Markt und Management

Prominente Verstärkung

Anfang November ist der Rechtsprofessor Dr. Peter Hommelhoff (65) als Partner im Frankfurter Standort der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG eingestiegen.Der bisherige Rektor der Heidelberger Ruprecht-Karls-Universität wird KPMG bei Grundsatzfragen in der Abschlussprüfung und ihrer Entwicklung aus europäischer und internationaler Perspektive begleiten sowie KPMGs Audit Committee Institute unterstützen.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Neuausrichtung

In Erfurt hat sich zum November eine neue Kanzlei formiert: Das bisherige Erfurter Büro von Sibeth um die Partner Dr. Wolfgang Weißkopf und Axel Metzner hat sich mit KWSP Kehrl & Wemmer sowie Löffler zusammengetan.Die Trennung des Standorts von Sibeth erfolgte einvernehmlich: Seit Entstehen von Sibeth Anfang 2005 war es nie gelungen, Synergien zwischen den Büros München und Erfurt herzustellen. Der Münchner Standort konzentrierte sich immer stärker auf Corporate, auch im Immobilien-Bereich. Dagegen ist Erfurt aufgrund der wirtschaftlichen Gegebenheiten in Thüringen eher dem klassischen Baurecht und dem öffentlichen Bereich sowie dem Arbeitsrecht verhaftet.

Wieder gestärkt

Die Kanzlei Haarmann hat zum November den erfahrenen Transaktionsanwalt Klaus Mohr an Bord geholt. Der 40-Jährige kommt von Allen & Overy, wo er sieben Jahre lang beschäftigt war. Er steigt bei Haarmann als Partner ein.Mohr gehörte unter anderem zu dem Allen & Overy-Team, das 2005 den Erwerb der Hertie-Kaufhäuser für die Investorengruppe Dawnay Day betreute. Zudem beriet er die früheren Karstadt-Kompakt-Häuser bei der Umfirmierung zu Hertie.

Wechsel in Brüssel

Dr. Klaus Heinemann (48), langjähriger Brüsseler Corporate-Partner von Freshfields Bruckhaus Deringer, ist Anfang November zu der belgischen Kanzlei Marx van Ranst Vermeersch & Partners gewechselt. Heinemann hatte vor einigen Jahren zusätzlich zu seiner deutschen, auch die belgische Anwaltszulassung erworben. Zuletzt hatte er seinen Schwerpunkt sogar immer stärker auf die Beratung von Mandanten im belgischen Recht verlegt. Unter anderem war er im vorigen Jahr Teil des Teams, das Blackstone beim Erwerb von Centerparcs beriet. Den europäischen Pharmahandelsverband GIRP vertritt er in einem Streit mit Alliance Boots, bei dem es um das System des Pharmagroßhandels geht. Weitere Mandanten, für die er regelmäßig tätig wird, sind zudem Celesio sowie ein deutsch-französischer Konzern.

Phoenix-Insolvenzplan gescheitert

Das seit 2005 laufende Insolvenzverfahren der Phoenix Kapitaldienst GmbH beschäftigt erneut die Gerichte - nicht nur das Insolvenzgericht Frankfurt, auch das dortige Landgericht und neuerdings zusätzlich die Staatsanwaltschaft. Insolvenzverwalter Frank Schmitt von Schultze & Braun hatte Anfang des Jahres einen Insolvenzplan vorgestellt, mit dem er juristisches Neuland betrat. Der Plan sollte verfahrensbegleitend ablaufen und nicht, wie in der Insolvenzordnung vorgesehen, das Insolvenzverfahren abschließen.

Neuer Posten

Im neu gegründeten Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mit Sitz in Berlin bekleidet Andrees Gentzsch (42) die Rolle des Chefjustiziars und Leiters des Geschäftsbereichs Recht."Das Rechts-Knowhow der Energie- und Wasserbranche wird zukünftig beim BDEW gebündelt und kann aus einer Hand den Mitgliedsunternehmen zur Verfügung gestellt werden", so Gentzsch. Er war seit 2004 beim Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) als Chefjustiziar tätig. Damals wechselte Gentzsch aus dem Ferngasunternehmen BEB Erdgas und Erdöl in den Verband.

Zurück in die Zukunft

Die Mehrheit der in Köln verbleibenden Linklaters-Partner macht sich selbstständig. Wie seit einigen Wochen erwartet (Hintergrund), wird die neue Einheit als Oppenhoff & Partner auftreten. 11 Partner und rund 30 Associates setzen damit auf einen der traditionsreichsten Namen des deutschen Anwaltsmarkts, der von der Kölner Kanzleilegende Walter Oppenhoff herrührt.Das Kölner Büro von Linklaters, die bis 2006 in Deutschland unter dem Namen Linklaters Oppenhoff & Rädler firmierte, blickt auf eine 100-jährige Geschichte zurück. Namenspartner der neuen Kanzlei ist nun Michael Oppenhoff, der Sohn Walters. Der Gesellschaftsrechtler war bei Linklaters zuletzt als of Counsel tätig.

Ausbau in Frankfurt

Graf von Westphalen verstärkt ihr Frankfurter Büro durch den Gesellschaftsrechtler Eric Messenzehl. Der 40-Jährige startet zum Dezember als Partner. Messenzehl kommt von Jones Day, für die er seit 2002 tätig war, zuletzt als European Counsel. Bei der US-Kanzlei begleitete er vor allem M&A-Deals sowie Jointventures und beriet bei Restrukturierungen. Zudem ist Messenzehl auf den deutsch-spanischen Rechtsverkehr spezialisiert.

Bewegung bei Schwarz Kelwing

Die Münchner Kanzlei Petersdorff Keim wächst: Zum November ist Dr. Armin Schwerdtfeger aus dem Münchner Büro von Schwarz Kelwing Wicke Westpfahl in die erst im August 2006 gegründete Kanzlei gewechselt. Der 44-Jährige berät vor allem Unternehmen aus der Medienbranche in gesellschaftsrechtlichen Fragen. Schwerdtfeger war seit 1992 bei Schwarz Kelwing, seit 1998 als Partner. Zu seinem Mandantenkreis zählen vor allem mittelständische Unternehmen aus der Technologiebranche, Firmen und Fondsgesellschaften aus dem Bereich der Film- und Fernsehproduktionen sowie Banken im Zusammenhang mit Projekt- und Beteiligungsfinanzierungen. So hat er etwa Eos bei der Gründung eines Jointventures mit KirchMedia zur Filmrechteverwertung beraten. Zudem ist Schwerdtfeger auch forensisch tätig, zum Beispiel für Gesellschaften bei der Abwehr von Anlegerklagen.

Neue Heimat Düsseldorf

Die beiden Musikrechtler Dr. Hans Waldhausen (43) und Alexander Abel (45) schließen sich zum November als Partner mit Sonderstatus dem Düsseldorfer Büro der Kanzlei Esch & Kramer an. Die 15 Anwälte zählende Sozietät hat zwei weitere Standorte in Wuppertal und Essen. Waldhausen arbeitete seit 2000 bei der Medienkanzlei Sasse & Partner im Kölner Büro und verließ die Sozietät Anfang dieses Jahres, als der Standort geschlossen wurde. Anschließend verbrachte er mehrere Monate im Ausland. Neben der Beratung von Künstlern war Waldhausen zuletzt auch häufig im Bereich Filmfinanzierung und -verträge tätig.

Die Wiener Kanzlei Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati (CHSH) hat erstmals in ihrer Geschichte einen internationalen Partner aufgenommen. Peter Hoffmann (45) verstärkt seit September das zentral- und osteuropäische Geschäft in den Bereichen Corporate/M&A, Banking & Finance und Real Estate. Vor seinem Wechsel zu CHSH war Hoffmann sieben Jahre als Senior Associate im Emerging Europe Team von Linklaters in Prag tätig.