Markt und Management

Zurück in die Zukunft

Die Mehrheit der in Köln verbleibenden Linklaters-Partner macht sich selbstständig. Wie seit einigen Wochen erwartet (Hintergrund), wird die neue Einheit als Oppenhoff & Partner auftreten. 11 Partner und rund 30 Associates setzen damit auf einen der traditionsreichsten Namen des deutschen Anwaltsmarkts, der von der Kölner Kanzleilegende Walter Oppenhoff herrührt.Das Kölner Büro von Linklaters, die bis 2006 in Deutschland unter dem Namen Linklaters Oppenhoff & Rädler firmierte, blickt auf eine 100-jährige Geschichte zurück. Namenspartner der neuen Kanzlei ist nun Michael Oppenhoff, der Sohn Walters. Der Gesellschaftsrechtler war bei Linklaters zuletzt als of Counsel tätig.

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Ausbau in Frankfurt

Graf von Westphalen verstärkt ihr Frankfurter Büro durch den Gesellschaftsrechtler Eric Messenzehl. Der 40-Jährige startet zum Dezember als Partner. Messenzehl kommt von Jones Day, für die er seit 2002 tätig war, zuletzt als European Counsel. Bei der US-Kanzlei begleitete er vor allem M&A-Deals sowie Jointventures und beriet bei Restrukturierungen. Zudem ist Messenzehl auf den deutsch-spanischen Rechtsverkehr spezialisiert.

Bewegung bei Schwarz Kelwing

Die Münchner Kanzlei Petersdorff Keim wächst: Zum November ist Dr. Armin Schwerdtfeger aus dem Münchner Büro von Schwarz Kelwing Wicke Westpfahl in die erst im August 2006 gegründete Kanzlei gewechselt. Der 44-Jährige berät vor allem Unternehmen aus der Medienbranche in gesellschaftsrechtlichen Fragen. Schwerdtfeger war seit 1992 bei Schwarz Kelwing, seit 1998 als Partner. Zu seinem Mandantenkreis zählen vor allem mittelständische Unternehmen aus der Technologiebranche, Firmen und Fondsgesellschaften aus dem Bereich der Film- und Fernsehproduktionen sowie Banken im Zusammenhang mit Projekt- und Beteiligungsfinanzierungen. So hat er etwa Eos bei der Gründung eines Jointventures mit KirchMedia zur Filmrechteverwertung beraten. Zudem ist Schwerdtfeger auch forensisch tätig, zum Beispiel für Gesellschaften bei der Abwehr von Anlegerklagen.

Neue Heimat Düsseldorf

Die beiden Musikrechtler Dr. Hans Waldhausen (43) und Alexander Abel (45) schließen sich zum November als Partner mit Sonderstatus dem Düsseldorfer Büro der Kanzlei Esch & Kramer an. Die 15 Anwälte zählende Sozietät hat zwei weitere Standorte in Wuppertal und Essen. Waldhausen arbeitete seit 2000 bei der Medienkanzlei Sasse & Partner im Kölner Büro und verließ die Sozietät Anfang dieses Jahres, als der Standort geschlossen wurde. Anschließend verbrachte er mehrere Monate im Ausland. Neben der Beratung von Künstlern war Waldhausen zuletzt auch häufig im Bereich Filmfinanzierung und -verträge tätig.

Die Wiener Kanzlei Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati (CHSH) hat erstmals in ihrer Geschichte einen internationalen Partner aufgenommen. Peter Hoffmann (45) verstärkt seit September das zentral- und osteuropäische Geschäft in den Bereichen Corporate/M&A, Banking & Finance und Real Estate. Vor seinem Wechsel zu CHSH war Hoffmann sieben Jahre als Senior Associate im Emerging Europe Team von Linklaters in Prag tätig.

Weiteres Wachstum

Detlef Kuhlen verstärkt seit Mitte Oktober als Partner das Düsseldorfer Büro von Aderhold v. Dalwigk Knüppel. Der 48-Jährige kam von Stock Aders & Partner, bei der er seit 2005 als Partner im Gesellschafts- und Immobilienrecht sowie im Kapitalmarktbereich beriet.

Verschwörungstheorien sind gutes Blog-Futter, haben aber nur selten etwas mit der Realität zu tun. Es mag verlockend sein, die Schuld am Niedergang von Haarmann Hemmelrath & Partner (HH&P) Wettbewerbern zuzuschieben, die sich durch den Erfolg der Kanzlei bedroht sahen – oder einem öffentlich gemachten Prozess. Doch keiner dieser Faktoren hätte zu ihrer Auflösung führen können, wenn Wachstum und Umstrukturierung der Kanzlei nachhaltig gemanagt worden wären.

Frühstart

Linklaters nimmt bereits ab November ihr Geschäft in Düsseldorf auf. Für die Kanzlei werden insgesamt sechs Partner in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt tätig sein, darunter die beiden Neuzugänge von Freshfields Bruckhaus Deringer, Dr. Ralph Wollburg und Achim Kirchfeld.Man habe sich darauf verständigt, dass die beiden Partner ihre bisherige Sozietät zum 31. Oktober verlassen können, hieß es bei Freshfields auf Anfrage. Neben Wollburg und Kirchfeld gehören die bisherigen Kölner Corporate-Partner Dr. Klaus-Marinus Hoenig, Hans-Ulrich Wilsing, Wolfgang Sturm und Dr. Nikolaos Paschos sowie 20 Associates zum Startteam in Düsseldorf.

Weiterer Verlust für Sasse

Zum November wechselt Peter Kremer (44) als Partner zur Münchner MLawgroup. Der IT- und Gesellschaftsrechtler kommt von Sasse & Partner, der Associate Axel Heltzel (31) begleitet ihn.

Seitenwechsel

Der Hamburger Arbeitsrechtspartner Dr. Ingo Seidner wechselt zum Jahresbeginn 2008 von FPS Fritze Paul Seelig zum Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang Lasalle nach Frankfurt. Nach zwei Jahren bei FPS wird der 40-Jährige dort Head of Legal Deutschland, eine Position, die es bislang bei Jones Lang in Deutschland nicht gab.Neben seiner arbeitsrechtlichen Tätigkeit hatte sich Seidner in den vergangenen Jahren auch stark im Immobilienrecht engagiert. "Ich glaube, dass ich meine Fähigkeiten bei Jones Lang besser einbringen kann", sagte er.

Trennung bei GSK

Prof. Dr. Otto Gassner, Mitgründer und Namenspartner von GSK Gassner Stockmann & Kollegen, verlässt zum November die Kanzlei. Der 54-Jährige wird sich mit einem 15-köpfigen Team Aderhold v. Dalwigk Knüppel in München anschließen. Schon seit längerem zeichnete sich ab, dass die Mehrheit der GSK-Partnerschaft und Gassner nicht mehr an einem Strang zogen. Beide Seiten begründeten die Trennung auch damit, dass sich Gassner mit strukturellen Veränderungen in der Partnerschaft nicht habe identifizieren können. Die Kanzlei hatte vor einiger Zeit den Partnerschaftsvertrag überarbeitet und dabei Mehrheitsentscheidungen - statt Einstimmigkeit - auch für zentrale Fragen wie Partnerausschlüsse zugelassen. Auch wurde eine Altersgrenze eingeführt und ein Managementausschuss eingerichtet. GSK entwickelte sich zudem zunehmend zu einer transaktionsgetriebenen Kanzlei - eine Tätigkeit, die nicht den Vorstellungen Gassners entsprach.

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