Markt und Management

Allen & Overy

Nachdem bereits Mark Welling, Leiter der internationalen Kapitalmarktabteilung, und Stephen Denyer, Managing Partner für den Bereich Europa, nach Frankfurt am Main gekommen sind, hat Allen & Overy noch zwei weitere Bankrechtler aus ihrer internationalen Praxis in ihr Frankfurter Büro entsandt.Mit diesem Schritt hat Allen & Overy ihre Präsenz in Deutschland weiter verstärkt. Heather McCallum und George Link sind beide auf das Kapitalmarktrecht konzentrierte Partner. Zu ihren Schwerpunkten gehört die rechtliche Begleitung syndizierter Kreditvergaben bei Projektfinanzierungen sowie bei Akquisitions- und Assetfinanzierungen.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Das bisher sechsköpfige Berliner Büro der internationalen Kanzlei Wilmer, Cutler & Pickering wird in Kürze Verstärkung erhalten: Dr. Roland Steinmeyer, der bisher bei Beiten Burkhardt Mittl & Wegener tätig war, wird als Partner den Bereich des Gesellschaftsrechts verstärken. Anfang des Jahres hatte die Kanzlei bereits durch die Aufnahme des ehemaligen Bundesverkehrsministers Matthias Wissmann prominenten Zuwachs bekommen. Wilmer, Cutler & Pickering ist besonders bekannt durch ihre Arbeit im Kartell-und Luftverkehrsrecht, insbesondere der regulatorischen Fragen, und bei Flughafenprivatisierungen.

Nur kurze Zeit nachdem ein Partner von Schürmann & Partner zu Ashurst Morris Crisp gewechselt war, verlor Schürmann vier weitere Anwälte, darunter drei Partner, an das Frankfurter Büro von Andersen Freihalter. Der wohl bekannteste unter den vieren, von denen die meisten bereits zum 1. Juli die Kanzlei wechseln, ist Dr. Mark Kersting, der in den vergangenen Jahren besonders in den Bereichen Börseneinführungen und Corporate Finance tätig war. Gemeinsam mit Kersting und zwei weiteren Partnern, Dr. Lars Nevian (Arbeitsrecht) und Dr. Werner Mielke (Gesellschaftsrecht), wechselt auch Wulf-Axel Schmidt.

Boesebeck Droste überraschte Anfang des Monats die Kartellrechtsszene mit der Nachricht, daß die Kanzlei mit Dr. Ferdinand Hermanns einen der führenden Kartellrechtler zur Verstärkung für ihre wachsende Kartellrechtspraxis gewinnen konnte.Hermanns wird zum 1. Juli als Partner für die Standorte Düsseldorf and Brüssel der Sozietät beitreten. Damit wächst die Kartellrechtsgruppe der Kanzlei auf nunmehr fünf Partner und vier angestellte Anwälte. „ Wir sind eine junge Truppe, die in den letzten Jahren organisch gewachsen ist“, berichtet Dr. Thomas Jestaedt, Leiter des Brüsseler Büros und der Praxisgruppe Kartellrecht bei Boesebeck Droste. „Mit Dr. Hermanns gewinnen wir einen erfahrenen Partner mit hervorragendem Ruf, der in jeder Hinsicht zu uns paßt. Wir kennen und schätzen uns bereits seit vielen Jahren.“

Die seit letztem Jahr mit PricewaterhouseCoopers verbunde Insolvenzkanzlei Schultze & Braun hat im 2. Quartal dieses Jahres durch die Übernahme der Insolvenzabteilung von Schulze Castringius & Partner ein Büro in Bremen eröffnet. „Ausgangspunkt war, daß wir in Norddeutschland einen Standort haben wollten“, erklärt Dr. Eberhard Braun die Vorgehensweise. Man hat sich dann nach einem geeigneten Partner umgesehen, und in den Insolvenzverwaltern Edgar Grönda und Uwe Kuhmann und ihrem Team die passenden Leute gefunden.

Auf einer Partnerversammlung Mitte Mai hat Oppenhoff & Rädler beschlossen, den bisherigen Geschäftsführungsausschuß durch einen Managing Partner zu ersetzen. Dieser wird zukünftig die Beschlüsse des Partnerrates umsetzen, der neben dem Managing Partner aus dessen Vertreter, dem Kanzleisprecher, und den Vertretern der neugegliederten Fachbereiche besteht.

Bereits am 19. Februar 1999 haben sieben Insolvenzverwalter ein neues Kontaktforum für ihren Bereich eingerichtet. Die Insolvenzverwalter, die gleichzeitig dem Vorstand des Arbeitskreises Insolvenzrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) angehören, haben den neuen Bund außerhalb des DAV unter dem Namen Arbeitskreis der Insolvenzverwalter Deutschland e. V. etabliert. Der Vorstand besteht derzeit aus fünf namhaften Verwaltern.

Rödl & Partner hat im Zuge einer Fusion mit dem Steuerbüro Guarnerio Petrucci ein Büro in Mailand eröffnet. Das multidisziplinäre Beratungsunternehmen mit Stammsitz in Nürnberg verfügt damit über mehr als 50 Standorte weltweit mit Schwerpunkten in Osteuropa und den neuen Bundesländern.Neu eröffnet wurde in den vergangenen Monaten außerdem ein Büro in Istanbul und ein zweites Hauptquartier des Unternehmens in Djakarta (Indonesien). Englischen Presseberichten zufolge strebt Rödl & Partner derzeit außerdem eine Kooperation in New York sowie die Verstärkung des eigenen Frankfurter Büros mit US-Anwälten an. Vor kurzem erhielt das Unternehmen die Zulassung für die Erstellung von Bilanzen durch die New Yorker Börse (SEC).

Kurz vor Redaktionsschluß erreichte uns die Meldung, daß Beiten Burkhardt Mittl & Wegener eine strategische Allianz mit der französischen Kanzlei Moquet Borde und der italienischen Sozietät Pavia e Ansaldo eingehen wird. Beiten-Partner Dr. Jürgen Burkhardt wollte der britischen Quelle gegenüber die Meldung nicht bestätigen, sagte aber: „Frankreich und Italien sind interessante Märkte, und es ist sinnvoll, zunächst die eigenen Kräfte auf dem Kontinent zu bündeln und von dort aus zu expandieren.“ Morquet Borde stand nicht für einen Kommentar zurVerfügung.

Das 1994 eröffnete Büro von Rückel & Collegen in Atlanta unter Leitung von Dr. Christoph Rückel und ein Teil des bisherigen Münchner Standortes der Kanzlei hat sich im Mai mit insgesamt fünf Anwälten der US-Sozietät Nelson Mullins, Riley & Scarborough (Atlanta) angeschlossen, die dadurch auf 220 Anwälte mit weiteren Büros in Charlotte/NC und vier Standorten in South Carolina wächst. Symbolischer Wert kommt der Fusion als wohl erster zwischen einer deutschen und einer US-Kanzlei zu.Rückel, der sich 1977 in München selbständig machte und sich einen Namen vor allem als bedeutender Strafrechtler machte, hat mit seiner Kanzlei in jüngerer Zeit einen Schwerpunkt vor allem in der Betreuung von Immobilieninvestitionen und der Beratung in Fonds- und Finanzierungsfragen deutscher und europäischer Anleger in den USA ausgebaut, der unverändert durch NMRS angeboten werden wird.

Der Fachanwalt für Insolvenzrecht ist nunmehr fast beschlossene Sache. In ihrer Sitzung in Köln vom 21./22. März 1999 hat die 7. Satzungsversammlung bei der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) diese und weitere Änderungen zur Fachanwaltsordnung vereinbart.Der Vorstand der BRAK muß zwar noch zustimmen, aber fest steht bereits, daß der Katalog der Fachanwaltschaften auf sieben erweiten wird. Die Qualifikationsanforderungen umfassen neben 60 allgemeinen Fällen die Mitwirkung als Insolvenzverwalter in mindestens fünf Insolvenzverfahren nach der InsO, wobei der Schuldner in zwei Verfahren mehr als fünf Arbeitnehmer beschäftigt haben muß. Im theoretischen Teil müssen 60 Zeitstunden betriebswirtschaftliche Grundlagen in Buchführung, Bilanzierung, Rechnungslegung, Sanierung und Liquidation nachgewiesen werden.

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