Meinung

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Schon wieder ein Minus! Das vierte Jahr in Folge gehen bei Clifford Chance die Umsätze in den Keller. Konnte sie im überaus guten Geschäftsjahr 2013/14 noch 196 Millionen Euro verbuchen, waren es zuletzt noch schlappe 175,6 Millionen. Das sind rund zehn Prozent weniger innerhalb von vier Jahren. Dabei hatte Managing-Partner Peter Dieners Ende 2014 die Partnerschaft auf Diät gesetzt: Neun Partner mussten die Kanzlei verlassen. Clifford komme nicht mehr auf die Füße, unkten damals Beobachter der Kanzlei.

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Schonungslos aufklären, Problemen im Unternehmen auf den Grund gehen: Compliance-Verantwortliche, die ihren Job ernst nehmen, wollen genau das. Aber dürfen sie das überhaupt noch wollen? Zwei aktuelle Urteile aus Großbritannien und der Fall Jones Day zeigen: Unterlagen aus internen Untersuchungen bei Kanzleien zu lagern, kann riskant sein. Es fehlen klare Regeln.

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Eigentlich sollte der Unified Patent Court (UPC), Europas erstes supranationales Zivilgericht, längst den Betrieb aufgenommen haben. Weil nun aber die wichtige Patentnation Großbritannien aus der EU austreten will, sind die Pläne ins Stocken geraten. Das ist gefährlich, denn die Hängepartie beim UPC könnte Patentrichter verschrecken.

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Die aktuelle azur-Bewerberumfrage zeichnet ein deutliches Bild: Eine Inhouse- statt einer Associatekarriere kommt nur noch für eine kleine Minderheit der Nachwuchsjuristen infrage. Gerade einmal zehn Prozent wollen ihre Juristenkarriere in einer Rechtsabteilung beginnen, halb so viele wie vor ein paar Jahren.

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Wenn Einstiegsgehälter für Top-Jura-Absolventen sich weiter und weiter nach oben schrauben, zeigt das vor allem eins: die Verzweiflung im Wettbewerb um die Besten. Der Grund für die exorbitanten Summen? Die Kanzleien brauchen guten Nachwuchs, der das Zeug hat, die nächste Partnergeneration zu prägen. Und dafür sind sie bereit zu zahlen – auch, weil keiner von der Konkurrenz abgehängt werden will.

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Nach nur einem Jahr als Chefaufklärerin verlässt Dr. Christine Hohmann-Dennhardt den VW-Konzern wieder. Diese Personalie lässt alle als Verlierer dastehen: Hohmann-Dennhardt, denn sie ist an den Wolfsburger Verhältnissen gescheitert. Vor allem aber VW selbst, denn der Konzern bestätigt wieder einmal alle, die ohnehin nicht glauben, dass es ihm ernst ist mit der Aufklärung des Dieselskandals.

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Als 2008 ein großes Mayer Brown-Team in Frankfurt für WilmerHale eröffnete, war das nicht nur ein personeller Scoop, sondern auch ein deutliches Bekenntnis zum deutschen Markt: Die Signale standen in der US-Kanzlei auf Wachstum. Davon ist nicht viel geblieben. Stattdessen heißt es derzeit Abbau.

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Anwaltsverein und Rechtsanwaltskammer wollen gesetzlich vorschreiben, dass in jedem der beiden Senate des Bundesverfassungsgerichts künftig mindestens ein Anwalt sitzt. Begründung: Das Hohe Haus verzichtet sonst ohne Not auf die wertvolle Kompetenz der Anwälte. Die Politik und das Verfassungsgericht selbst reagieren verhalten auf diesen Vorschlag. Zu Recht.

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Der Call for Cash bei King & Wood Mallesons ist ein Warnsignal. Auch wenn die Partner der Maßnahme mit überwältigender Mehrheit zugestimmt haben, ist damit die größte Herausforderung noch nicht gemeistert.

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Strategische Probleme bei einer Kanzlei entstehen nicht allein durch ihr Vergütungssystem. Doch Änderungen daran markieren doch eine Zäsur in der strategischen Ausrichtung.

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Eine Ministererlaubnis ermöglicht es der Politik, sich im Sinne des Gemeinwohls über die kalte Marktlogik des Kartellamts hinwegzusetzen. Klingt vernünftig, ist es aber meistens nicht. Das zeigt das Edeka-Tengelmann-Gezerre eindrucksvoll.