Markt und Management

Mit einer ungewöhnlichen Personalie wartet die amerikanische Juristenvereinigung American Bar Association (ABA) auf sich aufmerksam gemacht: Als einer der ersten Inhouse-Anwälte wird künftig Richard Wallis, General Counsel beim Software-Giganten Microsoft, die Antitrust-Abteilung der ABA leiten.Vor Wallis hatte lediglich General Motors-Jurist Robert Weinbaum von 1997 bis 1998 diese Position inne.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Das Arbeitsrechtsteam der Kölner Wirtschaftsboutique Schlütter Debatin & Bornheim hat zwei Quereinsteiger gewonnen. Der Arbeitsrechtler Dr. Ulf Goeke (37) kam zum Jahreswechsel von der Deutschen Bank in Frankfurt, Dr. Peter Pougin (36), Professor an der Kölner Fachhochschule, verstärkt schon seit November 2003 die Kanzlei. Goeke, der sich als Justiziar bei der Deutschen Bank mit Personalfragen beschäftigte, ist bei Schlütter als Partner eingestiegen. Gute Kontakte zu dem bekannten Schlütter-Arbeitsrechtler Dr. Stefan Seitz hat er schon aus früherer gemeinsamer Praxis bei Heuking Kühn Lüer Wojtek in Düsseldorf.

Prof. Siegbert Alber (67), seit Oktober 1997 Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof, ist seit März als Counsel für Ernst & Young und EY Law Luther Menold tätig. „Dies ist ein großer Fortschritt im Hinblick auf das EU-Center in Brüssel“, zeigte sich Dr. Andreas Geiger, im Brüsseler Büro für Europarecht und Lobbying verantwortlich, überzeugt.

Die bislang unter Haug & Luttermann firmierende Leipziger Kanzlei hat sich nach einigen personellen Wechseln umbenannt. Nach dem Ausscheiden von Mitgründer Dr. Joachim Luttermann und Christian Kott sowie dem Eintritt von Rüdiger Frank firmieren die derzeit sechs Anwälte unter Haug, Frank & Kollegen.Uwe Haug und Luttermann hatten vor rund zehn Jahren die Kanzlei mit einer ungewöhnlichen Konstruktion versehen: Sämtliche Anwälte arbeiten selbstständig, sind aber über eine Verwaltungsgesellschaft miteinander verbunden und fahren so eine gemeinsame Strategie.

Der namhafte New Yorker Litigation-Anwalt Saul Morgenstern hat im Februar Dewey Ballantine verlassen und ist zu Kaye Scholer gewechselt. Morgenstern war 22 Jahre bei Dewey tätig gewesen.Seinen überraschenden Schritt begründete Morgenstern unter anderem mit der stärkeren kartellrechtlichen Ausrichtung von Kaye Scholer. Trotz seiner prominenten Litigation-Mandate sehe er, wie er JUVE gegenüber betonte, seinen persönlichen Schwerpunkt in Kartell- und Trade-Prozessen: "Dies war einer der Hauptgründe, zu Kaye Scholer zu gehen."

Heimann und Baum

Ein sechsköpfiges Team um den bekannten Fondsspezialisten Roland Baum (43) hat sich von der Hamburger Kanzlei Heimann abgespalten. Ab April wird die auf die Beratung von Investmentfonds spezialisierte Gruppe als Baum Financial Services Law Team am Markt agieren. "Bei uns bleibt alles beim Alten, außer das wir jetzt anders heißen", erklärt Baum die jüngste Entwicklung. Auch künftig werde die neue Kanzlei Investment- und Kapitalanlagegesellschaften in rechtlichen und steuerlichen Fragen beraten. "Unser Team hat sich mit dem wachsenden Investmentfondsmarkt in Deutschland über die letzten Jahre entwickelt. Diese Fokussierung möchten wir nun noch weiter fortentwickeln."

Clifford

Kevin Kelley (47), New Yorker Partner bei Clifford Chance und internationaler Leiter der Praxisgruppe US-Securities, ist Mitte März zu Gibson Dunn & Crutcher gewechselt. Mit Kelley verliert Clifford in den USA bereits den achten Praxisgruppenleiter.Erst vor wenigen Wochen hatte Robert Finley, Leiter Banking & Financial Restructuring, das New Yorker Clifford-Büro in Richtung King & Spalding verlassen. Insgesamt haben in den vergangenen eineinhalb Jahren rund 20 US-Partner Clifford den Rücken gekehrt, und damit immerhin über zehn Prozent der ursprünglichen Gesamtzahl.

IPO Ja

Bei dem für den 26. März geplanten Börsengang des Münchner Halbleiter-Zulieferers Siltronic AG haben Hengeler Mueller das Unternehmen und Freshfields Bruckhaus Deringer die Konsortialbanken begleitet. Der IPO von Siltronic, einer Tochter des Spezialchemiekonzerns Wacker-Chemie, wäre nach dem kurzfristig abgesagten Börsengang von X-FAB die erste Börsenemission seit Herbst 2002.

IPO Nein

Aus für den ersten Börsengang in Deutschland seit 2002: Wegen angeblich verschlechterter Bedingungen an den Kapitalmärkten hat der Londoner Konsortialführer ING Investment das umstrittene IPO des Erfurter Halbleiterherstellers X-FAB zwei Tage vor dem geplanten Start am 19. März abgesagt. Linklaters beriet den X-FAB-Börsengang als Transaction-Counsel umfassend. Aktionärsschützer hatten dem Unternehmen und den beteiligten Konsortialbanken - außer ING auch DZ-Bank und HSBC Trinkaus & Burkhardt - eine dilettantische Vorbereitung vorgeworfen.

Der Gesellschaftsrechtler Dr. Georg Lange (36) ist Mitte März als Partner der Frankfurter Kanzlei Döderlein & Partner beigetreten. Zuvor war Lange als angestellter Anwalt bei Nörr Stiefenhofer Lutz am Main tätig.Neben der klassischen gesellschaftsrechtlichen Beratung, will sich Lange bei Döderlein auch der Unternehmensfinanzierung, der Beratung in der finanziellen Krise sowie Umstrukturierungen und Unternehmenskäufe widmen. Hier kann der Jurist Aufbauarbeit leisten: Döderlein hatte bislang ihren eindeutigen Schwerpunkt im Immobilienwirtschaftsrecht, öffnet sich jedoch seit einiger Zeit auch anderen Feldern. So war vor rund einem Jahr der ehemalige Syndikus des aufgelösten Mobilfunkanbieters Viag Interkom, Dr. Ernst Georg Berger, zu Döderlein gestoßen, um Telekommunikationsrecht und gewerblichen Rechtsschutz anzubieten.

Immobilienrecht

Heiermann Franke Knipp hat sich Anfang März mit der Frankfurter Kanzlei Bögner Hensel Gern & Partner zu einer Kooperation zusammengeschlossen. Heiermann, die zu den in Deutschland führenden Kanzleien im Baurecht gehört, legt ihren Schwerpunkt auf die umfassende baubegleitende und vergaberechtliche Beratung, komplettiert durch Mietrecht. Bögner bietet dagegen neben Immobilienrecht auch gesellschafts- und steuerrechtliche Beratung an. Darüber hinaus verfügt die Kanzlei über ein Notariat und über betriebswirtschaftliche Kompetenz.

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