Markt und Management

Beraterpanel

Nestlé hat seine kartellrechtliche Beraterliste umgestellt: Künftig arbeitet der Lebensmittelkonzern in Europa vor allem mit Howrey zusammen. Bislang war Freshfields Bruckhaus Deringer in der Rolle der bevorzugten Kartellrechtsanwälte. Diese will Nestlé jedoch künftig nicht mehr mandatieren, weil Freshfields weltweit auch die Konkurrentin Mars Group zu ihren Mandanten zählt. Howrey hatte bereits im vergangenen Jahr bei mehreren Fusionskontrollen ihr Können bei Nestlé unter Beweis stellen dürfen: Die Kartellrechtspartner Götz Drauz und Martina Maier betreuten die Fusionskontrolle bei dem Milliardenerwerb des Kindernahrungsmittelherstellers Gerber. In den USA ist Nestlé schon länger Howrey-Mandantin, die Kanzlei betreute zum Beispiel an der Seite von Freshfields den US-Teil des Erwerbs von Medical Nutrition von Novartis.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Rückkehr in Düsseldorf

Bird & Bird hat in Düsseldorf eine alte Bekannten zurückgewonnen: Seit Februar unterstützt Dr. Nicola Ohrtmann die Praxisgruppe Öffentliches Wirtschaftsrecht als Senior European Consultant, ein Status, der in anderen Sozietäten der Stellung eines Salary Partners entspricht.Ohrtmann war schon zum Beginn ihrer Karriere für Bird & Bird tätig: Bevor sie 2003 zu Kümmerlein Simon & Partner wechselte, um den Vergaberechtsbereich der Kanzlei in Essen aufzubauen, arbeitete sie im Team von Partner Dr. Jan Byok.

Dr. Wulf Kamlah ist seit Februar als of Counsel im Frankfurter Büro von Schwarz Kelwing Wicke Westpfahl tätig. Kamlah wird die IT-Praxisgruppe unterstützen. Als Leiter der Rechtsabteilung der Schufa ist der 41-Jährige insbesondere in datenschutzrechtlichen Fragen sowie bei der Betreuung von IT- und Outsourcingprojekten erfahren. Seine Tätigkeit bei Schwarz Kelwing wird Kamlah neben seiner Arbeit bei der Schufa wahrnehmen. Dort leitet er ein Team von fünf Mitarbeitern. "Ich freue mich sehr, meine im Unternehmen erworbenen Erfahrungen optimal einbringen zu können", so Kamlah.

Clifford Chance eröffnet ein neues Büro in Abu Dhabi. Die Kanzlei wartet derzeit auf die behördliche Genehmigung, um sich in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate niederzulassen. Anvisiert ist ein Termin Ende April.In Abu Dhabi sind - im Gegensatz zu Dubai - bislang nur wenige internationale Kanzleien präsent, darunter etwa Simmons & Simmons und Shearman & Sterling.

Mit drei Partnern startete Kaye Scholer 2002 in Frankfurt. Derzeit arbeiten 22 Anwälte für die US-Kanzlei, die das Büro am Main weiter ausbauen will. Dr. Gottfried Freier (52), ist seit 2007 Managing Partner.JUVE: Mit dem Zugang von Herrn Leip und seinem Team bauen Sie eine eigene deutsche IP-Praxis auf. Welche Rolle spielt der Bereich in der Strategie der Kanzlei hierzulande?

Mit Elan in die Filmfinanzierung – pünktlich zur Berlinale stellte sich ein neues Netzwerk aus vier europäischen Filmrechtskanzleien vor. Deutsches Gründungsmitglied von Elan, so der Name des Netzwerks, ist die Kanzlei Unverzagt von Have. Ziel ist es, interessierte Mandanten aus Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien für Filmprojekte zusammen zu bringen. „Die Vermittlung erfolgt kostenlos und dient alleine der Realisierung der Projekte“, so Harro von Have, Namenspartner von Unverzagt von Have.Diesem selbstlosen Beratungsansatz steht das Engagement von Freshfields Bruckhaus Deringer in Sachen Corporate Social Responsibility (CSR) in Nichts nach: Erstmals veröffentlichte die Kanzlei einen weltweiten CSR-Bericht und will damit als gutes Beispiel voran gehen. Dietmar Knopp, Partner im Frankfurter Büro der Kanzlei, koordiniert die CSR-Aktivitäten von Freshfields in Deutschland. Schon 2005 hatte die Kanzlei einen ersten CSR-Bericht vorgelegt, der sich allerdings hauptsächlich auf Großbritannien konzentrierte. Der aktuelle Bericht wurde von einem unabhängigen Institut geprüft und bestätigt.

Stefan Denkhaus von Boege Rohde Luebbehuesen in Hamburg verwaltet die Insolvenz der Mecklenburger Hochbau Schwerin. Insgesamt neun operative Gesellschaften hatten wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Anträge gestellt. Die Mecklenburger Hochbau ist eines der größten Bauunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 220 Mitarbeitern in Schwerin sowie den Niederlassungen Hamburg und Rostock. Viele von ihnen hatten seit November keinen Lohn erhalten. ++++++ Dr. Jörg Nerlich von Dr. Nerlich Rechtsanwälte ist vorläufiger Insolvenzverwalter der börsennotierten Hirsch Mode-AG. Die Düsseldorfer Firma setzt seit 2007 ein großes Restrukturierungskonzept um. Ein Kredit wanderte von der Kreissparkasse Euskirchen zur Stadtsparkasse Düsseldorf und brachte einen Teilschuldenerlass von rund 1,8 Millionen Euro. Der Hirsch-Vorstand wurde neu besetzt. Beate Nolden, Tochter des Großaktionärs Josef Nolden, musste aus der Vorstandsriege weichen und wehrte sich mit Hilfe des Düsseldorfer Rechtsanwalts Prof. Dr. Gunter Hoffmann gegen ihre fristlose Kündigung. Nolden und andere Aktionäre setzten für den 30. Januar eine außerordentliche Hauptversammlung durch. Eine Woche vor diesem Termin wurde jedoch der Insolvenzantrag gestellt. +++

Göhmann Rechtsanwälte ist zu Jahresbeginn dem internationalen Netzwerk Globalaw beigetreten. Neben der Hamburger Kanzlei Huth Dietrich Hahn ist Göhmann die zweite deutsche Kanzlei in dem Verbund, dem weltweit 88 Sozietäten angehören."Göhmann benötigt dieses Netzwerk, um die eigenen Klienten weltweit betreuen zu können. Umgekehrt ist es für unsere international tätigen Partner hochinteressant, vergleichbares Geschäft vermittelt zu bekommen", sagte Dr. Ulrich von Jeinsen, Partner bei Göhmann in Hannover. Er koordiniert mit seinen Kollegen Kai Werkeling (Braunschweig), Gerhard Rischbieter (Bremen) und Philipp Heigl (Frankfurt) die Zusammenarbeit mit Globalaw, in die alle Standorte eingebunden werden sollen.

Die Partner der Berliner Medien-Boutique Scheuermann Westerhoff Strittmatter sind eine bislang in der Branche sehr unübliche Kooperation eingeganen: Seit Januar beteiligen sich die drei Anwälte Dr. Andreas Scheuermann, Burkhard Westerhoff und Angelika Strittmatter an dem Beratungsunternehmen Creative Lobby. Sie schließen sich zu diesem Zweck mit Tina Funk, zuvor unter anderem Senior Vice President Music bei EMI Music Germany, zusammen, die auch die Geschäftsführung des Unternehmens übernehmen wird. "Wir bemerken ein stark gestiegenes Interesse unserer Mandanten an komplexer Beratung aus einem Guss - mit zwar branchenspezifischer, aber deutlich fachübergreifender Kompetenz", sagte Scheuermann. "Und das kann der typische Entertainment Lawyer, wie wir ihn traditionell kennen, aus eigener Hand nicht leisten."

Die Medienrechtlerin Dr. Anja Zimmer (41) verstärkt seit Anfang Februar die IP/IT/Medien-Praxisgruppe von Beiten Burkhardt in Frankfurt. Sie kam als Salary Partnerin.Zimmer verantwortete zuletzt bei der Deutschen Telekom AG rechtliche, regulatorische und medienpolitische Fragestellungen im Bereich T-Home. Davor war sie bei Lovells unter anderem im Bereich Medien und Telekommunikationsrecht tätig. Bereits im Mai 2006 wechselte mit Dr. Stephan Witteler ein erfahrener IT- und Telekommunikationsexperte von der Telekom zu Beiten.