Markt und Management

Das Amtsgericht Ravensburg hat im Insolvenzverfahren der Baugesellschaft Carl Platz den Neu-Ulmer Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Arndt Geiwitz von SKP Schneider Geiwitz & Partner mit der Verwaltung beauftragt.Das Unternehmen Platz aus Bad Saulgau, das vor allem Fertigbau-Eigenheime für zahlungskräftige Käufer herstellt, beschäftigt über 220 Mitarbeiter. Es hatte bis Ende August versucht, eine Finanzierungslücke zu schließen, die durch ein Projekt in Konstanz aufgetreten war. In der Kalkulation für ein Studentenwohnheim in der Universitätsstadt am Bodensee waren die Kosten offenbar viel zu niedrig angesetzt worden. Nachdem die Firma die nötigen Finanzmittel kurzfristig nicht beschaffen konnte, soll nun über das Insolvenzverfahren eine Sanierung erreicht werden. Nach Auskunft Geiwitz’ wird der Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen aufrecht erhalten und parallel mit potenziellen Investoren gesprochen.+++

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Weiterer Ausbau bei Buse

Buse Heberer Fromm bleibt in Bewegung: Mit Michael Banhardt hat sich der Kanzlei zum September ein weiterer Partner angeschlossen. Der 52-Jährige verstärkt künftig die Steuer- und Gesellschaftsrechtspraxis am Berliner Standort von Buse. Banhardt war zuvor in seiner eigenen Kanzlei Banhardt & Partner tätig und hat bereits in der Vergangenheit in verschiedenen Projekten eng mit Buse zusammengearbeitet. Der Steuerrechtler berät vor allem bei der Abwicklung von Immobilienpaketverkäufen und zur Gestaltung von Bauverträgen.

Dr. Kurt Bröckers, bislang bei der Münchner Kanzlei Bub Gauweiler & Partner, hat die Kanzlei verlassen und sich zum August in Bürogemeinschaft mit Brehm & v. Moers in München selbstständig gemacht. Der 43-jährige Straf- und Steuerstrafrechtler war fünf Jahre lang Partner bei Bub Gauweiler. Zuvor hatte er bei der inzwischen in Liquidation befindlichen multidisziplinären Kanzlei Haarmann Hemmelrath gearbeitet. Die jetzige Trennung von Bub Gauweiler sei einvernehmlich erfolgt, sagte Bröckers. Er vertritt auch weiterhin gemeinsam mit seinen bisherigen Partnern einen Beschuldigten im Siemens-Verfahren.

Clifford einig mit früherem Partner

Der Londoner Wettbewerbsrechtler Michael Bryceland, der seiner ehemaligen Kanzlei Clifford Chance Diskriminierung aufgrund seiner sexuellen Orientierung vorgeworfen hatte, hat sich mit der Magic-Circle-Kanzlei außergerichtlich geeinigt. Unbekannt ist jedoch, was Clifford die Beendigung der Auseinandersetzung gekostet hat. Der britischen Branchenzeitung 'The Lawyer' zufolge, hatte Bryceland im vergangenen November Klage gegen die Kanzlei erhoben, diese aber wenige Monate später wieder zurückgezogen.

Aus Mayer Brown Rowe & Maw wird Mayer Brown. Die Sozietät verkürzt ihren Namen, um damit die globale Entwicklung und die Integration der Kanzlei zu unterstreichen. Kurz und knackig bedeutet eben auch eine stärker definierte Marke.Die Verkürzung spiegele zudem wider, wie die Kanzlei bereits am Markt auftrete und wahrgenommen werde – als einheitliche internationale Sozietät, so Reinhart Lange, deutscher Managing Partner. Mayer Brown ist in Europa an sechs Standorten, in den USA mit sieben Büros vertreten. Peter Jäger braucht seinen Namen nicht mehr zur Marke auszubauen. Der Vorsitzende Richter des Oberlandesgerichts Köln dürfte unter den Kollegen auch so bekannt sein.

Die bayrischen Mittelstandskanzleien Scheidle & Partner und Wernicke & Partner haben im August die Scheidle & Wernicke GmbH gegründet. Die neue Gesellschaft, an der die beiden Sozietäten jeweils 50 Prozent halten, wird vorwiegend Unternehmen bei der Sanierung und Restrukturierung beraten. Scheidle und Wernicke kooperieren seit mehreren Jahren in diesem Bereich und hatten eine Vertiefung ihrer Zusammenarbeit bereits angekündigt. Scheidle-Partner Carsten Roth und Andree Wernicke, der Gründer der gleichnamigen Kanzlei, übernehmen die Geschäftsführung von Scheidle & Wernicke.

Heinze Lange hat sich Anfang August mit zwei erfahrenen Partnern verstärkt und dies auch den Kanzleinamen verändert. Als Heinze Lange v. Senden firmiert die nunmehr siebenköpfige Kanzlei nach der Aufnahme der Notarin und Familienrechtlerin Hannah Frfr. v. Senden (65) und des unter anderem im Osteuropageschäft erfahrenen Dr. Manfred Paschke Frhr. v. Senden (70).

Die hessische Kanzlei de Faria & Partner hat sich mit einem of Counsel verstärkt. Bereits im Juli schloss sich Bernd Gierberg der Kanzlei an. Der 43-Jährige arbeitet zugleich in der Inhouse-Abteilung der Commerzbank Grundbesitz Invest (CGI). Die Tätigkeit bei de Faria wird er nebenberuflich ausüben.

Der Kanadier Hugh Verrier ist auf den neu geschaffenen Posten des 'Chair of Firm' der US-Kanzlei White & Case gewählt worden. Der 51-Jährige übernimmt spätestens zum Ende des Jahres die Führung der Sozietät von Duane Wall, der seit sieben Jahren als Managing Partner an der Spitze stand. Verrier, bislang Mitglied des achtköpfigen Management Board von White & Case, leitet künftig ein vierköpfiges Managementteam. Seine Amtszeit und die der drei weiteren Mitglieder des so genannten Executive Committee ist auf vier Jahre festgelegt.

Dr. Erhard Jahn, der Namenspartner der Hamburger Sozietät Brödermann & Jahn, ist am 10. August im Alter von 76 Jahren verstorben. Jahn war von 1976 bis 1992 Mitglied und zeitweise auch Vorsitzender des Anwaltsgerichtshofs der Freien und Hansestadt Hamburg. Nach dem Jurastudium in München, Göttingen und Hamburg war er beinahe 50 Jahre lang Rechtsanwalt. Die Kanzlei, der er in den letzten Jahren seiner Anwaltstätigkeit angehörte, hatte er 1996 mitbegründet.

Die Kanzlei Schlüter mit Stammsitz in Bielefeld hat zum August ein neues Büro im thüringischen Nordhausen eröffnet. Neuzugänge sind Torsten Göppel (37) und Anke Müller (36). Der neue Standort ist jedoch nicht finanziell integriert. Göppel und Müller waren zuvor in eigener Kanzlei Göppel & Müller in Nordhausen tätig und sind dementsprechend mit der Region vertraut. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem Arbeits- und Wirtschaftsrecht sowie dem Transport- und Speditionsrecht.