Markt und Management

Trennung in Berlin

Carsten Eggers, Namenspartner von Knauthe Eggers in Berlin, verlässt die Kanzlei zum Jahresende. Soweit bekannt, wird der 48-Jährige wieder selbstständig in Berlin arbeiten. Welche Pläne der bekannte M&A- und Corporate-Anwalt genau verfolgt, war bei Redaktionsschluss noch unklar, für eine Stellungnahme war Eggers bislang nicht zu erreichen.

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IT-Verstärkung

Der Outsourcing- und IT-Partner Ralf Schulten (41) ist zum Oktober aus dem Frankfurter Büro von GGV Grützmacher Gravert Viegener zu Aderhold v. Dalwigk Knüppel gewechselt.

Künftig auch in Berlin

Die Leipziger Kanzlei Sammler Volhard Bren & Lange hat zum Oktober ein Büro in Berlin eröffnet. Zum Startteam gehört unter anderem der Leipziger Partner Daniel Fuchs."Die Entscheidung bedeutet keinen Abschied aus Leipzig", stellte Namenspartner Dr. Wolfgang Sammler klar. Die dortigen Kapazitäten werden bereits wieder aufgestockt. Vielmehr folge die Kanzlei mit der Eröffnung dem Wunsch von Berliner Mandanten. Aufgrund dieses Mandantenbestandes sei das neue Büro im sehr umkämpften Berliner Markt auch kein echtes wirtschaftliches Risiko.

Neues Büro in Hamburg

Die Münchner Gesellschaftsrechts- und Steuerboutique Honert Funke Maute Neumayer hat heute mit drei Anwälten der Hamburger Kanzlei Lebuhn & Puchta ein Büro in Hamburg eröffnet. Die Gesellschaftsrechtler Dr. Peter Slabschi (39), Dr. Claudius Mann (42) und Dr. Arnd Weisner (37) steigen als Partner in die Kanzlei ein, die gleichzeitig ihren Namen in Honert + Partner ändert.

Seitenwechsel

Der Arbeitsrechtler Uwe Feldkamp ist von der Münchner Kanzlei Herrmann & Wiedenmann in die Industrie gewechselt: Seit September ist der 42-Jährige als Leiter Tarif- und Arbeitsrecht bei der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH in Langen tätig. Feldkamp hatte seine juristische Laufbahn 1993 als Syndikus bei einem Arbeitgeberverband begonnen, wo er im Bereich Arbeitsrecht und Rechtspolitik tätig war. Anfang 2005 wechselte er zu Herrmann & Wiedenmann, wo er als Salaried Partner Mandanten im Arbeitsrecht beriet.

Erst Clifford Chance, jetzt Lovells. Dass sich zwei der führenden europäischen Kanzleien aus Berlin zurückgezogen haben, hat das jeweilige Kanzlei-Management als Reaktion auf die ungenügende Dynamik des Hauptstadt-Marktes dargestellt. Es wirkte zunächst fatalistisch beziehungsweise passiv, als sich Lovells nach dem Verlust des Bankrechtlers Dr. Thomas Lindemann plus Team (JUVE 06/06) aus Berlin verabschiedete. Aber der Rückzug bedeutet mehr – er ist eine aktive, strategische Aussage über die Rolle, die Lovells in Zukunft spielen wird. Denn es ist nicht nur der Markt, der problematisch ist: Wenn Kanzleien in Berlin aufgeben, deutet dies eher darauf hin, dass in der Vergangenheit strategische Fehler begangen wurden.

Durchstarten in der Großkanzlei – das schwebt den meisten Jurastudenten vor, wenn sie an künftige Berufschancen denken: Über 30 Prozent wollen laut einer Studie des Trendence Instituts und des Karrierenetzwerks e-fellows ihre Karriere hier beginnen. An zweiter Stelle benennen die Studenten den öffentlichen Dienst noch vor den kleinen und mittleren Kanzleien. In der Hitliste der beliebten Arbeitgeber findet man gleich sechs Kanzleien unter den Top 10, populärer ist nur das Auswärtige Amt, das den ersten Platz belegt. Gleich danach kommt Freshfields Bruckhaus Deringer, gefolgt von Hengeler Mueller, Clifford Chance, Gleiss Lutz sowie CMS Hasche Sigle und Linklaters, die sich den sechsten Platz teilen.

Zum September ist Clas Romander, bislang Partner bei White & Case in Stockholm, als neuer Leiter der Bank- und Finanzpraxis in die schwedische Kanzlei Delphi & Co. gewechselt. Der 50-Jährige kam mit einem Team von vier Associates.Romander war zunächst von 1986 bis 1989 im Stockholmer Büro von White & Case tätig und schloss sich dann für sechs Jahre der mittlerweile aufgelösten Kanzlei Verum an. 1995 kehrte er zu der US-Kanzlei zurück. Neben dem Bank- und Finanzrecht gehört auch Corporate zu den Tätigkeitsschwerpunkten Romanders, so beriet er etwa 2005 das schwedische Halbleiterunternehmen Kisel Microelectronics beim Verkauf an Sirf Technology mit einem Transaktionsvolumen von rund 405 Millionen US-Dollar. 2003 hatte er in einem Team um den Düsseldorfer Partner Dr. Andreas Meyer-Landrut die Sommer S.A. beim öffentlichen Übernahmeangebot an die Tarkett Sommer AG begleitet.

Andreas Holtmann ist neuer Leiter der Rechtsabteilung des Busherstellers Neoman Bus GmbH in Salzgitter. Der 37-Jährige kam von dem Kfz-Zulieferunternehmen Wilhelm Karmann GmbH in Osnabrück, wo er seit 2001 als Syndikus tätig war. Sein Vorgänger bei Neoman Bus, Joachim Theile-Ochel, wechselte in den Strategie-Bereich des Unternehmens.

Dr. Thomas Hiby ist seit August neuer Leiter Bauleitplanung der Basalt AG für die Werke in Bayern und Thüringen. Der 46-Jährige war zuvor elf Jahre bei den Anneliese Zementwerken Leiter der Rechtsabteilung.Hiby bringt Erfahrung mit öffentlich-rechtlichen Themen, vor allem Planungs- und Umweltrecht, mit. Seine neue Position ist zwischen der Rechtsabteilung und operativer Tätigkeit angesiedelt. Die Basalt AG, die zur Werhahn-Gruppe gehört, verfügt über keine eigene Rechtsabteilung.

Ab Mai 2007 soll Mayer Brown Rowe & Maw durch ein dreiköpfiges Trio geführt werden. Das hat das Management Board der US-Kanzlei ihren Partnern vorgeschlagen. Mit einer Entscheidung wird im Laufe des Septembers gerechnet. Diese lag allerdings bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Das Leitungsgremium der Kanzlei will mit ihrem Vorschlag die Weichen für die Zeit nach dem altersbedingten Ausscheiden ihres bisherigen Chairmans Ty Fahner im Mai nächsten Jahres stellen. Designierter Nachfolger von Fahner ist der bisherige General-Counsel James Holzhauer. Der UK-Managing-Partner Paul Maher und der Leiter des Washingtoner Büros Ken Geller stehen ihm künftig als Vice-Chairman zur Seite. Alle drei Partner sind Mitglied des elfköpfigen Management Borads.