Markt und Management

MDPs

Beiten Burkhardt Goerdeler stellt sich neu auf und verändert zugleich die internen Strukturen. Vor dem Hintergrund von Regelverschärfungen für multidisziplinäre Beratungsunternehmen hat die Kanzlei rückwirkend zum Oktober die gesellschaftsrechtliche Verflechtung mit KPMG aufgelöst. Seit der Fusion mit der KPMG-Kanzlei Treuhand & Goerdeler vor zwei Jahren war Beiten Burkhardt offiziell mit den Big Four-Wirtschaftsprüfern assoziiert. Künftig wollen beide Unternehmen auf einer Best-Friends-Basis locker zusammenarbeiten. Änderungen gibt es auch innerhalb der Sozietät: An der Spitze lösen die jüngeren Partner Dr. Thomas Sacher (Nürnberg) und Frank Obermann (Berlin) im Team den bisherigen Managing Partner Dr. Jürgen Burkhardt ab. Außerdem wurden die Partnerstrukturen der Kanzlei endgültig vereinheitlicht, die ehemaligen Treuhand & Goerdeler-Anwälte sind nun vollständig integriert.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Abgänge

Es scheint der langsame Niedergang einer Kanzlei: Coudert Brothers muss in Deutschland erneut die Abgänge wichtiger Partner verkraften. Die jüngsten Hiobsbotschaften kommen dabei aus München, Berlin und Frankfurt.

Schnäppchen

Die traditionsreiche New Yorker IP-Kanzlei Pennie & Edmonds hat sich zum Jahresende aufgelöst. Mindestens 25 IP-Partner und 75 Associates der insgesamt 190 Berufsträger wechselten laut Presseberichten aus dem New Yorker Pennie-Büro zu Jones Day. Auch aus den beiden Pennie-Büros in Palo Alto und Washington D.C. zieht es eine bislang noch unbekannte Zahl von Anwälten zu der Cleveland-Kanzlei.Ausschlaggebend für die Auflösung der 120 Jahre alten Pennie & Edmonds waren die vorangegangenen Fusionsgespräche zwischen Pennie und Jones Day und das anschließende Angebot an einen Großteil der Anwälte, Jones Day beizutreten. In einem internen Memorandum, das Anfang Dezember in der US-Presse veröffentlicht wurde, gab die Führungsriege der renommierten IP-Kanzlei dann das Aus zum Jahresende bekannt. Die Belegschaft wurde gleichzeitig darauf hingewiesen, dass diejenigen, die bis dato noch kein Angebot von Jones Day erhalten hätten, zum Jahresende automatisch gekündigt seien.

Der Anwaltsmarkt – Reise in ferne Galaxien und in die unendlichen Weiten des Weltraums. Immer wieder machen sich juristisch vorgebildete Erdenbewohner auf, den Markt zu deuten und in ihrem Sinne zu gestalten. Dabei gibt es viele Wege, in Theorie und Praxis.

Der Anwalts-Exodus bei Heussen Rechtsanwälte (siehe dazu auch den Jahresrückblick) setzt sich fort: Nach zuletzt Michael Schmittmann aus Düsseldorf (JUVE Rechtsmarkt 12/03) wurden nun weitere Abgänge bekannt.So wechselte der Hamburger Standortleiter von Heussen Rechtsanwälte, Dr. Lothar Ende, zum Jahresbeginn als Partner zu Heuking Kühn Lüer Wojtek. Der 37-Jährige ist spezialisert auf die Bereiche M&A, Energie- und Vertriebskartellrecht. Ende war vor drei Jahren von White & Case, Feddersen zu Heussen-Vorgänger PwC Veltins gekommen und seither maßgeblich am Aufbau des Hamburger PwCV-Standortes beteiligt.

Berlin

Michael Havers (41) und Dr. Ulrich Arlt (39) haben ihren Wechsel von Knauthe Eggers in das Berliner Büro von Brinkmann & Partner zum 1. Januar 2004 angekündigt. Die im Markt speziell für ihre Arbeit in der Insolvenzverwaltung bekannte Kanzlei mit Stammsitz in Hamburg erweitert damit ihre Prozesspraxis sowie das rechtsberatende Segment. Havers, der als Regionalpartner einsteigt, wird zudem ein Notariat in der Bundeshauptstadt aufbauen. "Nach mehr als zehn Jahren bei Knauthe möchte ich mich beruflich verändern, um meine Erfahrung, insbesondere aus den Bereichen Corporate Finance und Grundstücksrecht, gemeinsam mit Herrn Dr. Arlt und einem neuen Team umzusetzen", kommentierte Havers. "Die Zeit ist reif, die Erfahrung mit dem Führen großer Prozesse und der Bearbeitung größerer Mandate in ein neues Umfeld einzubringen", erklärte sein Kollege Arlt.

Fries

Zum 1. Januar 2004 hat die Nürnberger Wirtschaftskanzlei Fries Rechtsanwälte mit der neu gegründeten Würzburger Kanzlei Leschnig, Becker, Herrmann und Kollegen fusioniert. Während einer zweijährigen Übergangsphase werden die Würzburger beide Namen im Briefkopf führen. Danach wird die Kanzlei unter dem Namen Fries voll in die Nürnberger Sozietät integriert werden.Insgesamt sechs Anwälte um Angela Leschnig sind im neuen, mit Fries verbundenen Standort tätig. Die beiden Arbeitsrechtler Leschnig und Andreas Becker kommen aus der Kanzlei Becker Leschnig Mottl Wilhelm & Kollegen, die unter dem Namen Mottl Wilhelm Leopold und Gurk in Würzburg weiter bestehen wird.

Baker & McKenzie nimmt mit Patrick Lion einen Steuerrechtler von PwC als Partner in ihrem Brüsseler Büro auf. Der 38-Jährige verfügt neben seiner Steuerexpertise auch über einschlägige Erfahrungen in Deutschland: Ende der neunziger Jahre hatte er für eineinhalb Jahre beim PwC-Vorgänger Coopers & Lybrand in Frankfurt gearbeitet.

Die multidisziplinäre Sozietät GGV Grützmacher Gravert Viegener hat ihr Frankreich-Team in Paris ausgebaut: Vom Frankfurter Kanzlei-Stammsitz wechselte zunächst GGV-Partner Eric Savoie (50) zum Jahresende an die Seine. Neu in Paris ist zudem die Gesellschaftsrechtlerin Marie-Francoise Thiéry (40). Sie kam von der früheren Sozietät Tomasi - heute Nomos -, die nach Angaben von GGV auch eindeutig auf deutsche Mandanten ausgerichtet war.Mit dem Zugang umfasst das deutsch-französische Team nun zwölf Anwälte aus beiden Jurisdiktionen. Bereits Anfang 2003 waren der auf deutsch-französischen Rechtsverkehr spezialisierte Anwalt Dr. Arno Maier-Bridou (47) und seine Ehefrau Nathalie Maier-Bridou (42) als Partner zum Frankfurter Büro gestoßen.

Die Münchner Sozietät Krauss Amereller Henkenborg hat im September in der irakischen Hauptstadt Bagdad eröffnet und ist zudem seit November in Dubai präsent. Die Kanzlei ist durch Namenspartner Dr. Florian Amereller seit langem im Nahost-Geschäft spezialisiert und berät weltweit agierende Unternehmen bei ihren Aktivitäten in der Region. In Zusammenarbeit mit einheimischen Anwälten ist die Kanzlei außerdem in Kairo und Damaskus vertreten.In Bagdad sind derzeit sechs irakische und ein jordanischer Anwalt für Krauss Amereller tätig. Leiter des Büros ist der Iraker Dr. Fadel Jawad Kadhum, der nach Angaben der Kanzlei "über mehr als 20 Jahre fast sämtliche der großen vom irakischen Staat geschlossenen Verträge verhandelt hat". Im Irak betreut die Kanzlei mehrere namhafte internationale und deutsche Unternehmen, unter anderem ein Konsortium von Telekommunikationsunternehmen in einem großen Infrastrukturprojekt. Ab Januar erweitert Krauss Amereller das Bagdad-Team um einen europäischen Anwalt, der langjährige Erfahrung aus einer Großkanzlei mitbringt und permanent im Irak tätig sein wird.

Osborne Clarke

Die spanische Osborne Clarke-Partnerin Nuria Martín Barnés ist Anfang Dezember in Köln zur neuen Vorsitzenden des europaweiten Netzwerks der Kanzlei gewählt worden. Beim Jahrestreffen aller Managing Partner der europäischen Büros und ihrer Delegationen wurde Martín für das Amt bestimmt, das sie ein Jahr lang ausüben wird. Die Corporate-Partnerin aus Barcelona löste damit turnusgemäß Patrick de Wolf, Chef des belgischen Allianzmitglieds De Wolf & Associés, ab.

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