Markt und Management

Die Insolvenzkanzlei Anchor hat zum April ein Büro in Ulm eröffnet. Prof. Dr. Martin Hörmann (37), der zuletzt bei der Insolvenzverwalterkanzlei Schneider Geiwitz & Partner in Neu-Ulm tätig war, leitet und baut den Standort als verantwortlicher Partner auf. Hörmann arbeitete zehn Jahre bei Schneider Geiwitz. Dort war er vor allem in den Bereichen Anfechtungs- und Eigenkapitalersatzrecht sowie Geschäftsführerhaftung tätig. Er war aber auch mit der Insolvenz von Walter Bau beschäftigt, bei der Schneider-Geiwitz-Namenspartner Werner Schneider als Insolvenzverwalter eingesetzt war.

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Die Offenbacher Kanzlei Peter Haack & Kollegen hat Anfang April ein Büro in München eröffnet. Der neue Standort wird von Detlef Krull (43) geleitet, der bislang als selbstständiger Rechtsanwalt für die Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Becker Kurig Straus tätig war. Davor arbeitete Krull fünf Jahre lang bei Schwarz Kelwing Wicke Westpfahl in München und beriet vor allem zu Medienfonds und IT-Projekten.Die Schwerpunkte des Münchner Büros sollen dementsprechend im Gewerblichen Rechtsschutz sowie Medien- und IT-Recht liegen. Zudem werden die beiden Partner Dr. Lothar Weiler und Dr. Hilmar Siebert ihre Beratungstäigkeit teilweise nach München verlegen und von hier aus M&A und Unternehmenstransaktionen betreuen. Gleichzeitig vereinbarte Peter Haack vor Ort auch eine Kooperation mit den Patentanwälten der Kanzlei Nospat, mit denen Krull zuvor schon zusammengearbeitet hat.

Andreas Obermeyer, Partner im Münchner Büro von CMS Hasche Sigle, ist am 29. März im Alter von 57 Jahren beim Skifahren in Lech tödlich verunglückt. Obermeyer war bereits 1984 in die CMS-Vorgängerkanzlei Ott Weiss Eschenlohr eingetreten. Seit Ende der 1980er Jahre war er Partner der Sozietät. Obermeyer hatte in den vergangenen Jahren einen starken Praxisschwerpunkt im Immobilienrecht entwickelt.

Die IT- und Medienkanzlei HK2 hat einen Arbeitsrechtler in ihre Reihen aufgenommen: Seit April ist Jörg Hennig Partner der Berliner Kanzlei. Der 39-Jährige war zuvor Partner bei Lansnicker Schwirtzek.Hennig war seit 1997 zunächst als Einzelanwalt in Berlin tätig und schloss sich 2004 seiner bisherigen Sozietät an. Schon vor seinem Wechsel hatte er für HK2 das Arbeitsrecht betreut, das in der Boutique angefallen war. "Mein Geschäft hat sich zunehmend in Richtung der Beratung entwickelt, so dass die strategische Ausrichtung sich verändert hat", sagte Hennig.

Büsing Müffelmann & Theye hat ihr Leitungsgremium neu besetzt. Den so genannten Managementausschuss bilden nun als Standortrepräsentanten der Berliner Arbeitsrechtler Dr. André Sayatz (45), die Verwaltungsrechtlerin Dr. Claudia Nottbusch (41) aus Bremen und der Frankfurter Fachanwalt für Straf- und Medizinrecht Alexander Gruner (40). Der Ausschuss tagt einmal pro Woche und ergänzt die Partnersitzungen, die sechs Mal im Jahr stattfinden. Besprochen werden strategische Fragen wie auch die Wahrung eines einheitlichen Kanzleiauftritts.

Verfassungsbeschwerde gegen Wahlverfahren gescheitert

Das Wahlverfahren, mit dem die Anwälte am Bundesgerichtshof (BGH) bestimmt werden, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Das Bundesverfassungsgericht hat eine hiergegen gerichtete Verfassungsbeschwerde des Leipziger Anwalts Dr. Christian Braun (Braun & Rieske) Ende Februar nicht zur Entscheidung angenommen. Der Fall war Ende 2006 sehr prominent und kontrovers diskutiert worden. Braun war in dem vorangegangenen Wahlverfahren nicht in die entsprechende Vorschlagsliste aufgenommen worden, die dem Bundesjustizministerium zur Ernennung vorgelegt wurde. Hiergegen hatte er Rechtsmittel eingelegt und unter verschiedenen Gesichtspunkten die Wahl von insgesamt 14 seiner Mitbewerber angefochten.

Dennis Grabherr ist neuer Chief Counsel Lateinamerika bei dem Kommunikationsdienstleister BT Global Services. Von Sao Paolo aus leitet der 44-Jährige ein Team von 13 Juristen, die auf 6 süd- und mittelamerikanische Länder verteilt sind. Grabherr arbeitet seit 2003 für BT Germany und hat zunächst die Rechtsabteilung für die Region Central & Eastern Europe aufgebaut, ehe er 2005 auch die Verantwortung für den deutschen Markt übernahm.

Howrey hat sich in Brüssel erneut mit einem kartellrechtlichen Quereinsteiger verstärkt. Aus der Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission wechselte zum April der dänische Kartellrechtsspezialist Lars Kjølbye als Partner. Der 42-Jährige hatte zuletzt die Einheit geleitet, die für die Sektoruntersuchung im europäischen Energiebereich verantwortlich war. Bei Howrey trifft er auch auf seinen früheren Chef Götz Drauz. "Ich freue mich sehr darauf, wieder mit ihm zu arbeiten", sagte Drauz nun zu dem Wechsel. "Unsere Mandanten schätzen die Tatsache, dass wir äußerst vertraut sowohl mit den Grundsätzen der Kommission als auch den Akteuren sind." Eine der ersten Aufgaben von Kjølbye soll nun der Ausbau von Howreys skandinavischem Geschäft sein.

Im Herbst 2007 übernahm Markus Vogelheim (37) zusammen mit Dr. Jörg Laber (44) die Geschäftsführung von CBH Cornelius Bartenbach Haesemann & Partner. Auf der Arbeit seiner Vorgänger will Vogelheim weiter aufbauen. Sein ambitionierter Plan: Ehrgeizige, unternehmerische Anwaltspersönlichkeiten für CBH zu gewinnen, und die unabhängige deutsche Kanzlei für den internationalen Wettbewerb zu rüsten.@JUVE: Herr Vogelheim, Sie sind eine Anwaltsgeneration jünger als Ihr Vorgänger Ernst Eisenbeis. Wie wirkt sich dies auf Ihren Stil als Geschäftsführer aus?

CMS erweitert ihre internationale Präsenz in den Nahen Osten. Der europäische Kanzleiverbund hat sich im März mit The Levant Lawyers (TLL), einer der größten Wirtschaftskanzleien des Libanons, assoziiert. Bei TLL arbeiten in den Niederlassungen in Dubai, Abu Dhabi, Kuwait sowie am Hauptsitz in Beirut über 50 Anwälte. In Kürze ist ein weiteres Büro in Katar geplant. Ebenso soll die Stärkung der Präsenz im Nahen Osten schnell durch den Aufbau von Standorten in weiteren Ländern der Region vorangetrieben werden.

SNP Schlawien Naab hat in München einen Arbeitsrechtler gewonnen: Dr. Peter Link (69) ist seit März als of Counsel in der Kanzlei tätig. Link war im Bayerischen Finanzministerium und bei der Landesversicherungsanstalt Oberbayern tätig, wechselte dann in den Richterdienst zum Arbeitsgericht München und schließlich in das Bayerische Arbeitsministerium. Dort war er bis zu seiner Pensionierung 2003 Leiter des Referates Arbeitsrecht. Link ist spezialisiert auf Betriebsverfassungs- sowie Teilzeit- und Befristungsrecht. "Ich werde meine Erfahrungen in die arbeitsrechtliche Praxisgruppe mit Freude einbringen", sagte Link.