Verfahren

  Juve Plus BLB-Korruptionsskandal

Der ehemalige Chef des nordrhein-westfälischen Landesbaubetriebs BLB, Ferdinand Tiggemann, ist zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt wurden. Weil das Landgericht Düsseldorf Fluchtgefahr annahm, wurde Tiggemann noch im Gerichtssaal verhaftet. Ihm werden Bestechlichkeit und Untreue vorgeworfen. Ein mitangeklagter Rechtsanwalt erhielt eine Bewährungsstrafe. Gegen einen weiteren ehemaligen BLB-Mitarbeiter wurde das Verfahren bereits im Herbst eingestellt.

  Juve Plus Epilepsiemittel

Das Bundespatentgericht hat das Second-Medical-Use-Patent von Pfizer zum Wirkstoff Pregabalin für nichtig erklärt. Damit steigt die Hoffnung von Generikaherstellern wie Hexal und Ratiopharm, eigene Medikamente wieder mit einer breiten Anwendung anbieten und entsprechende Rabattverträge mit Krankenkassen abschließen zu können.

  Juve Plus Sanierungsgewinne steuerpflichtig

Buchgewinne, die dadurch entstehen, dass Gläubiger einem kriselnden Unternehmen Schulden erlassen haben, müssen grundsätzlich versteuert werden. Das entschied der Bundesfinanzhof. Die obersten deutschen Steuerrichter beendeten mit dem nun veröffentlichten Beschluss die Verwaltungspraxis, solche "Sanierungsgewinne" per so genanntem Sanierungserlass für steuerfrei zu erklären. Dafür gebe es keine gesetzliche Grundlage, so der Große Senat.

  Juve Plus Elbvertiefung kommt

Fast 15 Jahre nach Planungsbeginn für die Vertiefung der Elbe hat das Bundesverwaltungsgericht heute den dazugehörigen Planfeststellungsbeschluss teilweise kassiert. Das Vorhaben selbst stellten die Richter aber nicht grundsätzlich in Frage. Für die Hansestadt Hamburg bedeutet das Urteil zwar einen weiteren Zeitaufwand, aber auch die Möglichkeit, das Projekt mängelfrei auf den Weg zu bringen.

  Juve Plus Cum-Ex-Aufarbeitung

Die Kanzleiräume von Freshfields Bruckhaus Deringer dürfen nicht durchsucht werden. Ein entsprechender Antrag des Cum-Ex-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags scheiterte. Der Bundesgerichtshof lehnte die Maßnahme mit einem heute veröffentlichten Beschluss ab. Mit der Durchsuchung wollte der Ausschuss Zugriff auf Unterlagen bekommen, um mehr Licht in die bis 2012 betriebenen milliardenschweren Cum-Ex-Geschäfte zu bekommen.

  Juve Plus Informationsaustausch

Vier Süßwarenhersteller sowie der Verband der deutschen Süßwarenindustrie sollen zusammen rund 21 Millionen Euro statt der vom Kartellamt im Jahr 2013 für sie festgesetzten 14 Millionen Euro zahlen. Damit hat das Oberlandesgericht Düsseldorf in der vergangenen Woche die Bußgelder des Bundeskartellamts im sogenannten Süßwarenkartell in einer viel beachteten Entscheidung teils bestätigt und teils erhöht – obwohl es keine koordinierten Preisabsprachen gegeben habe.

  Juve Plus Abgeräumt

Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten dürfen Verlage nicht bei der Herausgabe von Zeitschriften unterstützen, indem sie ihnen erlauben, für Sendungen geschützte Marken für Programmzeitschriften zu benutzen. Ein solches Vorgehen verstoße gegen das Wettbewerbsrecht. Das hat in der vergangenen Woche der Bundesgerichtshof entschieden – und damit die beiden vorinstanzlichen Urteile aufgehoben.

  Juve Plus Schutz bei Massenentlassungen

Massenentlassungsschutz gilt auch für Arbeitnehmer in der Elternzeit. Nachdem alle Gerichte in den Vorinstanzen anders geurteilt hatten, weil im Fall einer Arbeitnehmerin keine anzeigepflichtige Massenentlassung vorgelegen habe, folgte das Bundesverfassungsgericht 2016 in seiner Entscheidung der Angestellten – nun musste sich das Bundesarbeitsgericht den Verfassungsrichtern anschließen.

  Juve Plus Finanzgericht Köln

Bußgelder des Bundeskartellamts haben keinen steuermindernden Abschöpfungscharakter, wenn sich das so aus dem Bußgeldbescheid ergibt. Das hat das Finanzgericht Köln entschieden. Es liege im Ermessen des Amtes, ob es den aus illegalen Absprachen gewonnenen Gewinn abschöpfe oder nicht, so das Gericht (Urteil vom 24.11.2016 - 10 K 659/16).

  Juve Plus Zementkartell

Die Klagegesellschaft CDC hat auch ihren neuen Prozess gegen das Zementkartell in erster Instanz verloren. Vor dem Landgericht Mannheim forderte CDC rund 138 Millionen Euro Schadensersatz von HeidelbergCement. Doch die Richter haben die Klage abgewiesen. Begründung: Die Ansprüche seien verjährt. Falls CDC in Berufung geht, würde der Fall wohl bei einem Richter landen, der die Verjährungsfrage in einem früheren Verfahren anders beurteilt hat.

  Juve Plus Schickedanz-Prozess

Der ehemalige Sal.-Oppenheim-Banker Matthias Graf von Krockow will dem Vergleich mit Madeleine Schickedanz nicht zustimmen. Das hat das Landgericht Köln mitgeteilt. Deshalb geht der Rechtsstreit zwischen dem Ex-Gesellschafter des Kölner Bankhauses und Schickedanz Ende März vor Gericht weiter. Die übrigen 13 Beklagten haben der außergerichtlichen Einigung mit der Quelle-Erbin zugestimmt.