Verfahren

  Juve Plus Thermofenster

Auch bei Daimler haben die Streitigkeiten mit Dieselkunden den Bundesgerichtshof (BGH) erreicht. Allerdings geht es direkt zurück zum Oberlandesgericht (OLG) Köln. Die Richter dort müssen das Verfahren um einen Schadensersatzanspruch gegen Daimler neu aufrollen. Das OLG hatte die Klage eines Mercedes-C-Klasse-Fahrers zunächst abgewiesen. Es geht darum, ob die Abschalteinrichtung von Daimler, das sogenannte Thermofenster, zulässig ist.

  Juve Plus Weitere Anklage im Cum-Ex-Komplex

Das Landgericht Bonn schlägt ein neues Kapitel in Sachen Cum-Ex auf: Es ließ heute die Anklage der Staatsanwaltschaft Köln gegen Dr. Hanno Berger zur Hauptverhandlung zu. Berger wird der besonders schweren Steuerhinterziehung beschuldigt. Der Steuerschaden soll sich auf 278 Millionen Euro belaufen.

  Juve Plus Gender Pay Gap

Das Bundesarbeitsgericht hat die Rechte von Frauen gestärkt, die auf gerechte Bezahlung pochen. Bei einer Gehaltsdifferenz zwischen Frauen und Männern, die  vergleichbare Arbeit leisten, reicht schon die Vermutung, dass die finanzielle Benachteiligung wegen des Geschlechts erfolgte. Allerdings könnte diese Vermutung vom Arbeitgeber jederzeit auch widerlegt werden, heißt es in der Entscheidung.

  Juve Plus Klickköder vorm BGH

Medien dürfen die Fotos Prominenter nicht unerlaubt für Werbezwecke nutzen oder um möglichst viele Klicks im Internet zu erhalten – das entschied der Bundesgerichtshof. Für die Verlagshäuser Bauer und Springer ist das eine Niederlage. Geklagt hatten ursprünglich zwei deutsche TV-Größen: der Quizmaster Günther Jauch und der frühere Kapitän des ZDF-Traumschiffs, Sascha Hehn.

  Juve Plus ‚Goldfinger‘-Prozess

Das Ende des ‚Goldfinger‘-Prozesses vor dem Landgericht Augsburg kommt zwar wenig überraschend, ist aber dennoch bemerkenswert: Am Montag wurde bekannt, dass das Verfahren gegen die beiden Rechtsanwälte und Steuerberater der inzwischen aufgelösten Kanzlei AFR wegen Geringfügigkeit eingestellt wird.

  Juve Plus Neue Klagen nach Monsanto-Deal

Die Querelen um die Monsanto-Übernahme lassen Bayer nicht zur Ruhe kommen. Der große Vergleich, mit dem der Konzern im Sommer die meisten Glyphosat-Klagen in den USA loswerden wollte, ist immer noch nicht in trockenen Tüchern – da gibt es auch in Deutschland neue Klagen: 37 Millionen Euro Schadensersatz fordert ein US-Investmentfonds vor dem Landgericht Köln, auch ein britischer Investor klagt dort. Der Vorwurf: Bayer habe Prozessrisiken im Zusammenhang mit dem Monsanto-Deal verschwiegen und damit kapitalmarktrechtliche Ad-hoc-Pflichten verletzt.

  Juve Plus Diesel, Cum-Ex, Wirecard

Für Prozesspraxen war 2020 mehr noch als für alle anderen ein Ausnahmejahr: Krisen bringen Konflikte – und damit Arbeit für Litigation-Anwälte. Allerdings dürften eher die langfristigen wirtschaftlichen Verwerfungen zu großen Verfahren führen, als akute, pandemiebezogene Streitigkeiten. Insgesamt dominierten im vergangenen Jahr Themen, die nichts mit Corona zu tun haben.

  Juve Plus Streit um Gremien-Entlastung

Die Deutsche Bank hat im Streit um die Entlastung ihrer Chefs einen Erfolg zu verbuchen: Das Oberlandesgericht Frankfurt hat Klagen von Aktionären gegen die Hauptversammlung der Bank für das Geschäftsjahr 2018 abgewiesen.

  Juve Plus Neuartige Sammelklage

Es ist die erste Klage der US-Kanzlei Lieff Cabraser Heimann & Bernstein in Deutschland, und sie könnte Schwung bringen in die Debatte, wie Geschädigte des Lkw-Kartells am besten Ansprüche geltend machen. Vor dem Landgericht München I klagt der US-Investmentfonds Transatlantis auf 62 Millionen Euro Schadensersatz. Die in dieser Klage gebündelten Ansprüche von mehr als 450 Unternehmen hat sich der Fonds nicht abtreten lassen – sondern er hat sie gekauft.

  Juve Plus Quergeschossen

Beim Bundesverfassungsgericht sind erneut Beschwerden gegen die deutschen UPC-Gesetze eingegangen. Wer die Kläger sind, ist derzeit noch unklar, ebenso ob die deutsche UPC-Ratifizierung nun wieder gestoppt werden muss. Deutschland muss als letztes Land dem Vertrag über ein einheitliches, europäisches Patentgericht zustimmen, damit das neue Gericht an den Start kann.

  Juve Plus Taktische Turbulenzen

Für die meisten ist die Air Berlin-Pleite von 2017 längst abgehakt. Für die Gerichte aber gilt das noch lange nicht. In mehreren Prozessen geht es um Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe – zuvor aber um die Frage, ob Gerichte in London oder Berlin zuständig sind. Zwei aktuelle Urteile sagen: London. Damit könnte die Prozesstaktik von Etihad aufgegangen sein.

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