Markt und Management

Bird & Bird leitet Generationswechsel ein

Bird & Bird hat eine Umgestaltung des deutschen Managements beschlossen und leitet damit langfristig den Generationswechsel ein.Zwar bleibt Wolfgang von Meibom (63) auch weiterhin Chairman der deutschen Praxis. Dr. Alexander Schröder-Frerkes (46) gibt jedoch seine bisherige Funktion als Vice-Chairman Deutschland auf und übernimmt die neu geschaffene Position des Managing Partners für Deutschland. Diese ist mit weitreichenden Verwaltungsaufgaben ausgestattet. In dieser neuen Doppelrolle leiten von Meibom und Schröder-Frerkes wie bisher die deutsche Praxis gemeinsam.

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Ende April haben sich im Zuge der Fusion der Röver- und der Brönner-Gruppe zur Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften RöverBrönner auch die angeschlossenen Rechtsanwaltsgesellschaften zusammengeschlossen. Die Kanzleien firmierten zuvor unter den Namen Brönner Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam und Röver Ulrich & Damerau in Berlin und Hamburg. Bei RöverBrönner Rechtsanwälte werden 30 Anwälte, davon neun Partner, tätig sein.

Dr. Kornelius Kleinlein (49), Berliner Partner von Hogan & Hartson Raue, hat seit Anfang Mai zusätzliche Management-Aufgaben übernommen. Als so genannter Administrative Partner wird er Aufgaben von Managing Partner Dr. Gernod Meinel übernehmen. „Das Hogan-System kennt keine Vollzeit-Manager“, sagte Meinel dazu. Daher sei es aufgrund der gewachsenen Zahl von Anwälten nun nötig, den ebenfalls gewachsenen Verwaltungsaufwand auf mehrere Schultern zu verteilen.

Die verschiedenen Gesellschaften von Eisenbeis bzw. Eisenbeis & Reinhardt sowie Gross Rechtsanwälte in Leipzig haben sich unter dem Namen Eisenbeis Rechtsanwälte zu einer GmbH zusammengetan. Dadurch entstand eine Kanzlei mit 20 Standorten und mehr als 70 Anwälten.Die Ursprünge der Kanzlei liegen in Ostdeutschland, wo sich auch die Mehrzahl der Büros befindet. Die westdeutschen Standorte - darunter Essen und Hamburg - kamen erst später hinzu. "Wir schließen eine weitere Expansion nicht aus", sagte Volker Reinhardt, einer der Gesellschafter.

Das Berliner Büro von Heiermann Franke Knipp hat sich zum Mai um gleich zwei erfahrene of Counsel erweitert: Dieter Graefe (71) kam von Knauthe, Dr. Wolfgang Vogel (61) von Andrea Versteyl Rechtsanwälte. Vogel war von 1999 bis 2004 Wirtschaftsstaatssekretär des Landes Brandenburg und zuvor in verschiedenen Bundesministerien, unter anderem zuständig für die deutsche Immobilienbranche als Leiter der Abteilung Bau- und Wohnungspolitik des Bundesbauministeriums. Seit 2004 war er wieder als Anwalt zugelassen.

Die US-Kanzlei Sidley Austin hat zum Mai ein Büro im australischen Sydney eröffnet. Dafür hat sie den bisherigen Managing Partner von Pilsbury Winthrop Shaw Pittmann, Bob Meyers (44), als Partner für das Finanz- und Kapitalmarktrecht gewinnen können. Ob mit ihm weitere Associates wechseln, war bis Redaktionsschluss nicht klar. Meyers berät schwerpunktmäßig australische Unternehmen sowie australische und internationale Investmentbanken zu Kapitalaufnahmen und Börsennotierungen, zudem bei internationalen Transaktionen, Fusionen und strukturierten Finanzierungen.

Kein Wachstum ohne Strategie - an der hapert es jedoch in vielen deutschen Kanzleien. Nach einer Studie des Frankfurter Instituts für Angewandtes Wissensmanagement verfügen 55 Prozent der Wirtschaftskanzleien über keine klare Zukunftsstrategie für die nächsten drei bis fünf Jahre – obwohl 85 Prozent diese für besonders wichtig halten. Wunsch und Wirklichkeit klaffen vor allem bei den kleinen und mittleren Kanzleien mit weniger als 100 Berufsträgern auseinander, während sich die Großkanzleien zu 90 Prozent strategische Gedanken über die Zukunft machten. Das Thema Corporate Citizenship steht bei erfolgreichen Mittelständlern hingegen hoch im Kurs: Laut einer Ernst & Young-Studie unterstützen Wachstumsunternehmen ein breites Spektrum von Projekten. Etwa die Hälfte der Unternehmen hilft zum Beispiel weiter. Auch Kanzleien engagieren sich immer mehr:

LKC baut Mittelstandsberatung aus

Die multidisziplinäre Kanzlei LKC Kemper Csarske v. Gronaus Berz mit Hauptsitz in Grünwald bei München hat sich mit drei neuen Partnern verstärkt. Prominentester Zugang ist der ehemalige Freshfields Bruckkaus Deringer-Partner Dr. Stephan Salzmann. Der 47-Jährige war im vergangenen Sommer von Freshfields zu der Münchner Boutique Dr. Mohren & Partner gewechselt (JUVE 08/06) und ist nun seit April bei LKC. Salzmann ist vor allem für die Betreuung von Familien bei der Strukturierung ihrer unternehmerischen Engagements sowie für die Gestaltung von Immobilienfonds bekannt.

Zum April hat sich die Berliner Kanzlei Dittert um zwei Partner verstärkt. Katrin Dittert, bislang einzige Partnerin der auf Baurecht und Facility Management spezialisierten Kanzlei, hat Dr. Michael Faude (58) und Helge Lode (57) in ihre Kanzlei aufgenommen und zugleich ein Büro in Leipzig eröffnet.Lode arbeitete bislang als Einzelanwalt. Als Notar und Steuerrechtler verfügt er über jahrelange Erfahrung mit Immobilienverträgen. Faude leitet künftig das Leipziger Büro. Seit 2005 war er ebenfalls in eigener Kanzlei tätig, zuvor arbeitete er 15 Jahre als Repräsentant von BMW weltweit im Real-Estate-Management und begleitete Immobilienakquisitionen und Sale-and-lease-back-Transaktionen.

Das Büroimmobilien-Unternehmen Alstria verfügt seit Anfang April über eine Inhouse-Juristin: Die 33-jährige Isabelle von Bieberstein, bislang Associate bei White & Case in Hamburg, wechselte als Leiterin Recht zu dem seit wenigen Wochen börsennotierten Investor."Alstria hat mir sehr flexible Möglichkeiten eröffnet", sagte von Bieberstein, die seit 2001 bei White & Case, aber seit Herbst 2004 in Elternzeit war. Bei Alstria steigt sie jetzt zunächst in Teilzeit ein, um die Rechtsabteilung aufzubauen.