zu verstärken. Im vergangenen Jahr wechselten bereits der ehemalige Clifford Chance-Partner Tim Wright in das Londoner Büro (JUVE 12/04) sowie Dr. Thomas Schrell von Lovells in das Frankfurter Büro (JUVE 07/04).

Cuatrecasas hat im Januar mit Miguel Trías Sagnier, dem ehemaligen Managing-Partner von Landwell-PwC, einen hochkarätigen Neuzugang für ihr Büro in Barcelona verzeichnen können. Gleichzeitig musste die spanische Top-Kanzlei ihren Kartellrechts-Partner in Madrid ziehen lassen: Antonio Creus wechselte zu DLA Piper Rudnick Gray Cary. Wenige Tage später konnte die US-/UK-Kanzlei außerdem die Ankunft des M&A-Anwalts José Sanchez Dafos von Allen & Overy für ihr Büro in der spanischen Hauptstadt vermelden.Cuatrecasas stärkt mit Sagnier die Corporate-Praxis ihres Stammbüros in Barcelona. Zu seinen Schwerpunkten gehören M&A, Securities Markets und Gesellschaftsrecht. Seit 2000 bekleidete er die Position des Managing Partners bei Landwell-PWC Barcelona.

Die vor allem für ihren Nahost-Fokus bekannte Münchner Kanzlei Krauss Amereller Henkenborg hat zum Jahreswechsel den IP-/Medienrechtler Dr. Volker Schmits (37) von Schwarz Kelwing Wicke Westpfahl als vierten Partner gewonnen. Schmits erweitert die bisherigen Schwerpunkte Marken-, Lizenzvertragsrecht und IT des IP-Teams um Namenspartner Dr. Uwe Henkenborg an der Schnittstelle Medien/Telekommunikation.Schmits berät vorwiegend Rundfunkunternehmen und Verlage in Kooperations-, Programm- und Vermarktungsfragen. Seine besondere Erfahrung zu technikbezogenen Infrastrukturprojekten soll Schmits auch im Rahmen der Nahost-Praxis der Kanzlei vom arabischen Dubai aus einbringen. Krauss Amereller unterhält in der Region außerdem Büros in Kairo, Damaskus und Bagdad. Unter Leitung von Namenspartner Dr. Florian Amereller berät die Kanzlei dort große Industrieunternehmen, darunter europäische Medienhäuser, beim Aufbau von Kommunikationsnetzen und anderen Anlagen.

Die Münchner Kanzlei Müller Fottner Steinecke hat sich zum Jahreswechsel mit dem Patentanwalt Harald Numrich verstärkt. Damit arbeiten in der gemischten Kanzlei nunmehr drei Patentanwälte.Vor seinem Eintritt bei Müller Fottner war Numrich in der Patentabteilung der Siemens AG und zuletzt als selbstständiger Patentanwalt tätig. Er ist als deutscher Patentanwalt und als European Patent and Trademark Attorney zugelassen. Numrich arbeitet mit Schwerpunkten in den technischen Gebieten der Physik, Informationstechnologie, Bioinformatik sowie Software- und Halbleitertechnologie.

Dr. Thomas Buß (38) hat Redeker Sellner Dahs & Widmaier in Bonn verlassen und ist seit Jahresanfang Partner der Axer Partnerschaft. Das Wachstum der Kölner MDP ist damit ungebrochen.Buß war bei Redeker seit 1999 als Anwalt in den Bereichen Gesellschaftsrecht, M&A sowie Zivilrecht tätig. Bei Axer wird er nunmehr als Partner seinen Beratungsschwerpunkt ebenfalls im Gesellschaftsrecht und M&A setzen. Zu seinem Wechsel gab Buß keine Gründe an. Er habe sich in gutem Einvernehmen von seiner alten Kanzlei getrennt.

Anlegerkanzlei mit Abgängen

Die auf Anlegerschutz spezialisierte Kanzlei Tilp Rechtsanwälte hat Anfang Februar zwei altgediente Partner verloren. Nach rund achtjähriger Zugehörigkeit ist am Kirchentellinsfurter Stammsitz Freiherr Wolf von Buttlar (40) ausgeschieden, in Berlin ging Stefan Frisch (40). Von Buttlar ist in die Kanzlei seines ehemaligen Kollegen Dr. Heinz Steinhübel in Tübingen gewechselt. Steinhübel war von 1997 bis 1999 Anwalt bei Tilp, als die Kanzlei noch unter dem Namen Tilp & Kälberer firmierte. Im Anschluss hatte Steinhübel sich selbstständig gemacht und arbeitet mittlerweile mit zwei weiteren Anwälten zusammen.

Insolvenzriese gespalten

Die Insolvenzgroßkanzlei Wellensiek Grub & Partner ist nach vier Jahren in ihre Ursprungsteile zerfallen. Künftig machen die elf Partner von Wellensiek - mit Stammsitz in Heidelberg - und die sieben Grub-Partner in Stuttgart wieder alleine weiter.Die Trennung der Einheiten um Dr. Jobst Wellensiek (72) und Dr. Volker Grub (67), zwei der namhaftestesten Insolvenzverwalter Deutschlands, kommt überraschend. Beobachter haben jedoch bereits seit langem auf eine stockende Zusammenarbeit der beiden Kanzleiteile hingewiesen. Auf der einen Seite standen die von Wellensiek-Partnern dominierten Büros in Heidelberg, Frankfurt, Düsseldorf, Berlin, Dresden, Erfurt, Leipzig und Hildesheim, auf der anderen Seite das Grub-Büro in Stuttgart. Nur in dem noch recht jungen Münchner Standort scheint eine Zusammenarbeit stattgefunden zu haben.

Neu in München

Mit drei neuen Partnern eröffnet Avocado Rechtsanwälte ein Büro in München. Damit verfügt auch die dritte Einheit des auseinandergebrochenen Arcon-Verbunds wieder über eine Repräsentanz in der bayerischen Landeshauptstadt. Anders als bei Sibeth und Heisse Kursawe mit Stammsitzen in München war der Standort für Avocado durch die Trennung Ende des vergangenen Jahres weggefallen.

Weiterer Berliner Lovells-Partner geht

Dr. Volkmar Jesch (46), Local Managing Partner des Berliner Standorts von Lovells, verlässt die Kanzlei und schließt sich zwei alten Bekannten an: den beiden (Ex)-Lovells Partnern und Notaren Nikolaus Ley und Klaus Racky.Über Ley und Racky war bereits Ende Januar bekannt geworden, dass sie ein eigenes Berliner Büro eröffnen wollen. Anfang April soll dies nunmehr zu dritt geschehen. Während Jesch und Ley das Berliner Lovells-Büro Ende März gemeinsam verlassen werden, hatte Racky der Kanzlei bereits im vergangenen Oktober den Rücken gekehrt.

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