Markt und Management

Einen prominenten Neuzugang hat die Koblenzer Kanzlei Caspers Mock & Partner für ihr Frankfurter Büro vermeldet. Seit Januar verstärkt der ehemalige Staatsekretär im hessischen Innenministerium Christoph Kulenkampff (60) den Standort.Kulenkampff wird in einer of Counsel-ähnlichen Position den Bereich Unternehmenscompliance betreuen. Er hatte zuvor eine Karriere als Verwaltungsjurist in hessischen Behörden durchlaufen. So war er zwischen 1986 und 1991 Generalstaatsanwalt des Landes Hessen und anschließend bis 1993 Staatssekretär im Innenministerium. Seit 2000 leitete er als geschäftsführender Vorstand die Darmstädter Schader-Stiftung.

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Der Augsburger Professor Prof. Dr. Ulrich Gassner (50) hat sich im Januar dem Münchner Büro von Bird & Bird als of Counsel angeschlossen. Zuvor war er acht Jahre bei Ehlers Ehlers & Partner als Berater tätig.Gassner lehrt an der Universität Augsburg Öffentliches Recht. Hier hat er seit 1997 einen Lehrstuhl inne. Daneben berät er als Anwalt in arzneimittelrechtlichen Fragen. Er betreut Unternehmen der Life-Science-Branche vor allem in Zulassungs- und Zertifizierungsfragen. Seine bisherige Kanzlei Ehlers gilt als eine der bekanntesten deutschen Spezialkanzleien für die Betreuung von Pharma-Unternehmen.

Dr. Florian Drücke (32) ist seit Anfang des Jahres neuer Leiter des Bereiches Recht und Politik beim Bundesverband der Musikindustrie (IFPI) in Berlin. Zuvor war er als Justiziar des Verbandes tätig. Seine Nachfolge trat René Houareau (33) an, der von der Universal Music GmbH wechselte.Drücke kam Anfang 2006 nach Referendariatsstationen im Berliner Büro von Hogan & Hartson Raue und der Berliner Senatskanzlei zum IFPI. In seiner neuen Funktion ist er für die Begleitung aktueller Gesetzgebungsvorhaben sowie das Lobbying verantwortlich. Houareau hat vor seinem Wechsel zum IFPI bei der Universal Music rund vier Jahre lang als Manager Business & Legal Affairs Bandübernahme-, Künstler- und andere Auswertungs- und Kooperationsverträge ausgehandelt.

Neues Pensionssystem bei Clifford

Die Partnerschaft von Clifford Chance hat sich nach längeren Diskussionen mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, ihr Pensionssystem zu verändern. Künftig werden Zahlungen an ältere Partner abhängig von der Dauer der Clifford-Partnerschaft sein. Jedem vor 2005 ernannte Partner, der mindestens 15 Jahre in der Partnerschaft war oder das Alter von 53 Jahren erreicht hat, stehen Zahlungen zu. Diese sind auf fünf Jahre begrenzt. Die Höhe hängt grundsätzlich davon ab, wie lange er der Sozietät als Partner angehört hat. Die Obergrenze pro Jahr liegt bei 276.000 Pfund (derzeit etwa 370.000 Euro). Zuvor waren die Zahlungen nach Alter gestaffelt: Wer mit 55 Jahren ging, erhielt für fünf Jahre Zahlungen, verlor aber mit jedem Jahr, das er länger in der Kanzlei blieb, auch ein Jahr seines Anspruchs. Ging er erst mit 60 Jahren, erhielt er keine Zahlungen mehr. Alle Partner, die seit 2005 ernannt wurden, haben weiterhin keinen Anspruch auf Zahlungen.

Österreichische Kanzleien setzen auf Ungarn

Die österreichische Kanzlei Schönherr hat sich mit der ungarischen Sozietät Szécsényi Ügyvédi Iroda zusammengeschlossen und so ein Büro in Budapest eröffnet. Zuvor kooperierten die 21 Szécsényi-Berufsträger mit der österreichischen Kanzlei CHSH Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati. Das neue Büro firmiert unter dem Namen Schönherr Szécsényi Iroda. "Für uns war es eine logische Entscheidung, zu Schönherr zu wechseln. Die regionale Strategie der Kanzlei stimmt mit der Vision unseres Büros überein, zu einer führenden Kanzlei in Zentral- und Osteuropa zu gehören", sagte der Budapester Partner László Szécsényi.

Erfahrene Verstärkung für Nickel

Nickel Rechtsanwälte hat sich mit einem prominenten Namen im Öffentlichen Recht verstärkt: Zum Jahresbeginn wechselte Prof. Dr. Ulrich Rommelfanger (52) an den Hauptstandort der Kanzlei in Hanau. Der ehemalige Thüringische Verfassungsrichter und Oberbürgermeister von Kornwestheim kam als Salary-Partner und wird künftig eng mit Nickel-Partner Prof. Dr. Lutz Eiding zusammenarbeiten. Eiding ist vor allem im Luftverkehrsrecht aktiv und betreut unter anderem Mandanten im Zuge der Erweiterung des Frankfurter Flughafens. "Gerade in Flughafenverfahren werden verfassungsrechtliche Fragen zunehmend in den Hintergrund gedrängt, obwohl sie sehr wichtig sind", sagte Eiding. "Deshalb ist es für uns sehr vorteilhaft, mit Prof. Dr. Rommelfanger einen Spezialisten für solche Fragen an unserer Seite zu haben, der dafür die erforderlichen wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungen mitbringt."

Dr. Harald Huffmann ist seit Jahresbeginn neuer Salary-Partner im Düsseldorfer Büro von Buse Heberer Fromm. Der 40-Jährige arbeitete zuletzt für die zu PricewaterhouseCoopers zählende Wibera Wirtschaftsberatungs AG. Dort beriet er Kommunen und kommunale Unternehmen in Fragen der Ver- und Entsorgung. Bei Buse wird Huffmann den Praxisgruppen Öffentliches Wirtschaftsrecht und Energie angehören. Huffmann bringt Erfahrung bei der Neuorganisation kommunaler Aufgaben, im Kommunalabgaberecht und im öffentlichen Preisrecht mit. Außerdem verfügt er über Kontakte zu den Regulierungsbehörden des Bundes und der Länder.

Cornelia Haas, Gründungspartnerin der Berliner Baurechts-Boutique Kemper Nitschke Haas, ist seit Dezember bei dem internationalen Energieanlagen-Bauer AE&E Lentjes in Ratingen tätig. Die 40-Jährige hatte ihre bisherige Kanzlei bereits Ende September auf eigenen Wunsch verlassen.Lentjes war im vergangenen Jahr von der österreichischen Austrian Energy & Environment (AE&E) übernommen worden. Die Rechtsabteilung, die von Eberhard Krügler geleitet wird, zählt mit Haas in Deutschland drei Juristen. Der Weggang der Baurechtlerin kam überraschend für Marktbeobachter. Sie hatte gemeinsam mit Ralf Kemper und Volker Nitschke im Jahr 2003 Heiermann Franke Knipp in Berlin verlassen, um gemeinsam eine eigene Kanzlei zu gründen.

Ausbau im Bank- und Finanzrecht

Das Bank- und Finanzrechtsteam von Luther erhält Anfang März weitere Verstärkung. Claudia Leyendecker (39), die gerade bei Beiten Burkhardt zur Equity-Partnerin gewählt wurde, wechselt gemeinsam mit Salary-Partner Andreas Naujoks (33) sowie einem Associate in das Frankfurter Büro der Kanzlei. Als weiterer neuer Partner kommt Dr. Andreas Zahn, bisher of Counsel bei Jones Day. Die Quereinsteiger bringen vor allem Erfahrung im Aufsichtsrecht und bei Finanzierungen mit.Seit ihrer endültigen Distanzierung von Ernst & Young ist Luther im Finanz- und Steuerrecht wiederholt gewachsen. Die jüngsten Neuzugänge stehen dabei am Ende einer ganzen Serie von Quereinsteigern. Im Dezember hatte die Kanzlei mit Dr. Rolf Kobabe, der zwischenzeitlich zu DLA Piper gewechselt war, einen ehemaligen Associate zur Rückkehr bewegen können. Weitere Anwälte kamen von Lovells und aus verschiedenen Rechtsabteilungen.

Zuwachs in Litigation

Kaye Scholer baut ihren einzigen deutschen Standort in Frankfurt weiter aus. Die US-Kanzlei gewinnt zum März mit Dr. Michael Weigel einen erfahrenen Prozessrechts-Partner aus dem Frankfurter Linklaters-Büro.Der 49-Jährige ist 2008 schon der zweite Partnerzugang mit einem Hauptaugenmerk auf Konfliktlösung und Prozessführung. Mitte Januar war der bekannte IP-Litigator und Patentrechtler Wolfgang Leip von Mayer Brown gekommen.

Getrennte Wege

Die renommierte Berliner Strafrechtsboutique Ignor Bärlein zerfällt in zwei Teile. Voraussichtlich ab Mai gehen die Namenspartner Prof. Dr. Alexander Ignor und Dr. Michael Bärlein mit jeweils einem Teil der Anwälte getrennte Wege.Die beiden Namenspartner gaben interne Differenzen als Grund für ihre Entscheidung an. Vor allem strategisch hat sich die Kanzlei in den vergangenen Jahren stark auseinander entwickelt. Ignor ist nicht zuletzt aufgrund seines Engagements bei der Bundesrechtsanwaltskammer bundesweit in der Verteidigerszene vernetzt. Bärlein dagegen setzt stärker auf die Berliner Wirtschaft und gilt dort als gut positioniert.