Markt und Management

Frontenwechsel

Frontenwechsel in Berlin: Thomas Porstner ist seit September neuer Justiziar von Pro Generika, dem Branchenverband der Generikahersteller in Deutschland. Der 38-Jährige kam vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Bei seinem neuen Arbeitgeber, der bislang über keine eigene Rechtsabteilung verfügte, übernimmt Porstner zudem die Aufgabe des Pressesprechers. Pro Generika vertritt die Interessen von 16 Unternehmen, die sich auf die Entwicklung und Produktion von patentfreien und wirkstoffgleichen Nachahmer-Arzneimitteln spezialisiert haben.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Rückschlag für Beiten

Der anerkannte Immobilienrechtler Hans Thomas Kessler wechselt als Partner mit einem größeren Team zu SJ Berwin. Für Beiten Burkhardt hatte der 42-jährige Praxisgruppenleiter in den vergangenen Jahren ein erfolgreiches Immobilienteam aufgebaut und zählte zuletzt zu den umsatzstärksten Partnern der Kanzlei. Der genaue Zeitpunkt seines Wechsels steht noch nicht fest.Gleichzeitig mit der Entscheidung Kesslers wurde bekannt, dass der SJ-Berwin-Immobilienpartner Dr. Sebastian Gronstedt (51) die Kanzlei verlassen und sich zum Oktober Haarmann anschließen wird. Ein Zusammenhang mit dem Zugang von Kessler soll jedoch nicht bestehen. Gronstedt war seit Frühjahr 2001 bei SJ Berwin.

Große Verstärkung

Der langjährige Deutsche-Bank-Syndikus Prof. Dr. Reinhard Marsch-Barner schließt sich zum Oktober Linklaters an. Marsch-Barner, der zum September mit Erreichen des 65. Lebensjahrs bei Deutschlands größter Bank ausgeschieden ist, steigt als of Counsel ein.Mit ihm gewinnt Linklaters einen hoch angesehenen Aktien- und Kapitalmarktrechtler. Marsch-Barner war seit 1973 bei der Deutschen Bank und dort langjährig im Corporate Center tätig. Dabei war er an zahlreichen strategischen Projekten und Transaktionen des Bankhauses beteiligt, daneben unter anderem aber auch in den spektakulären Mannesmann-Prozess eingeschaltet. Zuletzt trat er im Zusammenhang mit dem Übernahmekampf zwischen den Automobilzulieferern Schaeffler und Continental in Erscheinung, in dem die Deutsche Bank Continental bei ihrem Abwehrversuch unterstützte.

Lebensmittelrecht

Zum kommenden Jahr wechselt die Leiterin Recht der Fuchs-Gewürze-Gruppe, Dr. Anne-Katrin Herrmann, zur Pharma- und Lebensmittelrechtsboutique Dr. Schmidt-Felzmann & Kozianka nach Düsseldorf. Die 31-Jährige war dann drei Jahre bei Fuchs.Bei Schmidt-Felzmann steigt sie zunächst als Associate ein. Der Kontakt kam über Dr. Astrid Hüttebräuker zustande, die im April letzten Jahres für die Hamburger Boutique ein Büro in Düsseldorf eröffnet hatte. Hüttebräuker und Herrmann kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Freshfields Bruckhaus Deringer. "Wir haben für den neuen Standort jemanden mit anwaltlicher Erfahrung als Verstärkung gesucht", sagte Hüttebräuker.

Neues Projekt

Die OFB-Projektenwicklung (Organisieren Finanzieren Bauen) in Berlin hat eine neue Niederlassungsleiterin. Im September stieß Petra Nowacki in die Dependance in der Bundeshauptstadt. Die 42-Jährige kam vom Strabag/Züblin-Konzern.Dort arbeitete sie vier Jahre, zuletzt als Direktionsleiterin Public Private Partnership der Züblin Development, jetzt Strabag Real Estate.

Allen & Overy baut ihre Präsenz im Nahen Osten aus: 6 Partner und 14 Associates aus London, New York, Paris, Frankfurt, Mailand und Brüssel verstärken die Büros in Dubai, Abu Dhabi und Riad. Darunter ist auch der renommierte deutsche Corporate-Partner Dr. Johannes Bruski (46), der Ende des Jahres von Frankfurt nach Riad zieht. "Für Johannes Bruski, der sich um die Entwicklung der deutschen Praxis sehr verdient gemacht hat, bedeutet der Wechsel nach Riad eine tolle Herausforderung und große Chance", sagte Dr. Helge Schäfer, Leiter Corporate von Allen & Overy Deutschland. "Uns bietet der Wechsel von Johannes Bruski die Möglichkeit, mit seiner Hilfe unsere Mandantenbeziehungen in der Region noch weiter zu intensivieren."

SJ Berwin hat ihr Managementgremium, das so genannte Strategy Committee, um drei Mitglieder erweitert. Künftig gehören ihm zwölf Partner an.Die Wahl fiel auf drei Londoner Anwälte: Die Leiterin der Arbeitsrechtpraxis Nicola Kerr, Finanzexperte Jeremy Cross und Kartellrechtler Tom Usher. "Die neu ernannten Mitglieder repräsentieren Praxen, die sich als sehr wichtig für die gesamte Kanzlei erwiesen haben. Diese Bedeutung wollten wir mit der Wahl dokumentieren", sagte Rüdiger Knopf, deutsches Mitglied im Strategie-Ausschuss.

Mitte September fusionierte Hölters & Elsing mit der amerikanischen Kanzlei Orrick Herrington & Sutcliffe. Über den Zusammenschluss war bereits im Vorhinein im Markt viel spekuliert worden. Hölters & Elsing-Managing Partner Dr. Arno Frings (49) spricht nun über die Hintergründe der Fusion und darüber, was sich nun unter dem Namen Orrick Hölters & Elsing ändern wird. JUVE: Herr Frings, warum fusioniert die unabhängige Kanzlei Hölters & Elsing mit Orrick?

Wie im Londoner Lovells-Hauptquartier auf Harald Seislers Kandidatur für den Posten des weltweiten Managing Partner reagiert wurde, ist fast schon eine Schande. Als bekannt wurde, dass Seisler gegen Amtsinhaber David Harris antreten würde, hinterfragten die Lovells-Partner weder seinen Trackrecord noch seine Fähigkeiten als Manager. Stattdessen wurde laut darüber nachgedacht, ob der Deutsche wohl die Feinheiten der englischen Sprache ausreichend beherrschte, um die hoch sensible englische Partnerschaft zu besänftigen. Mit Abscheu und Entsetzen, so schien es, hatten die Partner mit ansehen müssen, wie ein Anwalt von außerhalb Londons die Unverfrorenheit besaß, einen amtierenden Managing Partner herauszufordern.

Die Chemie stimmt

Dr. Christoph Rachel, seit 2005 Chefjurist beim Immobilienbetreiber Vivacon in Köln, ist Anfang des Monats als Associate General Counsel zum Monheimer Spezialchemieunternehmen Cognis gewechselt. Bei Vivacon war der 48-Jährige zuletzt auch Vorstand des Wohnungsunternehmens WIAG.Rachel sagte, es habe ihn wieder in die Industrie zurück gezogen. Er wird bei Cognis, der einstigen Chemiesparte des Industriekonzerns Henkel, in den Bereichen Finance und Corporate beraten. Zugleich soll er einen der Geschäftsbereiche des Unternehmens mitbetreuen.

Straßburg

Marccus Partners hat zum September ein zweites Büro in Frankreich eröffnet. Nach Paris ist die Kanzlei nun auch in Straßburg präsent. Beraten werden sollen von dort aus insbesondere mittelständische deutsche Mandanten.Das Start-Team in Straßburg bilden Eric Riehl (44) und Andreas Spitz (41). Beide waren zuvor Partner bei TLS Landwell, der zum PricewaterhouseCoopers-Netzwerk gehörenden französischen Kanzlei. Auch bei Marccus stiegen sie als Partner ein. Ihre Beratungsschwerpunkte liegen im Gesellschaftsrecht, bei Restrukturierungen und im Insolvenzrecht sowie dem Handels- und Vertragsrecht.