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Insolvenzverwalter Henning Schorisch von hww Wienberg Wilhelm hat das große Solarunternehmen Q-Cells vor über einem Jahr verkauft und arbeitet seitdem mit Hilfe von Taylor Wessing dessen Beratungshistorie auf. Erstes sichtbares Ergebnis ist die Klage gegen Hengeler Mueller. Auch Görg könnte als damalige Beraterin von Q-Cells in die prozessuale Schusslinie geraten.

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Das war knapp. Die Abschaffung des sogenannten fliegenden Gerichtsstandes im UWG war eigentlich schon beschlossene Sache, nun wurde sie nach der ersten Lesung im Bundestag ausgebremst. Vorerst bleibt alles beim Alten. Die Pläne der Bundesjustizministerin hatten seit ihrem Bekanntwerden für viel Aufregung in der Szene der Wettbewerbsrechtler gesorgt. Fachkreise und Verbände protestierten und verfassten reihenweise Stellungnahmen gegen die Abschaffung.

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Für viele Kanzleien sind sie an der Tagesordnung, für CMS Hasche Sigle bilden Zu- und Abgänge auf Partnerebene noch immer eine Ausnahme. Dass sie binnen eines Monats nun sogar drei erfahrene Anwälte von Magic Circle-Firmen für sich gewinnen konnte, darunter einen Partner von Linklaters und einen Counsel von Freshfields Bruckhaus Deringer (mehr...), hätte der stets durch organisches Wachstum getriebene Kanzlei lange keiner zugetraut.

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Es kam schneller als erwartet. Die erste bedeutende chinesisch-dominierte Kanzlei schickt sich an, einen Fuß nach Europa zu setzen. King & Wood Mallesons greift nach der etablierten Londoner Adresse SJ Berwin. Denn so muss man die fortgeschrittenen Fusionsgespräche werten. SJ Berwin würde der klare Juniorpartner.

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Für die einen ist er eine Legende mit viel Potenzial, für die anderen ein Kanzlei-Methusalem, der die beste Zeit bereits hinter sich hat. Klar ist, dass Wilhelm Haarmann einer der einflussreichsten deutschen Wirtschaftsanwälte seit den 1990er Jahren war.

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White & Case ist mitten im Umbau ihrer deutschen Partnerschaft – und zwar ihrer gesamten Partnerschaft, wie die aktuellen Wechsel der Finanzexperten Annica Lindegren und Ulf Kreppel zu Jones Day zeigen.

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Im trüben Januargrau hätte eine neue Kanzlei namens 'Sonnenschein' direkt für bessere Stimmung gesorgt. SNR Dentons, die nun mit Salans und der kanadischen Kanzlei Fraser Milner Casgrain zusammengeht, hat diesen Namen im Stammbaum. Doch stattdessen firmiert die neue globale Einheit unter dem denkbar fadesten Namen 'Dentons'. Diese Wahl tut niemandem weh, auch den starken amerikanischen und osteuropäischen Praxen nicht – schließlich wird die Kanzlei nun nach dem schwächeren Londoner Büro benannt.

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Kleine Rückblende: Nur fünf Jahre ist es her, da wurde Shearman & Sterling als der Hauptherausforderer von Hengeler Mueller und Freshfields Bruckhaus Deringer im Corporate-Markt gehandelt. Die Gründe waren offensichtlich: Hervorragende Kontakte zu DAX-Unternehmen gepaart mit der Transaktionserfahrung von Georg Thoma, der konzernrechtlichen Kompetenz des Mannheimer Büros und der marktführenden Kapitalmarktpraxis sowie einer ausgezeichneten Nachwuchsgeneration. Die Frage war nur, wie schnell Shearman die führenden Kanzleien bei den Top-Mandanten ersetzen könnte.

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Görg -Partner betonen gerne, dass ein starkes Management nicht ihre Sache ist. Die zum Jahreswechsel verkündete Aufnahme eines riesigen Teams aus Insolvenzspezialisten als Strategie-Coup der Partnerschaft zu interpretieren wäre daher nicht richtig.

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Krisen kommen und gehen. So haben es spezialisierte Schifffahrtskanzleien seit jeher gesehen. Derzeit kämpft ihre Klientel gegen eine ihrer schlimmsten Flauten – und nun zeigt sich, welche Kanzlei in der Lage ist, in dem veränderten Markt auch Chancen aktiv zu nutzen. Ein Beispiel ist Watson Farley & Williams, die sich mit Dr. Klaus Schmid-Burgk verstärkte, einem der erfahrensten Finanzierungsspezialisten von der HSH Nordbank (mehr...).

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Intransparente Finanzkennzahlen, forciertes Quereinsteiger-Wachstum kurz vor der Finanzkrise und zuletzt ein überfordertes Management – Parallelen zwischen der Insolvenz von Dewey & Leboeuf und Howrey gibt es reichlich. Und genau wie bei der Howrey-Insolvenz im vergangenen Jahr gilt: Hier ist eine angesehene Kanzlei nicht an mangelnder Qualität ihrer Beratung zerbrochen sondern an Fehlern und Risiken in ihrer Struktur und Kultur.