Markt und Management

Spitzenlösung bei Lovells

Lovells hat am vergangenen Wochenende bei ihrer Partnerversammlung in Cannes den 50-jährigen David Harris zum Nachfolger von Managing Partnerin Lesley MacDonagh (52) gewählt. Harris wird sein Amt am 1. Mai 2005 für vier Jahre antreten. MacDonagh, die seit 1995 Managing Partnerin ist, wird ihm jedoch noch für eine Übergangszeit zur Seite stehen.

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Bei Clifford Chance reißt die Serie der Partnerabgänge offenbar nicht ab. Seit Anfang 2003 hat die Kanzlei in den USA weit über 30 Anwälte verloren. Als Reaktion darauf hatte man im Sommer sogar die Büros in San Francisco und Los Angeles geschlossen (JUVE 08/04).

Die internationale Bühne - ein Parkett nicht nur, aber auch für deutsche Anwälte. Beispiel: Prof. Dr. Christoph Schalast. Der Frankfurter Namenspartner von Schalast & Partner berät seit Jahren die Republik Sprska (Bosnien und Herzegowina). Das von Schalast entworfene Notargesetz wurde nun nach einem zweijährigen Gesetzgebungsverfahren angenommen. Seit 2003 werden bereits Kandidaten ausgebildet, im nächsten Frühjahr sollen die ersten Notare ernannt werden. Schalast: „Ein weiterer wichtiger Schritt zur Errichtung eines Rechtsstaats und zur Integration in die EU.“International engagiert ist auch Prof. Dr. Peter Chrocziel, IP-Experte von Freshfields Bruckhaus Deringer. Er wurde zum "President-Elect" von LESI gewählt. LESI steht für Licensing Executives Society International und ist die weltweit größte Vereinigung von Experten im Bereich Geistiges Eigentum/Lizenzierung. Die Satzung der Vereinigung sieht eine einjährige Tätigkeit als "President-Elect" vor, bevor man für ein weiteres Jahr zum Präsidenten der Organisation gewählt wird. Chrocziel ist der dritte Präsident aus Deutschland seit der Gründung der Vereinigung vor fast 40 Jahren.

Die erst im März 2004 gegründete Kanzlei Salger Rechtsanwälte setzt ihre Expansion fort. Im November konnten mit Dr. Wulf Merkel (48) und Dr. Hans-Joachim Fritz (42) wieder zwei neue Partner begrüßt werden.Der ehemalige deutsche Managing Partner von Ashurst, Wulf Merkel, hatte nach eigener Darstellung "schon lange vor, mit Hanns-Christian Salger zusammenzuarbeiten". Salger und er kennten sich bereits seit der Schule, sagte er. "In wirtschaftlich schwierigeren Zeiten wie diesen war es für mich strategisch wichtig, in einer unabhängigen, flexiblen Einheit zu arbeiten", führte Merkel aus.

Baker & McKenzie steht in Deutschland vor einem tiefen Einschnitt: Die Kanzlei verliert an verschiedenen Standorten einige ihrer wichtigsten Corporate- und Finance-Partner. Fünf Gesellschaftsrechtler wechseln zu Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom, zwei Bankrechtler zu Milbank, Tweed, Hadley & McCloy.Baker verlassen werden die Corporate-Partner Dr. Bernd Mayer (41, München), Dr. Peter Veranneman (40, Düsseldorf), Dr. Walter Henle (49, Frankfurt) und Dr. Matthias Jaletzke (44, Frankfurt), gefolgt von dem Münchner Non-Equity-Partner Dr. Lutz Zimmer. Wann sie bei Skadden ihre Arbeit aufnehmen, steht noch nicht fest. Es wird aber mit einem kurzfristigen Wechsel gerechnet.

Die deutsche Partnerschaft von Shearman & Sterling ist im Wandel: Zum Ende dieses Jahres werden vier Equity-Partner die Kanzlei verlassen haben.Wie bereits im Frühsommer Dr. Hanno Berger - der mit mehreren Associates zu Dewey Ballantine gegangen war (JUVE 06/04) - haben nun auch der erfahrene Steuerrechtler Wolfgang Tischbirek (52) und der junge Finanzrechtler Bernhard Gemmel (37) die Kanzlei gewechselt.

Die französische Spezialistin für US-Securities Linda Hesse (41) wechselt als Partnerin von Shearman & Sterling in das Pariser Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer.Bislang beriet Freshfields ihre französische Mandanten in US-Securities-Fragen vom Londoner Büro aus. Künftig soll nun in Paris ein integriertes Angebot in diesem kaptialmarktrechtlichen Segment entwickelt werden. Erst im April hatte die Praxis an der Seine einen Verlust zu verzeichnen: Die auf strukturierte Finanzierungen und Securitisationfragen spezialisierte Partnerin Emanuelle Leroy verließ die Kanzlei mit zwei Associates in Richtung Norton Rose (JUVE 05/04).

Der US-amerikanische Steuerrechtspartner Julian Kim ist zum November ins Washingtoner Büro von Latham & Watkins zurückgekehrt. Der 37-jährige Spezialist für Steuerstreit war zuletzt drei Jahre im US-Finanzministerium beschäftigt. Vor seinem Wechsel ins Ministerium war Kim bereits acht Jahre als Anwalt für Latham tätig. "Wir heißen Julian willkommen zurück in der Kanzlei", erklärte Eric Bernthal, Managing Partner des Latham-Büros in Washington D.C. Und weiter: "Er verfügt über ein hervorragendes Ansehen als Steuerrechtler, sowohl durch die Güte seiner Arbeit als auch durch seine Fähigkeit, große und komplexe Fälle zu bewältigen."

Unter dem Namen Dr. Roller & Partner firmiert seit November in München eine neue, auf Kapitalanlagen spezialisierte Boutique. Gegründet wurde die Kanzlei von Dr. Reinhold Roller (37), Thomas Elster (38), Jan Christoph Knappe (34) und Christian Hackenberg (29), die alle aus der vor allem im Anlegerrecht renommierten Kanzlei Rössner Rechtsanwälte kommen. Dr. Roller & Partner will sich auf das Bank-, Börsen-, Aufsichts- und Kapitalanlagerecht spezialisieren, anders als Rössner allerdings nicht auf Anlegerseite. Man wolle vielmehr Banken und Finanzdienstleister in Haftungsfällen gegenüber Anlegern und Vermögensschadensversicherern beraten, teilte Roller mit. Weitere Praxisbereiche seien Prospektprüfungen, Handelsvertreterrecht, außerdem Steuer-, Straf- und Wettbewerbsrecht sowie die Vertretung gegenüber Aufsichtsbehörden und Vermögensschadensversicherern. Schließlich will das Roller-Team - ebenso wie die Kanzlei Rössner - im Bereich Wirtschaftskriminalität betreuen.

Lovells erweitert sein erst im September eröffnetes Büro in Madrid (JUVE 10/04) mit zwei Quereinsteigern aus der spanischen Finanzverwaltung. Mit Miguel Angel Sanchez und Alfonso Padilla wächst die UK-Kanzlei in der spanischen Hauptstadt auf vier Partner und acht Associates.Sanchez, der als Partner zu Lovells stoßen wird, war in der spanischen Finanzverwaltung als Generaldirektor für die Reform des spanischen Steuersystems verantwortlich. Unter seiner Federführung wurden unter anderem die Einkommenssteuer, die Körperschaftssteuer und die kommunale Steuer überarbeitet. Außerdem war er maßgeblich an der Entstehung des neuen Allgemeinen Steuergesetztes beteiligt, das im Juli in Kraft trat.

Dr. Peter Märkl (35) wechselt zum Januar 2005 aus dem Corporate Team von Clifford Chance in Frankfurt in die Rechtsabteilung der Credit Suisse First Boston. Sein Schwerpunkt soll dort in der rechtlichen Betreuung bei der Entwicklung und dem Verkauf derivativer Produkte liegen. Neben der Unterstützung der operativen Ebene etwa bei Equity-Derivaten werden auch Kapitalmarkttransaktionen in seinen Aufgabenbereich fallen.

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