Markt und Management

Verstärkung in München

Gibson Dunn & Crutcher hat das Arbeitsrecht in Deutschland erstmals mit einem Partner besetzt: Dr. Mark Zimmer (41) wechselte zum April in das Münchner Büro der US-Kanzlei. Zimmer war bisher Local Partner bei Baker & McKenzie. Gibson hatte ihr deutsches Büro 2002 eröffnet und die arbeitsrechtliche Praxis seitdem mit wechselnden Associates besetzt. Nachdem Dr. Marcel Grobys (seit Ende 2004 in eigener Kanzlei) und Dr. Antonie Wauschkuhn (seit Mitte 2007 bei Nokia Siemens Networks) die Kanzlei verlassen hatten, war der Bereich nicht mehr besetzt. Bei größeren Transaktionen oder Spezialthemen hatte die Sozietät das Arbeitsrecht daher von anderen Kanzleien einkaufen müssen. Zimmer wird sowohl Transaktionen als auch Restrukturierungen arbeitsrechtlich begleiten. Zudem ist davon auszugehen, dass der erfahrene Anwalt weiterhin eigenständiges Arbeitsrecht betreuen wird.

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Schweizer Spitze

Dr. Peter Kurer, bisheriger Chefjurist der Schweizer Großbank UBS, soll Vorsitzender des Verwaltungsrats werden. Wenn die Generalversammlung diesem Vorschlag Ende April zustimmt, tritt der 58-Jährige die Nachfolge von Marcel Ospel (58) an, der dieses Amt seit 2001 inne hatte und auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Nach einem Jahr

Das Düsseldorfer Büro von Picot hat sich zum April selbstständig gemacht: Nach einjähriger Zusammenarbeit verließ Senior Partner Dr. Rainer Velten (49) die Sozietät und gründete zusammen mit Natascha Grosser (37) eine eigene Kanzlei."Frau Grosser und ich haben uns entschlossen, die Tätigkeit als Velten & Partner in Düsseldorf weiter zu führen“, so Velten. Neben der Kapitalmarktrechtlerin, die als Partnerin einsteigt, gehören zwei Associates zum Team.

Nächste Runde

Der jahrelange Streit zwischen Haarmann Hemmelrath & Partner (HHP) und der Werhahn-Gruppe geht in die nächste Runde. Am Montag dieser Woche hat HHP vor dem Düsseldorfer Landgericht eine Schadensersatzklage gegen die Werhahn-Tochter Märkische Bau-Union (MBU) eingereicht. Dies gaben die Liquidatoren der Kanzlei bekannt.In den vergangenen vier Monaten waren intensive Vergleichsgespräche zwischen dem Neusser Unternehmen und der Kanzlei in Liquidation ergebnislos geblieben.

Aufgestockt

Taylor Wessing hat in Frankfurt Verstärkung für die Finanzpraxis geholt. Dr. Jörg Kupjetz kam zum April von White & Case. Der 32-Jährige bringt vor allem Erfahrung im Bereich Immobilienfinanzierung mit.Kupjetz war 2004 von Baker & McKenzie zu White & Case gekommen und arbeitete dort zuletzt als Local Partner. In den vergangenen Jahren gehörte er vor allem zum Team um Dr. Thomas Flatten. Unter anderem war er erst vor kurzem an der Beratung der finanzierenden Bank SEB beim Erwerb von zwölf Metro-Warenhäusern durch Delek Global Real Estate beteiligt.

Nächster Quereinsteiger

Seit April ist Frank Oehl neuer Partner der Düsseldorfer Kanzlei Hoffmann Liebs Fritsch & Partner. Der 42-jährige Immobilienrechtler war bislang Senior Professional bei Nörr Stiefenhofer Lutz.

Hogan & Hartson Raue hat ihr Executive Committee zum Februar um einen Partner erweitert. Mit Dr. Gernod Meinel (47) wurde erstmals ein deutscher Partner in das internationale Gremium der Kanzlei gewählt. Das Executive Committee nimmt nach Kanzleiangaben mit einem Aufsichtsrat vergleichbare Aufgaben wahr. So ernennt das Gremium beispielsweise die Geschäftsführer und beschäftigt sich mit strategischen Fragen. Die Mitglieder werden von allen Partnern weltweit gewählt. "Mit der Wahl von Gernod Meinel können wir unseren internationalen Ansatz noch deutlicher demonstrieren", sagte Chairman Warren Gorrell.

Die weltweit 478 Partner von Allen & Overy haben ein neues Management gewählt. Das Amt des Senior Partners übernimmt zum Mai David Morley (51), der in den vergangenen fünf Jahren Global Managing Partner der Kanzlei war. Auf diesem Posten folgt ihm Wim Dejonghe (47) nach.Der belgische Managing Partner, der sich bereits 2002 zur Wahl gestellt hatte, setzte sich gegen den Londoner Finance-Partner Boyan Wells (51) durch. Dejonghe ist der erste Partner im Führungsteam, der nicht aus London kommt. Morley gewann die Wahl gegen Corporate-Leiter Richard Cranfield (52) und folgt Guy Beringer (52), der Allen & Overy nach zwei Amtszeiten aus persönlichen Gründen verlässt. Nach Kanzleiangaben könnte er sich vorstellen, eine Führungsposition in einem Unternehmen zu übernehmen.

HSBC Trinkaus hat einen neuen Leiter des Geschäftsleitungssekretariats. Zum Januar kam Dr. Detlef Irmen von der Börse Düsseldorf, wo er als Geschäftsführer und Vorstandsmitglied tätig war. Der 49-Jährige arbeitete seit 1991 gleichzeitig als Syndikus bei HSBC. Seit 1999 war Irmen in der Doppelfunktion tätig. Dazu kam es, als der Posten des Geschäftsführers bei der Börse vakant wurde. Irmen begleitete neben seiner Tätigkeit als Syndikus die Börsenmandate der persönlich haftenden Gesellschafter beziehungsweise der Vorstände von HSBC. "Mir war klar, dass die Teilzeitbesetzung ein einzigartiges Modell ist und ich das nur einige Jahre lang mache", sagt Irmen.

Das europäische Netzwerk von CMS Hasche Sigle hat sich im Februar für einen engen Zusammenschluss der neun unabhänigen europäischen Kanzleien ausgesprochen. Dafür sprachen sich in einer Reihe von Abstimmungen rund 97 Prozent der Partner aus. Eine finanzielle Integration ist jedoch weiterhin nicht vorgesehen. Im Vordergrund soll die Entwicklung gemeinsamer Standards, Prozesse und Abläufe sowie ein neues System der Interessenkollisionsprüfung stehen. Ein sensibles Thema ist dabei offenbar die Frage der künftigen Namensgebung: Den Kanzleien der Allianz war wichtig, auch weiterhin als eigenständige Einheiten unter ihrem bestehenden Namen zu arbeiten. Gleichzeitig soll die gemeinsame Marke CMS deutlich stärker in den Vordergrund treten. Zu der Allianz, die 1999 gegründet worden war, zählen heute mehr als 2.000 Anwälte in 57 Büros.

Seit Jahresbeginn ist Dr. Karsten Markwardt Leiter der Rechtsabteilung von MPC Capital in Hamburg. Der 39-Jährige wechselte von Talkline, deren vierköpfige Rechtsabteilung er geleitet hatte.Bei MPC, Emissionär geschlossener Fonds, besteht das Rechtsteam derzeit aus zwei Juristen, soll aber um einen Bankrechtsspezialisten erweitert werden. Markwardt hat Betriebswirtschaft und Jura studiert und war vor seiner Inhouse-Tätigkeit unter anderem bei Allen & Overy in Frankfurt, wo er sowohl Transaktionen mitbetreute als auch Erfahrungen mit Finanzierungen sammelte.