Markt und Management

Frankfurt

Das bank- und finanzrechtlich ausgerichtete Frankfurter Büro von Simmons & Simmons verstärkt sich im Steuerrecht. Von Clifford Chance stößt Heiko Stoll zu dem englischen Wettbewerber. Der 35-Jährige wird im November auf der ersten Partnerstufe einsteigen und für den Aufbau einer deutschen Steuerpraxis bei Simmons verantwortlich sein.

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Aufbau in Equity-Kapitalmarktrecht

Der Kapitalmarktrechtler Dr. Frank Regelin, bislang Counsel bei SJ Berwin, wechselt Mitte Oktober in das Frankfurter Büro von Norton Rose. Der 37-Jährige kommt als Partner, zum November folgt ihm Associate Dr. Sascha Grimm (31).Bei SJ Berwin war Regelin seit Februar 2005, zuvor hatte er als Junior Partner bei Linklaters Oppenhoff & Rädler gearbeitet. Er ist auf Equity Capital Markets (ECM) spezialisiert und berät Banken und Emittenten vor allem bei Börsengängen, zu Wandel- und Umtauschanleihen sowie öffentlichen Übernahmen. 2006 beriet er etwa Princess Private Equity bei deren IPO. Zu seinen Mandanten auf Bankenseite zählten zuletzt unter anderem Equinet, die DZ Bank und die Unicredit/HVB.

Namensstreit

Die Kanzlei Arqis sieht durch den Namen 'arccus' ihre Marken- und Firmenrechte verletzt. Daher beantragte Arqis am vergangenen Freitag eine einstweilige Verfügung vor dem Landgericht Hamburg gegen Hemmelrath & Partner, die Anfang September mitgeteilt hatte, zusammen mit weiteren europäische Anwaltsgesellschaften künftig unter dem Namen 'arccus' auftreten zu wollen (siehe Nachricht).Die Verfügung ist am Dienstag antragsgemäß und ohne mündliche Verhandlung erlassen worden.

Siemens reagiert

Siemens hat ein neues Vorstandsressort "Recht und Compliance" geschaffen: Ab Oktober soll Peter Solmssen (52) als Vorstandsmitglied und Chefjustiziar weltweit einheitliche Prozesse auf den Gebieten schaffen.Mit dieser Entscheidung zieht das Münchner Unternehmen eine weitere Konsequenz aus der Schmiergeldaffäre im Unternehmen. Solmssen war zuvor Executive Vice President und Chefjustiziar bei GE Healthcare in der Zentrale in London. Zuvor hatte er bis 1999 bei Morgan Lewis gearbeitet.

Neue Position

Die SES Astra-Tochter Entavio hat seit September mit Michael Zeck einen General Counsel. Vor seinem Wechsel zu dem Satellitenbetreiber war der 38-Jährige beim Pay-TV-Sender Premiere innerhalb der Abteilung Recht und Regulierung für den Bereich Marketing & Vertrieb zuständig. "Hier habe ich die Chance, in einem dynamischen Umfeld etwas Neues aufzubauen und gleichzeitig mein bisheriges branchenspezifisches Know-how einzusetzten", so Zeck.

Seitenwechsel

Das Unternehmen von Heiner Kamps, KFRD Kamps Food Retail Deutschland, mit Sitz in Düsseldorf hat einen neuen Leiter Recht: Zum September übernahm Dr. Henrik Bauwens (36), ehemals Local Partner bei Baker & McKenzie in Frankfurt, diesen Posten. Bauwens kennt die Geschichte der Unternehmen von Heiner Kamps bereits seit Jahren: Er arbeitete seit 2001 als Corporate-Anwalt bei Baker, seit Juli 2005 als Local Partner. So war er bereits an der Beratung des Unternehmens beteiligt, als Barilla 2002 die Großbäckerei Kamps AG übernahm. Zudem stand er gemeinsam mit Skadden Arps Slate Meagher & Flom für Apax auf der Gegenseite des Unternehmens, als die Kamps Food Retail Investment gemeinsam mit Nomura die Schnellrestaurantkette Nordsee erwarb. Seit diesem Jahr gehört neben Nordsee auch der Salat- und Mayonaisehersteller Homann Feinkost zur KFRD.

Herber Rückschlag

Die Kommunikation zwischen Inhouse-Jurist und Management genießt auch weiterhin kein anwaltliches Privileg. Dies hat die Erste Erweiterte Kammer des Europäischen Gerichts Erster Instanz am vergangenen Montag im Fall Akzo/Akcros gegen die Europäische Kommission entschieden. Die Kammer bleibt damit der Rechtsprechung des EuGH aus den 1980er-Jahren (AM&S-Urteil) treu, in dem Unternehmensjuristen ausdrücklich das Anwaltsprivileg verweigert wurde.

Sachsen

CMS Hasche Sigle schließt Ende März 2008 ihr Büro in Chemnitz. Die beiden dort ansässigen Partner Dr. Rohr-Suchalla (37) und Dr. Hartmut Hamann (45) werden danach vom Stuttgarter Büro der Kanzlei aus tätig. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt hatten sie auch ihre Karriere bei CMS begonnen.

Nächste IP-Kanzlei kommt nach Deutschland

Die US-Kanzlei Fish & Richardson eröffnet zum Oktober in München ihr erstes Büro außerhalb der Vereinigten Staaten. Zum Start konnte die auf IP spezialisierte Sozietät Dr. Frank Peterreins (38) und Alexander Harguth (40) gewinnen, beide derzeit noch Partner bei Bardehle Pagenberg Dost Altenburg Geissler in München.

Wiederaufbau in München

Der Wiederaufbau der Jones Day-IP-Abteilung gewinnt an Fahrt: Als neuen Leiter ihrer Münchner Patentanwaltspraxis gewinnt die US-Kanzlei Dr. Martin Weber-Quitzau (43) von Uexküll & Stolberg.

Wechsel ins Private-Equity-Geschäft

Der renommierte Corporate-Partner Dr. Sebastian Kühl verlässt Ende September das Hamburger Büro von White & Case. Der 51-Jährige wird künftig nicht mehr als Anwalt arbeiten, sondern schließt sich als Partner der Private-Equity-Gesellschaft Rupag Grundbesitz & Beteiligungen AG an. Kühl war seit nahezu 18 Jahren bei White & Case. Begonnen hatte er seine Anwaltskarriere bei Luther. Nach zwei Jahren dort wechselte er 1990 zu der White & Case-Vorgängerkanzlei Scherzberg & Undritz. 1992 wurde er Partner in der Sozietät, die mittlerweile unter Feddersen Laule Scherzberg & Ohle Hansen Ewerwahn firmierte. Seit 1995 war Kühl dann einer der Managing Partner des Hamburger Büros. Seine zwei Beratungsschwerpunkte liegen in M&A-Transaktionen sowie der Begleitung von Projektfinanzierungen und Anlagenbau.