Markt und Management

Hamburg

Claus Peter Gosselke, Namenspartner und Steuerberater der Hamburger MDP-Boutique WBGS Wegener Bechtel Gosselke Schmidt, ist im Oktober in die Steuerabteilung des Holtzbrinck-Verlages nach Stuttgart gewechselt.Mit seiner Rückkehr zur Unternehmensseite gibt der 41-Jährige nun seinem Schwerpunkt internationales Konzernsteuerrecht den Vorzug. Gosselke bringt dabei bereits einschlägige Branchenerfahrung mit: Sechs Jahre lang hatte er in der Steuerabteilung des Bertelsmann-Verlages gearbeitet, bevor er Ende 2000 zu der Hamburger MDP-Kanzlei Alpers & Stenger stieß. Erst im Dezember 2001 hatte er dann zusammen mit den beiden Alpers & Stenger-Kollegen Lothar Wegener und Dr. Marcus Bechtel die eigene Kanzlei Wegener Bechtel Gosselke gegründet, die den Schwerpunkt auf die steuerliche und rechtliche Beratung im Transaktionsgeschäft legte.

Personalien

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Italien

Mit dem Zugang von Enrico Fadani im Oktober hat Hammonds in seinem Mailänder Büro ein German/Italian Desk gegründet. Ob die entsprechenden deutschen Ansprechpartner im Berliner oder Münchner Büro der Kanzlei zu finden sein werden, steht derzeit allerdings noch nicht fest.Fadani spricht fließend Deutsch und Italienisch und ist sowohl als Rechtsanwalt als auch als Avvocato zugelassen. Die Tätigkeitsschwerpunkte des 36-Jährigen liegen im Corporate und Steuerrecht. Bisher war er in Mailand mit seiner deutschen Frau Barbara Niemann Fadani in eigener Kanzlei tätig und vertrat unter anderem Mandanten wie ELNA und schattdecor. Fadani stößt als Associate zu Hammonds und wird im Mai zum Partner ernannt werden.

Skandinavien

Anfang Oktober hat sich Linklaters von ihrem Malmöer Büro getrennt. Damit reduziert die Magic Circle-Kanzlei zwei Jahre nach der Fusion mit der schwedischen Sozietät Lagerlöf & Leman ihre skandinavische Praxis auf Stockholm als einzigen Standort im hohen Norden. Das Büro habe für Linklaters keinen Sinn mehr gemacht, sagte ein deutscher Sprecher mit Hinweis auf die erfreuliche Entwicklung der Stockholmer Lagerlöf-Praxis. Drei der vier Malmöer Partner firmieren seit der Trennung in eigener Kanzlei als Moll Wenden, der vierte hat sich als Einzelanwalt selbstständig gemacht.

Die englische Großkanzlei Eversheds hat Kooperationsgespräche mit Sozietäten in Spanien und Österreich angekündigt. Es handelt sich dabei um Denton Lupicinio und Baier Lambert, beides ehemalige Mitglieder des aufgelösten europäischen Kanzlei-Netzwerkes Denton International. Die internationale Allianz war im Sommer auf Initiative ihrer Gründerkanzlei Denton Wilde Sapte aufgelöst worden (JUVE Rechtsmarkt 06/03). Das damalige deutsche Mitglied Heuking Kühn Lüer Wojtek ist Berichten der englischen Presse zufolge jedoch nicht an den jetzigen Verhandlungen beteiligt.

Niederlande

Im Zuge der europaweiten Diskussion um das Fortbestehen von WP-nahen Kanzleien steht nun eine weitere Sozietät vor dem Aus: Am 18. November 2003 gaben der niederländische Vertreter des PwC-Rechtsberatungsnetzwerkes Landwell und die Amsterdamer Kanzlei Van Doorne ihren Zusammenschluss bekannt.Damit entsteht zum Jahreswechsel eine der größten niederländischen Kanzleien. Unter dem Namen Van Doorne bringt die fusionierte Gesellschaft insgesamt 100 Anwälte von Landwell und 115 von Van Doorne zusammen. Gemeinsame Kanzleizentrale wird Amsterdam sein. Nach Informationen der englischen Presse soll die fusionierte Kanzlei künftig rund 40 Partner und 200 angestellte Anwälte beschäftigen. Derzeit sind bei Van Doorne 29 Partner an Bord.

Zum Jahr 2004 firmiert Haarmann Hemmelrath in Deutschland zur Partnerschaftsgesellschaft um. Zugleich organisiert sich die gesamte Beratungsguppe Haarmann Hemmelrath künftig als Schweizer Genossenschaft (SC). Zu der Beratungsgruppe gehören neben der multidisziplinären Kanzlei und ihren ausländischen Büros auch WP-, Steuer-, Unternehmensberatungsgesellschaften. Haarmann folgt mit der Neuorganisation dem Vorbild des nicht mehr bestehenden WP-Riesen Andersen Worldwide, der seine Ländergesellschaften ebenfalls in einer SC gebündelt hatte.

München

Zum November 2003 haben zwei Litigation-Juniorpartner das Münchner Büro von Linklaters Oppenhoff & Rädler verlassen. Sie sind zu kleineren Praxen am Ort gewechselt. Dr. Alexander Kröck (35) ging als Partner zu Kantenwein Zimmermann Fox, Philipp Beckers (33) wird Senior Associate bei Ashurst Morris Crisp.

Stuttgart

(Aktualisiert) Das Stuttgarter Büro von EY Law Luther Menold zerfällt in zwei Hälften. 14 Partner verlassen die Kanzlei zum Jahresende, rund zwölf Associates werden wahrscheinlich mit ihnen gehen. Damit reduziert sich die Belegschaft des Büros von knapp 50 Berufsträgern auf etwa 26.Folgende Partner gehen, darunter die namhaftesten des schwäbischen Standortes: der bisherige Co-Managing Partner Rudolf Bezler, der bisherige Standortleiter Dr. Hans-Christoph Maulbetsch, der 64-jährige Namenspartner Dr. Dieter Menold, Hartmut Herrlinger, Ralf-Dietrich Tiesler, Dr. Stefan Schick, der u.a. mit Recruiting befasste Partner Dr. Jörg Schneider-Brodtmann, Dr. Axel Klumpp, Dr. Thomas Reith, Dr. Klaus-Dieter Rose, Jens Schmelt, Erich Schmid, Dr. Oliver Schmidt und Dr. Matthias Schröder.

Überraschung bei Lovells

Beim Partnertreffen am vergangenen Wochenende hat Lovells in London den Versicherungsrechtler John Young zum neuen Senior Partner gewählt.Der 46-Jährige, der in der Sozietät als Außenseiterkandidat galt, setzte sich entgegen den meisten Vorhersagen überraschend gegen den bisherigen Senior Partner Andrew Walker und Corporate Co-Chef Hugh Nineham durch.

Krombacher-Vorwürfe

Die Privatbrauerei Krombacher distanziert sich von dem Stuttgarter Gleiss Lutz-Partner Dr. Clemens Weidemann. Dieser hatte als Anwalt der Gegner der Verpackungsverordnung am 31. Oktober 2003 ein Schreiben an die Bundesregierung aufgesetzt, in dem er sie ersucht, "die Pfandvollziehung bis zum rechtskräftigen Abschluss der vor nationalen und europäischen Gerichten anhängigen Verfahren auszusetzen".In dem Schriftssatz, der der "Lebensmittelzeitung" vorliegt, erklärt Weidemann, "im Auftrag meiner Mandanten" - rund 40 Unternehmen der Getränke- und Verpackungswirtschaft - zu handeln. Einer der aufgeführten Mandanten ist die Firma Krombacher, die nun mitteilte, Weidemanns Vorgehensweise sei nicht mit ihr abgestimmt gewesen.

Beiten Burkhardt

Beiten Burkhardt Goerdeler hat im Oktober 2003 die Lizenz zur Eröffnung eines Büros in Schanghai erhalten. Beiten, die bereits über Niederlassungen in Hongkong und Peking verfügt, wird damit als einzige deutsche Kanzlei an allen drei Wirtschaftszentren der Volksrepublik präsent sein.Das neue Büro wird durch den deutschen Anwalt Rainer Burkhardt aus dem Pekinger Büro besetzt, chinesische Anwälte wechseln teils aus Peking und werden teils in Schanghai eingestellt, erläuterte der Leiter der China-Praxis, Dr. Björn Etgen. Insgesamt werden in Schanghai zunächst vier Juristen tätig sein.

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