Markt und Management

Seit Anfang Juli hat der Bundesverband deutscher Banken einen neuen Chefsyndikus. Der 42-jährige Thorsten Höche, zugleich Mitglied der Geschäftsführung, übernahm den Posten von Hansjörg Döll, der in den Ruhestand ging.Höche ist seit zehn Jahren für den Bankenverband tätig und leitet in seiner Position eine Abteilung mit acht Juristen. Er berichtet an den stellvertretenden Hauptgeschäftsführer Dr. Harald Noack (55), der zum Jahresanfang die Position von Stephan Steuer übernahm. Steuer, der auch Chefsyndikus war, ging ebenfalls in den Ruhestand.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Seit Anfang Juli ist Dr. Helmut Merkel neuer Chefsyndikus der Dresdner Bank. Der 51-Jährige löste Dr. Christian Willemer ab.Willemer war mehr als 30 Jahre lang für die Rechtsabteilung tätig und ging jetzt in den Ruhestand. Sein Nachfolger Merkel kennt das Unternehmen. Er arbeitet schon seit 1985 bei der Dresdner Bank. Im vergangenen Jahr wurde er Stellvertretender Leiter der Rechtsabteilung.

Der Minderheitsaktionär des Kaffee- und Einzelhändlers Tchibo, Joachim Herz, hat erzwungen, dass das Unternehmen Schadensersatz von Aufsichtsrat Reinhard Pöllath einfordert. Damit machte Herz von seinem im Aktiengesetz festgehaltenen Recht als Minderheitsaktionär Gebrauch. Dies war nötig geworden, weil sich zuvor die Tchibo-Hauptversammlung gegen eine Schadensersatzklage gegen Pöllath entschieden hatte. Nach dem Schritt von Herz muss der Konzern jetzt aber gegen den Anwalt vorgehen.

Konstanze Hörner (45), Expertin für Erb- und Familienrecht, hat die Hanauer Kanzlei Nickel, Dröse, Zabel, Scharff & Eiding verlassen. Die Anwältin firmiert unter ihrem Mädchennamen Hörner seit Mitte Juli in ihrer eigenen Boutique in Frankurt und wird von einem jungen Anwalt unterstützt. Bei Nickel Dröse war sie seit Anfang 2004 unter dem Namen Salmen tätig. Erst zum Jahresanfang war sie in die neue Frankfurter Dependance gewechselt (JUVE 02/05).

Der bisherige Vizepräsident des Arbeitsgerichts Frankfurt Roland Lukas (47) hat sich selbstständig gemacht. Zum 1. Juli hat er das Unternehmen "Roland Lukas Konfliktlösungen" in Frankfurt gegründet. Lukas wird insbesondere den Vorsitz von Einigungsstellen übernehmen und darüber hinaus außergerichtliche Streitschlichtung auf individualrechtlicher Ebene anbieten. Lukas hat bereits 1987, kurz nach seinem Eintritt in den Richterdienst, seinen ersten Einigungsstellenvorsitz übernommen und seitdem mehrere hundert erfolgreich beendet.

Michael Stephan hat sich nach fünf Jahren bei Holtzbrinck Networxs Anfang Juli selbstständig gemacht. Der 35-Jährige wird in München bleiben und sich dort mit einem weiteren Kollegen zusammentun.Neben München wird eine weitere Anwältin in Köln zu der Kanzlei stoßen und dort ein zweites Büro eröffnen. Näheres ist derzeit nicht bekannt, da die Gespräche noch nicht abgeschlossen sind.

Latham & Watkins hat zwei prominente neue Partner in den Vereinigten Staaten gewonnen.Douglas Greenburg (39) verstärkt die Litigation-Abteilung in Washington, nachdem er zuvor seit 2001 ebenfalls als Partner im Hauptstadtbüro von Winston & Strawn tätig war. Der Anwalt ist spezialisiert auf die Beratung bei internen Konzernprüfungen sowie auf die Verteidigung von Unternehmen sowie ihrer Vorstände. Zudem besitzt er besondere Expertise im Bereich der Untersuchungen der US Securities and Exchange Commission (SEC), der obersten Wertpapier- und Börsenkommission der USA, sowie in Angelegenheiten der Wirtschaftskriminalität.

Dr. Heiko Hofstätter ist Anfang Juli von EY Law Luther Menold in Mannheim zu Schlatter & Kollegen nach Heidelberg gewechselt. Dort wird der 30-Jährige zu Beginn des kommenden Jahres Partner.Damit kehrt Hofstätter nach nur anderthalb Jahren zu seiner alten Kanzlei zurück. Die Trennung erfolgte jedoch "in beiderseitigem Einvernehmen. Wir wünschen Herrn Dr. Hofstätter selbstverständlich alles Gute für die Zukunft", sagte Dr. André Große Vorholt, EY Law-Standortleiter in Mannheim.

Der Hamburger Zwangsverwalter Guido Gemoll hat sich im Juli als Partner Happ Luther & Partner angeschlossen. Der 40-Jährige war zuvor in eigener Kanzlei tätig und brachte seinen Associate Friedrich Grub (35) mit.Gleichzeitig hat Dr. Axel Henriksen (46), der bei Happ Luther im Status eines Salary Partners tätig war, die Kanzlei verlassen. Er schloss sich Jovy & Horbach, die seither Jovy Horbach Henriksen heißt, an.

Die Stadt Mülheim an der Ruhr hat das Beratungsmandat für das Immobilienprojekt Ruhrbania an FPS Fritze Paul Seelig vergeben. Die Kanzlei setzte sich gegen mehrere nationale und internationale Wettbewerber durch. Bis voraussichtlich 2011 soll für 500 Millionen Euro Stück für Stück ein neues Innenstadtquartier in Mülheim entstehen. Hier soll sich Gewerbe ansiedeln, auch ein neues Kongresszentrum ist geplant. Zudem soll es eine Museumsmeile, Wassertouristik und Büro- wie Wohngebäude geben.

Die Rechtsanwaltskammer Frankfurt hat an der Arbeit von Clifford Chance im Zusammenhang mit dem Erwerb der Internet-Firma Ision im Jahr 2001 berufsrechtlich nichts zu beanstanden. Dies hat die Kammer im Juli entschieden.

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