Verfahren

  Juve Plus Dieselskandal

Als das Landgericht Stuttgart dem Hedgefonds Greenwich 2018 fast 44 Millionen Euro Schadensersatz zusprach, war das für viele Anleger, die gegen Porsche im Zusammenhang mit dem VW-Dieselskandal geklagt hatten, ein ermutigendes Signal. Nun hat sich vor dem Oberlandesgericht der Wind gedreht: Die Richter gaben der Berufung der Porsche-Holding statt – Revision nicht zugelassen. Dass das OLG überhaupt entschied, mussten die Kläger erst vor dem Bundesgerichtshof erstreiten.

  Juve Plus Parfüm-Verkauf

Aldi Süd darf keine Parfüms der Marken Joop und Calvin Klein in seinen Filialen verkaufen. Das entschied nun das OLG Stuttgart und bestätigte damit ein Urteil der 1. Instanz. Mehrere Verfügungsverfahren waren zuvor ebenfalls zugunsten von Coty ausgefallen. 

  Juve Plus Lobbyarbeit und Klimaschutz

Muss der VW-Konzern detailliert berichten, wie viel Geld er für klimawandelbezogene Lobbyarbeit ausgibt? Eine Gruppe von Investoren fordert, entsprechende Berichtspflichten in der Satzung zu verankern. VW lehnt mit Verweis auf das Aktienrecht ab. Egal, wie die Sache juristisch ausgeht: Der Streit ist ein weiterer Beleg dafür, dass ESG-Themen (Environment, Social, Governance) für Konzerne an Bedeutung gewinnen.

  Juve Plus Dieselaffäre

Es ist noch einmal glimpflich ausgegangen für mehrere Porsche-Manager. 2018 wurden sie verdächtigt, an der Manipulation von Dieselmotoren beteiligt gewesen zu sein. Nun wurden die Anklagen fallen gelassen. Lediglich der ehemalige Motorenchef erhielt einen Strafbefehl.

  Juve Plus Zehn Jahre nach LG-Urteil

Das Oberlandesgericht Hamm hat sechs frühere Aufsichtsräte des 2009 insolvent gegangenen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor zu insgesamt 53,6 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt. Sie sollen 2006 Schadenersatzansprüche gegen frühere Vorstände nicht rechtzeitig geltend gemacht haben.

  Juve Plus Uhrenzwist

Der Verkauf einer nachgebildeten „Plastikuhr“ kann trotz markenähnlicher Kennzeichnung wettbewerbswidrig sein, das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt. Der Uhrenhersteller Swatch setzte sich damit als Klägerin gegen Amazon durch. Die Online-Plattform darf künftig keine Plastikuhren mehr vertreiben, die den Modellen des Schweizer Konzerns Swatch ähneln (Az. 6 U 202/20).

  Juve Plus Schutzschirmverfahren

Zum zweiten Mal ist der größte deutsche Dentalhändler Pluradent in die Insolvenz geraten, betroffen sind rund 550 Mitarbeiter. Das Amtsgericht Offenbach hat ein Schutzschirmverfahren eröffnet.  Als vorläufige Sachwalterin wurde Julia Kappel-Gnirs von hww Hermann Wienberg Wilhelm bestellt. Martin Mucha von Grub Brugger ist Generalbevollmächtigter.

  Juve Plus Strafanzeige wegen Kriegsverbrechen

Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum haben gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie seinen engen Führungskreis und mutmaßliche Täter vor Ort Strafanzeige wegen Kriegsverbrechen gestellt. Dabei steht ihnen der Strafrechtler Dr. Nikolaos Gazeas von Gazeas Nepomuck zur Seite.

  Juve Plus Cum-ex-Prozess gestartet

Am Montag startete vor dem Landgericht Bonn der Prozess (Az. 62 KLs 2/20), den Berger seit fast zehn Jahren unbedingt verhindern wollte. Wer hier Verteidiger und wer Angeklagter war, verriet nur die Sitzordnung. Dr. Hanno Berger, das Mastermind hinter Cum-Ex, präsentierte sich an seinem ersten Prozesstag nicht wie ein gewöhnlicher Angeklagter.

  Juve Plus Vorstandskompetenz mißbraucht

Die Spende der EWE an die Klitschko Foundation vor mehr als sechs Jahren hätte so nicht erfolgen dürfen. In dem jahrelangen Rechtsstreit verurteilte die Strafkammer des Landgerichts Oldenburg den seinerzeit entlassenen Vorstandschef Matthias Brückmann wegen Untreue sowie besonders schwerer Untreue zu einer Haftstrafe von zehn Monaten. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Zudem wurde eine Geldstrafe in Höhe von 18.000 Euro verhängt. Der Markenvorstand als damaliger Mitunterzeichner der Geldanweisung hingegen wurde freigesprochen.

  Juve Plus Speichermedienvergütung

Ob auf einer Leercassette oder in der Cloud: Für das Speichern von privaten Kopien steht Rechteinhabern eine gerechte Vergütung zu. Für diese muss jedoch nicht zwangsläufig der Cloud-Anbieter aufkommen. Das entschied der Europäische Gerichtshof nun in einem Verfahren zwischen der Verwertungsgesellschaft Austro Mechana und dem deutschen Hosting-Anbieter Strato (C-433/20).