Markt und Management

Schneider Schiffer Waltl

Zum Jahreswechsel hat der angesehene Münchener IT-Rechtler Dr. Peter Waltl die Medien-Boutique Schneider Schiffer Waltl verlassen. Waltl wird mit einem Team von drei weiteren Anwälten unter Waltl Rechtsanwälte am Markt auftreten. Seine ehemaligen Kollegen heißen zukünftig Schneider Schiffer Weihenmüller.Gerade einmal zwei Jahre währte die Kooperation zwischen dem ehemaligen Beiten-Partner Waltl und Schneider & Schiffer. "Unterschiedliche Auffassungen haben zur Trennung geführt", sagte Dr. Jochen Schneider. Beiden Seiten würden diese unterschiedlichen Auffassungen in vollem Umfang respektieren. Peter Waltl sieht unter anderem in seiner Großkanzleivergangenheit einen der Gründe für das Scheitern der Kooperation. "Wir hatten einen anderen Approach, sowohl was die Kanzleistrukturen als auch was die Mandatsarbeit betrifft", sagte er.

Personalien

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Fett & Breyer, Maas

Das Konzept, das hinter dem Zusammenschluss der Kanzlei Fett & Breyer, Maas stand, ist nicht aufgegangen. Nach gut zwei Jahren hat sich Dr. Wolfgang Breyer (Stuttgart) von seinen Namenspartnern Prof. Dr. Klaus Fett (Ulm) und Arndt Maas (Leipzig) getrennt. Der Hintergrund des Schrittes war die Verärgerung einiger Mandanten über das fusionsbedingte Tätigkeitskeitsprofil der Kanzlei.Fett & Breyer, Maas war mit dem Ansatz angetreten, kartellrechtliche Beratung mit einem Fokus auf das Baugewerbe anzubieten. Zunächst habe sich dieser Plan gut angelassen, sagte Breyer. Die Kanzlei machte unter anderem durch die Durchsetzung eines Marktinformationssystems von 16 Baustofflieferanten, durch die Vertretung von Schwenk Zement im kartellrechtlichen Bußgeldstreit und die Beratung von Züblin als Generalunternehmer bei den Ten Towers in München auf sich aufmerksam. Doch genau in dieser Kombination lag das Problem: Nach Auskunft von Partner Dr. Kai-Thorsten Zwecker sei es vor allem im süddeutschen Raum in Folge der baurechtlichen Beratung des Bauhauptgewerbes und der kartellrechtlichen Beratung der Bauzulieferer zu Kollisionen gekommen.

Wochenlang war es eines der wohl best gehüteten Geheimnisse des Rechtsmarkts, doch jetzt ist die Katze aus dem Sack: Sony und Bertelsmann verzichten bei der Fusion ihres Musikgeschäfts zu Sony BMG auf deutsche Anwälte. Bertelsmann hat Davis Polk & Wardwell in den USA mandatiert - bester Kumpel von Hengeler Mueller - und Sony hat sich hilfesuchend an die US-Kanzlei Paul, Weiss, Rifkind, Wharton & Garrison gewandt. Pech für die Corporate-Gurus in Deutschland.Zwei Meldungen zum akademischen Zweig der Juristerei wollen wir unseren Lesern nicht vorenthalten: Haarmann Hemmelrath hat jetzt einen eigenen Hörsaal. Nachdem die MDP drei Jahre lang zum Kreis der Förderer der Hamburger Bucerius Law School gehört, hat es zwar nicht zur Umbennenung der geamten Privatuni gereicht, aber doch zum "Haarmann Hemmelrath Lecture Room".

Zum Bericht "Ist Hamburg eine große Stadt?" (Heft 12/03):

Freshfields/Paris

Das Pariser Arbeitsrechtsteam von Freshfields bekommt Verstärkung. Die renommierte Kanzlei Bélier et associés fusionierte zum Jahreswechsel mit dem Pariser Freshfields Büro. Namenspartern Gilles Bélier und seine drei Kollegen Emmanuel Bénard, Isabelle Davezies und Sophie Pélicier wechseln in die Großkanzlei. Die Pariser Arbeitsrechtsgruppe besteht damit aus 20 Anwälten. Bélier wird zusammen mit Pascale Lagesse ihre Leitung übernehmen. Bélier gilt als einer der führenden französischen Arbeitsrechtler. Er beriet unter anderem jahrzehntelang das französiche Arbeitsministerium. Der Ritter der Ehrenlegion veröffentlichte zahlreiche Publikationen.

Dr. Walter Scheuerl, bislang Partner bei Lovells, hat es zum Jahresbeginn zu Graf von Westphalen Bappert & Modest gezogen. Der 42-Jährige, der mit Lovells eine der renommiertesten IP-Praxen der Hansestadt verlassen hat, begründete seine Entscheidung mit finanziellen Erwägungen.Scheuerl, Anwalt seit 1992 und aus dem früheren Droste-Arm kommend, erklärte: "Der Mehrwert der Beratung für die Mandanten stand nach der internationalen Fusion nicht mehr in Relation zur Honorarsteigerung." In den vergangenen drei Jahren seien die Stundensätze in einer Form gestiegen, die seinen Mandanten schwer plausibel zu machen gewesen sei. Sein Wunsch, eine international angebundene Kanzlei mit abweichender Honorarstruktur und ausreichender Personalstärke zu finden, hätten ihn zu Graf von Westphalen geführt.

Die New Yorker IP-Praxis von Clifford Chance verzeichnet abermals dramatische Abgänge. Acht Anwälte werden zu Hogan & Hartson wechseln, unter ihnen Counsel Jonathan Sobel. Das geht aus einem Pressebericht von 'The Lawyer' hervor. Die gewerblichen Rechtsschützer folgen damit Eric Lobenfeld und Ira Schaefer, die bereits im November 2003 von Clifford zu Hogan & Hartson gewechselt waren. Im Dezember hatte dann schließlich die Leiterin der amerikanischen IP-Praxis zusammen mit zwei IP-Partnern die Kanzlei in Richtung Kaye Scholer verlassen (JUVE Rechtsmarkt 01/04).

Inhouse

Zum Jahresbeginn hat sich Dr. Barbara Livonius, zuletzt Chefsyndika bei der Deutsche Bank Geschäfts- und Privatkunden AG, in Frankfurt als Anwältin selbstständig gemacht. Die 37-Jährige wird sich dabei auf Wirtschaftsstrafrecht konzentrieren."Nach zehn Jahren bei der Deutschen Bank war es Zeit, etwas Neues zu machen", sagte die Juristin. Zudem sei sie aufgrund ihrer Führungsposition nicht in der Lage gewesen, ihrer Affinität zum Wirtschaftsstrafrecht im gewünschten Umfang nachzugehen.

Koblenz

Die beiden Koblenzer Kanzleien Klinge Ehlen Iland & Partner und Hess, Karst & Schäfer gehen seit dem Jahresbeginn gemeinsame Wege. Die neue Einheit firmiert als Klinge Hess Rechtsanwälte.13 Anwälte ist die neue Einheit stark, neun davon sind Partner. Aus der alten Klinge Ehlen-Kanzlei kommen zehn Berufsträger zuzüglich der drei Namenspartner von Hess, Karst & Schäfer.

Der bekannte Koblenzer Baurechtler Dr. Frank Deller (41) hat seine bisherige Kanzlei Müller, Nöthen, Prusseit, Höfer & Partner zum Jahresende verlassen. In Zukunft wird er zusammen mit dem Vergaberechtler Dr. Matthias Krist (40) in der Zweierkanzlei Dr. Krist Dr. Deller Rechtsanwälte arbeiten.Sowohl Deller als auch Krist gehören in ihren Schwerpunktbereichen privates Baurecht bzw. Vergaberecht zu den bekanntesten Anwälten in Rheinland-Pfalz. Ein wesentlicher Grund für ihren Zusammenschluss, betonte Krist, seien die Synergien, die sich aus beiden Tätigkeitsfeldern ergeben. Krist Deller positioniert sich als spezialisierte Kanzlei und sticht somit aus dem ansonsten von Full-Service-Praxen dominierten Markt im OLG Bezirk Koblenz heraus. Krist betonte zudem, überregionale Ambitionen zu verfolgen. Im Vergaberecht betreuen beide Anwälte bereits einen deutschlandweit tätigen Hersteller von Lärmschutzwällen in einem Beweissicherungsverfahren im Zusammenhang mit der ICE-Neubaustrecke Köln-Frankfurt sowie ein Kölner Entsorgungsunternehmen in einem Vergabeverfahren.

Arbeitsrecht

Das Kölner Arbeitsrechtsteam von EY Law Luther Menold hat zum neuen Jahr Dietmar Heise als 'Special Counsel' gewonnen. Heise ist auf Tarifvertrags-, Betriebsverfassungsrecht und Sozialpläne spezialisiert.Der 41-Jährige war seit 2000 in der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände tätig. Aus seiner Verbandstätigkeit verfügt Heise über gute Kontakte zu Großunternehmen, die ihm den Aufbau eines Mandantenstamms erleichtern dürften. Zuvor war er bei der Metro AG Leiter der Abteilung Arbeits- und Tarifrecht. Bis zu seinem Wechsel zu Luther Menold arbeitete er nebenbei in der Sozietät Wrede Rechtsanwälte. Zusammen mit seiner Frau Gabriele Heise führte er deren Berliner Büro, das mit seinem Abgang auseinander gefallen ist. Gabriele Heise eröffnet unter dem Namen Heise Rechtsanwältin nun ein eigenes Büro in Berlin.

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