Markt und Management

Zuschlag für das im Rahmen des TA-ClS-Programms zur Unterstützung der GUS-Staaten von der EU-Kommission ausgeschriebene Projekt "Verwaltungsrecht für die Russische Föderation" hat die international tätige Kanzlei Gleist Lutz Hootz Hirsch zusammen mit der Universität Potsdam (Professor Umbach) und der Humboldt-Universität Berlin (Professor Blankenagel) als Bieterkonsortium erhalten. Das auf zweieinhalb Jahre terminierte Projekt soll in Zusammenarbeit mit dem russischen Präsidialamt, den Regionen und russischen Verwaltungsrechtsexperten die Gesetzgebungsverfahren der Russischen Föderation im Verwaltungsverfahrens- und Verwaltungsprozeßrecht unterstützen.

Personalien

Personalien Icon
Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Das Düsseldorfer Büro von Boesebeck Droste begleitete durch Partner Dr. Eckhart Petzold mit Unterstützung der Kanzlei Gianni Origoni & Partners den Erwerb von 90% der Anteile am italienischen Express- und Paketunternehmen MIT S.r.I. durch die Deutsche Post AG. Das italienische Familienunternehmen mit etwa 1000 Beschäftigten und 74 Niederlassungen wurde von der Mailänder Kanzlei Lo Passo vertreten.

Im Norden was Neues

Mit der Fusion der traditionsreichen Kanzleien Göhmann Wrede und Haas Monnerjahn & Partner (mit Seniorpartner Dr. Eberhard Haas, seit 1991 BRAK-Präsident) ist im niedersächsischen Raum nach Danckert Böx Meier ein weiterer Zusammenschluß erfolgt. Mit Göhmann Wrede Haas entstand eine der größten Kanzleien der Region mit zusammen 48 Anwälten an sechs Standorten in Braunschweig, Bremen, Hannover, Leipzig, Magdeburg und Barcelona.

Dr. Thomas Paul, einer der führenden Investmentfondrechtler in Frankfurt, ist zu Hengeler Mueller Weitzel Wirtz zurückgekehrt, von wo er 1995 zu Oppenhoff & Rädler gewechselt war. Paul wird bei Hengeler das Team Finanzmärkte verstärken, das mit Dr. Michael Thoma und Dr. Edgar Wallach bereits über ausgewiesene Spezialisten im Investmentfondsbereich verfügt.

Die 1990 gebildete überörtliche Sozietät Fiedler & Forster hat sich aufgelöst. Zwei der fünf Büros gehen zu anderen Kanzleien, eins wird geschlossen, die zwei übrigen operieren künftig selbständig.Die Sozietät, nach Auskunft eines Partners "immer nur eine Außensozietät", zerbrach aufgrund interner Differenzen zur Frage der künftigen weiteren Integration. So wollte das Frankfurter Büro im Gegensatz zu München ein Profit-Sharing-System einführen, und auch in den unterschiedlichen strategischen Ausgangspositionen der Standorte Stuttgart und Frankfurt sehen Beobachter einen der Hauptgründe für das Ende von Fiedler & Forster.

Haarmann, Hemmelrath & Partner hat in jüngerer Zeit den bereits fünf internationalen Standorten vier weitere in Rumänien, Ungarn, Schanghai und Singapur hinzugefügt. Bereits seit November letzten Jahres ist man mit einem vierköpfigen internationalen Team in Bukarest vertreten, und seit März besteht ein Büro in Budapest mit acht Beratern. Beide Büros bieten auch Wirtschaftsprüfungsleistungen.

Mit der Aufnahme der schwedischen Kanzlei Wistrand (Stockholm, Göteborg, Malmö) umfaßt das internationale Netzwerk von Heuking Kühn Lüer Heussen Wojtek und der britischen Sozietät Denton Hall jetzt sieben europäische Mitgliedskanzleien, darunter in Skandinavien bereits Partner in Dänemark und Norwegen. Die weiteren Mitglieder kommen aus Frankreich, Spanien und Österreich.

Boesebeck Droste

Mit der Verpflichtung von Rainer Süßmann, dem Leiter der Abteilung Marktüberwachung des Bundesaufsichtsamtes für den Wertpapierhandel, verbuchte Boesebeck Droste einen bemerkenswerten Erfolg bei der Verstärkung des Frankfurter Büros im Bereich Bankrecht. Süßmann hat seine Tätigkeit bereits Anfang Februar aufgenommen.Zuvor war der angesehene Experte im Kapitalmarkt-, Börsen- und Bankrecht mehrere Jahre Mitarbeiter der Deutschen Börse AG. Seit 1994 unterstützte Süßmann als Leiter des Referats Insiderüberwachung den Aufbau des neugegründeten BAWe. In seiner jüngsten Position betreute er seit 1996 die Bereiche Insiderüberwachung, Ad-Hoc-Publizität, bedeutende Stimmrechtsanteile und Meldepflichten.

Zum 1. März 1999 ist der ehemalige Bundesverkehrsminister und derzeitige Vorsitzendes Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Technologie, Matthias Wissmann, als Partner in das Berliner Büro der US-amerikanischen Sozietät Wilmer, Cutler & Pickering eingetreten.Der Partnerschaft voraus gingen langjährige persönliche Verbindungen Wissmanns zu Partnern der 1962 in Washington D. C. gegründeten, international angesehenen Kanzlei. Die traditionellen Schwerpunkte der US-Kanzlei im Regulierungs- und Deregulierungssektor sowie insbesondere für Deutschland im Luftverkehrsrecht decken sich darüber hinaus mit den Interessen Wissmanns, der als verkehrs- und wettbewerbspolitischer Experte gilt.

Der ehemalige Chef-Justiziar von DF1, Dr. Ralf Weisser, verließ bereits zum Herbst letzten Jahres den Sender, um bei Beiten Burkhardt Mittl & Wegener den Bereich Medien-Telekommunikations- und Urheberrecht zu verstärken.Weisser, der zuvor bei einer führenden deutschen Kanzlei und der Washingtoner Sozietät Bryan Cave tätig war, wechselte 1994 in die Rechtsabteilung der Kirch-Gruppe und baute seit Anfang 1996 die Rechtsabteilung von DF1 auf, die er knapp drei Jahre lang leitete. Im klassischen Beiten-Schwerpunkt Medien wird Weisser künftig besonders den Bereich Film betreuen, der überdies weiter ausgebaut werden soll.

Das Dresdner Büro der aus Freiburg stammenden Kanzlei Bappert Witz & Selbstherr konnte zwischen Dezember 1998 und Januar 1999 zweimal Zuwachs durch Partner aus Praxen größerer überörtlicher Sozietäten am gleichen Standort verbuchen.Ende letzten Jahres kam zunächst Michael Sadlo aus dem Dresdner Büro von Schürmann & Partner. Sadlo ist im Arbeitsrecht tätig und betreut in diesem Bereich unter anderem einige Bauunternehmen. Im Januar folgte als weiterer Partner Dr. Wolfgang Kau aus dem Dresdner Büro von Schön Nolte Finkelnburg & Clemm.