Markt und Management

Kartellrecht

Professor Dr. Frank Immenga ist im Oktober nach drei Jahren bei Bird & Bird zur Frankfurter Kanzlei Lachner Graf von Westphalen Spamer (LWS) gewechselt. Für die M&A-/Banking-Boutique soll der 41-Jährige als Partner den Bereich Kartellrecht aufbauen. Immenga, der bei Bird & Bird zuletzt als Senior European Consultant arbeitete, ist auch als Professor an der Fachhochschule Trier tätig. Daneben hat er einen Lehrauftrag im Rahmen des Aufbaustudiengangs Kartellrecht an der Universität Konstanz.

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Turbulent

Rolle rückwärts: Dewey & Le Boeuf-Steuerberater Dieter Lübbehüsen bleibt seiner Kanzlei nun doch erhalten. Entgegen seiner Ankündigung, in das Frankfurter Büro von GSK Stockmann & Kollegen zu wechseln, teilte der 49-Jährige nun mit, dass er trotz eines bestehenden neuen Vertragsverhältnisses nicht zu GSK gehen wird. Geglückt ist dagegen die Verstärkung des Berliner Büros mit einem Quereinsteiger: Der Baurechtler Dr. Jan Kehrberg (42) kam zum Monatsbeginn von Hammonds.

Frontenwechsel

Frontenwechsel in Berlin: Thomas Porstner ist seit September neuer Justiziar von Pro Generika, dem Branchenverband der Generikahersteller in Deutschland. Der 38-Jährige kam vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Bei seinem neuen Arbeitgeber, der bislang über keine eigene Rechtsabteilung verfügte, übernimmt Porstner zudem die Aufgabe des Pressesprechers. Pro Generika vertritt die Interessen von 16 Unternehmen, die sich auf die Entwicklung und Produktion von patentfreien und wirkstoffgleichen Nachahmer-Arzneimitteln spezialisiert haben.

Rückschlag für Beiten

Der anerkannte Immobilienrechtler Hans Thomas Kessler wechselt als Partner mit einem größeren Team zu SJ Berwin. Für Beiten Burkhardt hatte der 42-jährige Praxisgruppenleiter in den vergangenen Jahren ein erfolgreiches Immobilienteam aufgebaut und zählte zuletzt zu den umsatzstärksten Partnern der Kanzlei. Der genaue Zeitpunkt seines Wechsels steht noch nicht fest.Gleichzeitig mit der Entscheidung Kesslers wurde bekannt, dass der SJ-Berwin-Immobilienpartner Dr. Sebastian Gronstedt (51) die Kanzlei verlassen und sich zum Oktober Haarmann anschließen wird. Ein Zusammenhang mit dem Zugang von Kessler soll jedoch nicht bestehen. Gronstedt war seit Frühjahr 2001 bei SJ Berwin.

Große Verstärkung

Der langjährige Deutsche-Bank-Syndikus Prof. Dr. Reinhard Marsch-Barner schließt sich zum Oktober Linklaters an. Marsch-Barner, der zum September mit Erreichen des 65. Lebensjahrs bei Deutschlands größter Bank ausgeschieden ist, steigt als of Counsel ein.Mit ihm gewinnt Linklaters einen hoch angesehenen Aktien- und Kapitalmarktrechtler. Marsch-Barner war seit 1973 bei der Deutschen Bank und dort langjährig im Corporate Center tätig. Dabei war er an zahlreichen strategischen Projekten und Transaktionen des Bankhauses beteiligt, daneben unter anderem aber auch in den spektakulären Mannesmann-Prozess eingeschaltet. Zuletzt trat er im Zusammenhang mit dem Übernahmekampf zwischen den Automobilzulieferern Schaeffler und Continental in Erscheinung, in dem die Deutsche Bank Continental bei ihrem Abwehrversuch unterstützte.

Lebensmittelrecht

Zum kommenden Jahr wechselt die Leiterin Recht der Fuchs-Gewürze-Gruppe, Dr. Anne-Katrin Herrmann, zur Pharma- und Lebensmittelrechtsboutique Dr. Schmidt-Felzmann & Kozianka nach Düsseldorf. Die 31-Jährige war dann drei Jahre bei Fuchs.Bei Schmidt-Felzmann steigt sie zunächst als Associate ein. Der Kontakt kam über Dr. Astrid Hüttebräuker zustande, die im April letzten Jahres für die Hamburger Boutique ein Büro in Düsseldorf eröffnet hatte. Hüttebräuker und Herrmann kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Freshfields Bruckhaus Deringer. "Wir haben für den neuen Standort jemanden mit anwaltlicher Erfahrung als Verstärkung gesucht", sagte Hüttebräuker.

Neues Projekt

Die OFB-Projektenwicklung (Organisieren Finanzieren Bauen) in Berlin hat eine neue Niederlassungsleiterin. Im September stieß Petra Nowacki in die Dependance in der Bundeshauptstadt. Die 42-Jährige kam vom Strabag/Züblin-Konzern.Dort arbeitete sie vier Jahre, zuletzt als Direktionsleiterin Public Private Partnership der Züblin Development, jetzt Strabag Real Estate.

Allen & Overy baut ihre Präsenz im Nahen Osten aus: 6 Partner und 14 Associates aus London, New York, Paris, Frankfurt, Mailand und Brüssel verstärken die Büros in Dubai, Abu Dhabi und Riad. Darunter ist auch der renommierte deutsche Corporate-Partner Dr. Johannes Bruski (46), der Ende des Jahres von Frankfurt nach Riad zieht. "Für Johannes Bruski, der sich um die Entwicklung der deutschen Praxis sehr verdient gemacht hat, bedeutet der Wechsel nach Riad eine tolle Herausforderung und große Chance", sagte Dr. Helge Schäfer, Leiter Corporate von Allen & Overy Deutschland. "Uns bietet der Wechsel von Johannes Bruski die Möglichkeit, mit seiner Hilfe unsere Mandantenbeziehungen in der Region noch weiter zu intensivieren."

SJ Berwin hat ihr Managementgremium, das so genannte Strategy Committee, um drei Mitglieder erweitert. Künftig gehören ihm zwölf Partner an.Die Wahl fiel auf drei Londoner Anwälte: Die Leiterin der Arbeitsrechtpraxis Nicola Kerr, Finanzexperte Jeremy Cross und Kartellrechtler Tom Usher. "Die neu ernannten Mitglieder repräsentieren Praxen, die sich als sehr wichtig für die gesamte Kanzlei erwiesen haben. Diese Bedeutung wollten wir mit der Wahl dokumentieren", sagte Rüdiger Knopf, deutsches Mitglied im Strategie-Ausschuss.

Mitte September fusionierte Hölters & Elsing mit der amerikanischen Kanzlei Orrick Herrington & Sutcliffe. Über den Zusammenschluss war bereits im Vorhinein im Markt viel spekuliert worden. Hölters & Elsing-Managing Partner Dr. Arno Frings (49) spricht nun über die Hintergründe der Fusion und darüber, was sich nun unter dem Namen Orrick Hölters & Elsing ändern wird. JUVE: Herr Frings, warum fusioniert die unabhängige Kanzlei Hölters & Elsing mit Orrick?

Wie im Londoner Lovells-Hauptquartier auf Harald Seislers Kandidatur für den Posten des weltweiten Managing Partner reagiert wurde, ist fast schon eine Schande. Als bekannt wurde, dass Seisler gegen Amtsinhaber David Harris antreten würde, hinterfragten die Lovells-Partner weder seinen Trackrecord noch seine Fähigkeiten als Manager. Stattdessen wurde laut darüber nachgedacht, ob der Deutsche wohl die Feinheiten der englischen Sprache ausreichend beherrschte, um die hoch sensible englische Partnerschaft zu besänftigen. Mit Abscheu und Entsetzen, so schien es, hatten die Partner mit ansehen müssen, wie ein Anwalt von außerhalb Londons die Unverfrorenheit besaß, einen amtierenden Managing Partner herauszufordern.

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