Markt und Management

Nachzügler

Nach PwC und KPMG hat auch die Big-Four-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (E&Y) wieder eine eigene Rechtsanwaltsgesellschaft gegründet. Die Ernst & Young Law GmbH ist bereits seit August im Handelsregister eingetragen, Ende Oktober wurde nun 14 Juristen Prokura erteilt. Laut Handelsregister ist der Steuerrechtler und -berater Wilhelm Niggemann bereits seit Juni Geschäftsführer der neuen GmbH E&Y Law. Der 52-Jährige war bislang Partner bei E&Y in Hannover. Er und sein Team, darunter Dr. Henrik Ahlers (41), der Niggemann in die neue Rechtsanwaltsgesellschaft folgte, gelten als konsequente Verfechter des multidisziplinären Beratungsansatzes. Beide waren vor der Trennung von Luther und E&Y Ende 2006 so genannte Doppelbänder und damit Partner der Rechtsanwalts- und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, dort im Bereich Transaction Advisory Services.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Zurück nach Köln

Der Steuerrechtler Heinz Zimmermann (61) wechselt Anfang Dezember aus dem Berliner Büro von Hogan & Hartson Raue zu DLA Piper nach Köln.Der neue DLA-Partner kehrt damit in seine Heimatstadt zurück, wo er früher knapp zehn Jahre lang für die Linklaters-Vorgängerkanzlei Oppenhoff & Rädler gearbeitet hatte. Davor war er in eigener Praxis sowie bei den Wirtschaftsprüfern von Arthur Andersen tätig. Zimmermann ist als Rechtsanwalt, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer dreifach qualifiziert und war seit 2001 bei Hogan in Berlin.

Hamburg

Der erste Hamburger Associate-Spin-off von Freshfields Bruckhaus Deringer hat sich getrennt. Sechs der zuletzt acht Anwälte von HRE Hilbrandt Rückert Ebbinghaus gründeten zum November die Kanzlei Corinius. Der Arbeitsrechtler Dr. Christian Hilbrandt macht mit zunächst einer Associate unter dem bestehenden Namen HRE weiter.

Vorsichtsmaßnahme

Dewey & LeBoeuf hat vorübergehend einen Teil ihrer Partnerausschüttungen eingefroren. Anfang der Woche wurde bekannt, dass in der US-Kanzlei bestimmte Zahlungen, die aus dem Cashflow bestritten werden, seit einigen Monaten nicht mehr geflossen sind. Die Partner erhalten derzeit einen monatlichen Grundbetrag in fünfstelliger Höhe.Der deutsche Dewey-Managing Partner Dr. Hanno Berger bezeichnete die Beschränkung auf diese festgelegten monatlichen Vorabgewinnzahlungen als Vorsichtsmaßnahme, die sich aus der weltweiten Finanzkrise ergebe. "Ich begrüße diesen Schritt", so Berger. "Eine solide Liquiditätsplanung verbietet eine zusätzliche Ausschüttung über den ohnehin hohen monatlichen Vorabgewinn hinaus, wenn diese fremdfinanziert werden müsste."

Aufstieg

Dr. Martin Picherer (35), bisher Syndikus bei der österreichischen ACM Projektentwicklung, ist seit Mitte Oktober stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Leica Camera AG.Picherer verantwortet dort als Vorstandsmitglied die Felder Marketing und Vertrieb sowie den Geschäftsbereich Sportoptik. Ob er in seiner neuen Funktion auch noch juristisch tätig sein wird, war bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren.

Frankfurt

DLA Piper baut ihre Aufsichtsrechtspraxis in Frankfurt aus. Zum November kommt Dr. Mathias Hanten von SJ Berwin als neuer Partner. Der 42-Jährige bringt zwei Associates mit. Hanten war erst im vergangenen Jahr von PricewaterhouseCoopers als Counsel zu SJ Berwin gekommen, sieht aber seine Zukunft bei der schnell wachsenden amerikanisch-britischen Kanzlei. "DLA wächst systematisch und stark und bietet eine hervorragende Plattform", sagte Hanten. "Die verschiedenen Büros und Praxisgruppen arbeiten sehr vernetzt, und das ist eine essentielle Voraussetzung für die Beratung von Instituten, die einen Markteintritt in Deutschland suchen."

Von Frankfurt nach München

Der Finanzrechtler Dr. Michael Meissner, derzeit Partner im Frankfurter Büro von Raupach & Wollert-Elmendorff, wechselt voraussichtlich Anfang 2009 zu Dechert nach München. Der 41-Jährige wird dort der erste spezialisierte Partner für den Bereich Akquisitionsfinanzierung. Meissner unterstützt damit die starke Private-Equity-Praxis um Managing Partner Federico Pappalardo sowie Berthold Hummel, der Ende 2005 von 3i gekommen ist.

Hamburg

Graf von Westphalen besetzt in ihrem Hamburger Büro das Arbeitsrecht wieder mit einem Partner: Dr. Malte Evers (35), bisher assoziierter Partner bei Gleiss Lutz in Frankfurt, wechselt zum Dezember an die Elbe. Evers wird Vollpartner bei Graf von Westphalen, eine Zwischenstufe sieht die Sozietät nach eigenen Angaben auch für Quereinsteiger nicht vor. Evers, der ursprünglich aus Hamburg stammt, war seit 2003 bei Gleiss. "Das Arbeitsrecht hat bei Graf von Westphalen einen hohen Anteil an eigenständigem Geschäft, das nicht nur transaktionsbegleitend, sondern auch in Bereichen wie zum Beispiel der Umstrukturierungsbegleitung für sich steht", so Evers.

Zusammenschluss

Die Düsseldorfer Kanzlei B.B.O.R.S hat sich zum November mit KSVB Kreuznacht aus Münster zusammengeschlossen. Künftig heißt die Kanzlei B.B.O.R.S Kreuznacht Rechtsanwälte. Gleichzeitig haben der Arbeitsrechs-Partner Dr. Markus Sondermann (46) und die Associate Melanie Pabst-Mourkojannis (33) die Kanzlei verlassen. Sie schlossen sich Velten & Partner an, die seitdem als Velten Sondermann Rechtsanwälte firmieren. B.B.O.R.S wurde im Oktober 2004 als Spin-off von Hölters & Elsing-Partnern sowie einem Partner von Velten Franz Jakoby (später aufgeteilt in Franz Rechtsanwälte und Velten & Partner) gegründet. Mit zuletzt 15 Anwälten, davon 6 Partnern, war die überwiegend auf mittelständische Mandanten fokussierte Kanzlei neben dem Gesellschafts- und Telekommunikationsrecht auch verstärkt im Energierecht tätig. Die neue Konstellation umfasst nun 20 Anwälte, davon sind 9 Partner.

USA

Hogan & Hartson hat mit ehemaligen Partnern von Heller Ehrmann zwei neue Büros in Nordkalifornien eröffnet: Ab sofort ist die US-Sozietät neben Los Angeles an der Westküste auch in San Francisco und im Silicon Valley präsent. Gleichzeitig verstärkte Hogan ihr Büro in New York mit zwei neuen Partnern - Robert Buehler und Kenneth Kirschner. Die neuen Partner stammen alle aus der Litigation-Praxis der erst jüngst zerbrochenen US-Kanzlei Heller Ehrmann.

Frankfurt

Die Frankfurter Kanzlei LSV hat drei neue Partner gewonnen. Anfang Oktober stießen die Steuer- und IP-Anwältin Sabine Unkelbach-Tomczak (47), der Gesellschaftsrechtler Bernd Sensburg (43) sowie der Zivilrechtler Sven-Ejnar Gregor zu dem vormals als Lappat Schuett Veltins firmierenden Büro.Unkelbach-Tomczak war zuvor unter anderem Justiziarin zweier WP- und Steuerberatungsgesellschaften in Wiesbaden und Koblenz. Sensburg, der laut einer Pressemitteilung der Kanzlei über langjährige Erfahrung bei M&A-, VC- und Private Equity-Transaktionen verfügt, war vorher bei MDS Möhrle & Partner sowie Knorr Capital Partner tätig. Gregor, der im Erb- und Immobilienrecht sowie bei Zivilprozessen aktiv ist, war vorher selbstständig.