Markt und Management

Buse Heberer

Buse Heberer Fromm hat mit Karsten von Köller, bisheriger Vorstandsvorsitzender des Immobilienfinanzierers Eurohypo, einen renommierten Branchenkenner für den Standort Frankfurt gewonnen. Der 64-Jährige wird ab April als of Counsel für die Kanzlei tätig werden.Von Köller, der über gute Kontakte zur Immobilien- und Bankenszene verfügt, ist bereits der zweite Zugang aus den Reihen bisheriger Vorstandsmitglieder für Buse: Ebenfalls in Frankfurt verstärkt bereits seit 2002 Gerd Hennig, ehemals im Vorstand der R+V-Versicherung, die Kanzlei. "Die Zusammenarbeit mit Gerd Hennig hat sich bereits als sehr fruchtbar erwiesen", so der Frankfurter Buse-Partner Klaus Beine. Hennigs Erfahrung und gute Branchenkontakte seien der Kanzlei insbesondere in der versicherungsrechtlichen Praxis schon sehr zugute gekommen.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Heuking

Die beiden Arbeitsrechtler Joachim Littig (46) und Stefan Fischer (37) wechseln ab Mitte März von Wilmer Cutler Pickering zu Heuking Kühn Lüer Wojtek in Berlin. Bei Wilmer Cutler hat man für die Abgänge bereits Ersatz gefunden, Namen wollte die Kanzlei jedoch aufgrund von aktuellen Verhandlungen noch keine nennen.Littig und Fischer waren bereits Teil des Teams von Quack Rechtsanwälte als diese mit Wilmer Cutler Pickering fusionierten. Den Wechsel zu Heuking begründen sie nun mit dem Wunsch nach einer unmittelbaren Zusammenarbeit mit den Mandanten. "Für die kompetente Bearbeitung unserer Mandate profitieren wir nur sehr eingeschränkt von den Strukturen einer internationalen Kanzlei," so Fischer. Beide werden dem Vernehmen nach einige namhafte Mandate mit zu Heuking bringen und in Berlin das Arbeitsrecht aufbauen, das dort bisher von der Associate Astrid Reich betreut wurde.

Osterweiterung bei Beiten

Als erste deutsche Großkanzlei eröffnet Beiten Burkhardt im September in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Die Expansion an einen fünften Standort in Osteuropa beschloss die Kanzlei auf ihrer Partnerversammlung Ende Februar. Standortleiter in Kiew wird Associate Felix Rackwitz (30) aus dem St. Petersburger Beiten-Büro. Rackwitz war erst im vergangenen Jahr von Ashurst in Frankfurt zu Beiten gewechselt. Zuvor war er in London im Legal Transition Team der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) tätig. Osteuropa-Know-how und die erforderlichen Sprachkenntnisse hatte Rackwitz bereits im Studium erworben.

Paris

Drei Partner und sechs Associates sind im März von der Pariser Corporate-Kanzlei Sokolow Dunaud Mercadier & Carreras zu Latham & Watkins gewechselt. Zu der Gruppe gehört auch Namenspartner Patrick Dunaud (48), bisheriger Managing Partner und Gründungsmitglied von Sokolow.Zusammen mit Dunaud wechseln die beiden Partner Emmanuel Drai (38) und Judith Vuillez (32). Das Team ist vor allem auf komplexe grenzüberschreitende Prozessführung mit besonderem Ruf für die Branche Medien und Entertainment spezialisiert. Die Pariser Litigation-Praxis von Latham wächst mit den Neuzugängen auf über 50 Anwälte.

Linklaters

Die deutsche Partnerschaft von Linklaters Oppenhoff & Rädler hat Anfang März den Frankfurter M&A-Partner Dr. Michael Lappe zum neuen German Senior Partner gewählt. Der 46-jährige Lappe löst Dr. Rudolf Cölle (63) ab, dessen Amtszeit Ende April nach drei Jahren endet.Lappe gilt als einer der profiliertesten Corporate/M&A-Anwälte aus der jüngeren Partner-Riege der deutschen Linklaters-Praxis. Gegenwärtig leitet er das Team, das Sanofi-Synthélabo zu deutschen Aspekten des Übernahmeangebots für Aventis berät. Frühere Mandate umfassen etwa die Beratung der Beteiligungsgesellschaft Groupe Bruxelles Lambert beim Anteilserwerb bei Bertelsmann, Ernst & Young beim Zusammenschluss mit Arthur Andersen Deutschland oder der Bank of Scotland beim Erwerb des Kreditkartengeschäftes der Santander Direkt Bank.

Wechsler

Dr. Jörg Podehl (40) und Dr. Dirk Mecklenbrauck (35) sind zum März der Düsseldorfer Kanzlei Peters Rechtsanwälte als Partner beigetreten. Podehl kommt aus dem Düsseldorfer Büro von Nörr Stiefenhofer Lutz, in das er erst im Oktober 2002 aus der Mannesmann Rechtsabteilung gewechselt war. Dort war er fünf Jahre lang als Syndikus und Prokurist tätig gewesen. Zuvor hatte der Arbeits- und Vertriebsrechtler über zwei Jahre lang Leiter die Abteilung Unternehmensentwicklung der Verlagsgruppe Handelsblatt geleitet. "Ich freue mich darauf, mit unserem Team eine Kanzlei für Unternehmer und Unternehmen aufzubauen", kommentierte er seinen Wechsel. "Wolfgang Peters und ich kennen uns schon seit dem gemeinsamen Studium in Bonn."

Trennung

Heiko Hartenfels (45), früherer Partner und Namenspate der Darmstädter IT-Boutique BDH (Beckers, Dick, Hartenfels), hat zusammen mit seinem bisherigen Associate Klaus-Christian Falkner (36) eine überörtliche Sozietät gegründet. Seit Anfang März firmieren die beiden Anwälte an den Standorten Mainz und Weinheim unter dem Namen Falkner & Hartenfels. Die Kanzlei berät im IT-Recht Unternehmen auf der Anbieter- sowie Anwenderseite. Weitere Schwerpunkte liegen auf den Gebieten des Factorings und allgemeinen Wirtschaftsrechts.

Lovells

Dr. Michael Leistikow (47) ist wie erwartet zum neuen Regional Managing Partner gewählt worden. Ihm zur Seite steht Dr. Christoph Hiltl (43), der ebenfalls als möglicher Felsenstein-Nachfolger gehandelt worden war.Schon wenige Tage nachdem der Noch-Manager Oliver Felsenstein den Lovells-Partnern verkündet hatte, dass er von seinem Posten als Regional Managing Partner zurücktreten wolle, schien die Entscheidung um seine Nachfolge gefallen. Leistikow und Hiltl standen ganz oben auf der Wunschliste - und da blieben sie auch nach Abschluss der Anhörungen.

EY Law vorübergehend kopflos

Der Chef von EY Law weltweit, Patrick Bignon, hat den Kanzleiverbund verlassen. Als Grund werden in der englischen Presse divergierende Ansichten zwischen Bignon und Ernst & Young über die Zukunft EY Law-Netzwerkes genannt: Bignon soll dagegen gewesen sein, dass E&Y nicht mehr weltweit mit eigenen Kanzleien präsent sein will.Dr. Stefan Kraus, Managing Partner von EY Law Luther Menold, bestätigte den Weggang Bignons und indirekt auch den Grund für diesen Schritt. "Bignon war für den Aufbau einer globalen Law Organisation angetreten." Damit liege er nicht mehr auf einer Linie mit den mächtigeren Prüfern. Denn "derzeit findet eine Fokusverschiebung auf die gezielte Weiterentwicklung von EY Law in solchen Regionen statt, wo EY Law stark ist. Diese befinden sich eben in Kontinentaleuropa", sagte der deutsche Managing Partner. Diese Konzentration sei eine strategische Entscheidung, die jedoch nicht aus finanzieller Notwendigkeit getroffen worden sei. Es sei aber ökonomisch sinnvoll, die EY Law-Ressourcen zu bündeln.

USA

Grund zur Freude bei Wachtell, Lipton, Rosen & Katz: Die New Yorker Sozietät kommt derzeit bei vier wichtigen Transaktionen zum Zug. Der wohl spektakulärste Deal ist die Beratung Disneys bei der feindlichen Übernahme durch den Kabelkonzern Comcast. Außerdem berät die Kanzlei das Mobilfunkunternehmen AT&T Wireless, bisherige Nummer Drei auf dem US-Markt. Das Unternehmen wird nun von Cingular Wireless, dem zweitgrößten US-Mobilfunkkonzern, übernommen. Das Auktionsverfahren um AT&T Wireless konnte Cingular für rund 41 Milliarden Dollar gewinnen, während sich Mitbieter Vodafone zurückzog.

Moskau

Mit zwei namhaften Quereinsteigern hat White & Case in Moskau ihre Präsenz in Russland verstärkt: Dr. Hermann Schmitt (42), deutscher Anwalt und bisheriger Co-Managing Partner des Moskauer Standortes von Clifford Chance, ist gemeinsam mit der Steuerpartnerin Irina Dmitrieva (33) Anfang März in das Moskauer Team von White & Case gewechselt. Schmitt gilt im Moskauer Markt als einer der bekanntesten deutschen Anwälte. "Entscheidend für meinen Wechsel waren vor allem die intensive Zusammenarbeit der deutschen und russischen White & Case-Büros und der Wunsch nach dem weiteren Ausbau des Moskauer Standortes", erklärte Schmitt seine jetzige Entscheidung. "Nach einer interessanten und für meine berufliche Weiterentwicklung wichtigen Zeit bei Clifford Chance sehe ich bei White & Case in meinen Schwerpunktbereichen M&A und Real Estate noch bessere Möglichkeiten für meine Arbeit."

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