Markt und Management

Insolvenzrecht

Die mit bundesweit 19 Standorten größte deutsche Insolvenzkanzlei Schultze & Braun betritt Neuland: Künftig will sie in dem als 'closed shop' geltenden Berliner Markt auch Verwaltungen übernehmen. Der Anwalt Carsten Cervera (33), der Anfang März von Kübler gekommen ist, soll für Schultze & Braun als Verwalter den Weg in der Hauptstadt ebnen. Cervera war bislang nicht als Verwalter tätig, wirkte jedoch bei einer Reihe von Verfahren als Anwalt im Hintergrund mit. Er ist in vielen insolvenzrechtsnahen Vereinen und Arbeitsgemeinschaften in Berlin aktiv und dürfte somit in der Szene über einige Kontakte verfügen.

Personalien

Personalien Icon
Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Italien

Linklaters und die italiensiche Sozietät Gianni Origoni Grippo haben nach viereinhalb Jahren die Auflösung ihre Allianz angekündigt. "Entweder führt so eine Allianz zur Fusion oder es funktioniert nicht", begründete der Managing Partner von Linklaters, Tony Angel, den Schritt.

Jones Day

Der Standortleiter (Partner in Charge) des Frankfurter Jones Day-Büros, Karl G. Herold (57), zieht sich nach 13 Jahren aus der ersten Reihe der Sozietät zurück. Ab April übernimmt der 43-jährige M&A-Partner Jürgen Reemers die Stelle Herolds als Partner in Charge.Herold hatte 1991 am Main das erste deutsche Büro der US-Kanzlei gegründet. Mit seiner Person ist das stetige Wachstum von Jones Day auf über 70 Anwälte hierzulande sowie die Eröffnung in München im vergangenen Jahr verknüpft. "Nach mehr als 15 Jahren Aufbauarbeit für Jones Day, zunächst im Pariser Büro und dann seit 1991 in Frankfurt, ist die Zeit gekommen, die Führungsverantwortung auf einen jüngeren Kollegen zu übertragen", erklärte Herold gegenüber JUVE.

Dr. Wolfgang Kirchhoff (45), Brüsseler Kartellrechtspartner bei Freshfields Bruckhaus Deringer, ist Anfang des Monats zum Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe gewählt worden. Die Ernennung durch den Bundespräsidenten wird in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Kirchhoff ist erst der vierte Anwalt, der aus einer Kanzleitätigkeit heraus BGH-Richter wird.Kirchhoff, der seit 1994 in der Praxisgruppe Kartellrecht tätig ist, arbeitet auch häufig im Beihilfe- und Vergaberecht. So hat er etwa in der Vergangenheit das Land Berlin im EU-Beihilfeverfahren zur Bankgesellschaft Berlin und das Bundesverkehrsministerium zu vergaberechtlichen Fragen der privaten Straßenbaufinanzierung beraten.

Clifford Chance hat sich Ende März in einer Abstimmung für ein deutlich vereinfachtes Verfahren zur Beendigung der Equity-Partnerschaft im Fall von unzureichender Leistung ausgesprochen. Die überraschend große Mehrzahl der stimmberechtigten Equity-Partner folgte damit einem Vorschlag des internationalen Managements der Kanzlei, das sich seit Monaten mit Debatten um Vergütungssystem und fallende Umsätze konfrontiert sieht. Auslöser der Diskussionen war ein Fall aus dem vergangenen Jahr: Englischen Presseberichten zufolge hatte Clifford erstmals einem Partner den Equity-Status entzogen. Betroffen war der frühere Managing Partner in Bangkok, Wirot Poonsuwan.

Beiten Burkhardt hat zum Jahresende 2004 ihr Büro in Hamburg geschlossen. Grund für diese Entscheidung war die zu geringe Größe nach personellen Verlusten vor rund einem Jahr.Im vergangenen April hatten die beiden Senior Associates Martin Mildner und Dr. Jörg Schewe Beiten in Richtung Heuking Kühn Lüer Wojtek verlassen (JUVE 05/04). Die Kanzlei wollte damals jedoch auch weiterhin an dem Standort festhalten. Kommissarisch hatte der Münchner Partner Dr. Dirk Tuttlies die Leitung übernommen und rund drei Tage pro Woche in Hamburg verbracht. Ein geeigneter Ausgleich für die Weggänge konnte jedoch nicht gefunden werden.

Das Streichen geht weiter: Wie schon einige andere zuvor haben im Februar auch Wilmer Cutler Pickering Quack anlässlich ihrer Umwandlung in eine LLP den deutschen Namensteil Quack gestrichen. Die US-Kanzlei, die in Deutschland lediglich in Berlin präsent ist, sieht's positiv: als Zeichen des "erfolgreichen Zusammenwachsens" von Quack Rechtsanwälte und WCP.Eine andere Kanzlei firmiert seit Anfang des Jahres ebenfalls ohne deutschen Namen. White & Case, Prof. Dr. Dieter Feddersen (68) hatte sich vor einigen Monaten aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen (JUVE 10/03). Jetzt berichtet die FAZ, dass Feddersen außerdem sein Aufsichtsratmandat bei der Deutschen Beteiligungs AG "aus Altersgründen" Mitte März niedergelegt hat. Als sein Nachfolger steht Unternehmensberater Andrew Richards (53) bereit.

White & Case hat im Februar nach einer zweiten und letzten Wahlphase ihr internationales Managementteam teilweise bestätigt, teilweise neu besetzt. Der New Yorker Duane D. Wall wurde dabei in seinem Amt als Managing Partner für weitere vier Jahre bestätigt. Hugh Verrier (47), Partner des Moskauer Büros, rückt neu in das Management der Kanzlei auf.Bereits in der ersten Wahlphase Ende Januar war mit dem Hamburger Partner Prof. Dr. Eberhard Meincke (59) erstmalig ein deutsches Mitglied in das weltweite Management Board gewählt worden. Neben Meincke wurden die drei New Yorker Partner Eric L. Berg, Timothy B. Goodell und William F. Wynne in ihrem Amt bestätigt und die Partner Kevin Barnard (New York), Gilles Peigney (Paris) und Philip Stopford (London) neu in das Gremium gewählt.

Der 38-jährige Rechtsanwalt Ramon Sieveking (38) ist Mitte März vom Frankfurter Büro von EY Law Luther Menold in die Konzernrechtsabteilung des Düsseldorfer Handelskonzerns Metro gewechselt.Dort wird er im Bereich Ausland tätig werden, der aus der ehemaligen Cash & Carry-Rechtsabteilung hervorgegangen ist. Von hier aus wird die Expansion des Konzerns begleitet.

José Maria Balana de Eguia, bislang Corporate-Leiter der größten spanischen Kanzlei Cuatrecasas, wechselt englischen Presseberichten zufolge zu Lovells. Er soll für die Kanzlei ein Büro in Madrid eröffnen. Bislang ist Lovells in Spanien lediglich mit einem Büro in Alicante vertreten.Wie es weiter heißt, gibt es bei Lovells zudem konkrete Pläne, weitere Quereinsteiger zu rekrutieren. Der Wechsel Balanas, der zu den renommiertesten spanischen Transaktions-Anwälten gehört, dürfte für Lovells jedoch einen gelungenen Einstieg in den Madrider Markt darstellen. Die Kanzlei wollte auf JUVE-Nachfrage den Neuzugang allerdings nicht kommentieren.

Vier Associates von Freshfields Bruckhaus Deringer und Schindhelm Rechtsanwälte streben in die Selbstständigkeit: Ab April gehen in Hamburg Dr. Karsten Kruhl (34) und Dr. Volker Arends (34) von Freshfields zusammen mit Dr. Sebastian Hofert (30) und Dr. Henrik Bergemann (34) von Schindhelm eigene Wege.

Anzeige

Stellenmarkt zur Übersicht

Volljurist:in/Referent:in für die Abteilung Prozessführung/Litigation

Volljurist:in / Referent:in (m/w/d) für die Abteilung Prozessführung / Litigation, Wiesbaden

Volljurist Energierecht / Vollzeit / Köln

rhenag Rheinische Energie AG, 50968 Köln

Senior Legal Counsel (m/f/d), Patents / IP law, Ingelheim (GER)

Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Ingelheim

Senior Corporate Counsel HVAC Germany / Syndikusrechtsanwalt

Trane Technologies, Oberhausen,Jettingen-Scheppach