Markt und Management

Mit 15 neuen Anwälten und ebenfalls neuer Adresse in Berlin Mitte meldet sich Heuking Kühn Lüer Wojtek in der Bundeshauptstadt zurück.Sieben Partner will die Kanzlei zu Beginn 2003 in Berlin neu aufnehmen. Unter anderem werden ein Teil des bisherigen Berliner Büros von Seufert zu Heuking wechseln. Maren Stötter, Dr. Heinz Bohlen, Dr. Peter Fissenewert, Ralph Negelein und Karl-Georg Wellmann, der zugleich Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses ist, sollen in den Bereichen Corporate, Arbeitsrecht und Immobilienrecht für Verstärkung sorgen.

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Die Adori-Affäre geht offenbar in die nächste Runde: Mehrere Personen aus Führung und Umfeld des Regensburger Neue-Markt-Unternehmens Adori AG sind bei der Übernahme des Oberhachinger Telematik-Anbieters GAP AG gerichtlich gestoppt worden.Das Landgericht München I setzte auf Antrag des GAP-Aktionärs Transconnect und des bisherigen GAP-Aufsichtsrates per einstweiliger Verfügung die vor drei Wochen handstreichartig installierte neue GAP-Führung wieder ab.

Die Big Four-Kanzlei KPMG Beiten Burkhardt ändert zum Jahreswechsel ihren Namen. Künftig wird sie als Beiten Burkhardt Goerdeler firmieren. Ein Rechtsstreit um das Namenskürzel ist weiter beim BGH anhängig.Neben der Namensänderung wird der bisherige Namenszusatz "Rechtsanwaltsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft" auf den Anwaltsteil verkürzt. Das teilte die Kanzlei am 16. Dezember 2002 mit und bestätigte damit vorausgegangene Pressemeldungen.

Dr. Heiko Beck ist ab Januar 2003 für die DekaBank tätig. Dort wird er die Position eines General Counsel einnehmen.Sein Nachfolger in der Leitung des Bereichs Legal Affairs, Compliance and Membership bei der Deutschen Börse steht nach JUVE-Informationen zwar bereits fest. Einen konkreten Namen wollte das Unternehmen allerdings zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen.

Gut informierten Marktbeobachtern zufolge steht die renommierte Arbeitsrechtsboutique Neef & Tschöpe vor der endgültigen Trennung. Die Partner Dr. Klaus Neef und Dr. Peter Schrader aus dem Hannoveraner Büro der Kanzlei hätten die Sozietät gekündigt, hieß es. Die Kanzlei wollte die Meldungen weder bestätigen noch dementieren.Eine solche Kündigung der Sozietät würde eine endgültige Trennung der beiden bestehenden Büros am Stammsitz Gütersloh und in Hannover bedeuten, an denen jeweils ein Namenspartner mit seinem Team tätig ist. Seit langem berichten Arbeitsrechtler von bestehenden persönlichen Differenzen zwischen Neef und Dr. Ulrich Tschöpe. Bereits vor mehreren Jahren hatte man sich daher zu der bestehenden räumlichen Separierung entschlossen.

Der stellvertretende Leiter der weltweiten Kartellrechtspraxis von Clifford Chance, Kevin J. Arquit, verlässt das New Yorker Büro der Kanzlei. Zukünftig ist er Partner bei Simpson Thacher & Bartlett tätig. Mit ihm wird auch Partnerin Aimee H. Goldstein wechseln.Arquit gilt als einer der umsatzstärksten Partner im New Yorker CC-Büro. Seine jährliche Vergütung soll laut Informationen von "The American Lawyer" bei rund 3,5 Millionen US-Dollar liegen. Da sein Verdienst weit über dem Durchschnitt der Partner lag, hatte Clifford Chance ihn im Zuge der Fusion mit Roger & Wells in 2000 nicht in das neu geschaffene Vergütungssystem integriert.

Immer mehr Frauen sind als Rechtsanwältinnen aktiv. Dies gilt sowohl bundesweit als auch für die deutschen Großkanzleien.Der Anteil weiblicher Beruftsträger der 20 führenden Kanzleien ist in den letzten Jahren zwar überproportional gestiegen, dennoch sind hier immer noch weniger Anwältinnen als im Bundesdurchschnitt beschäftigt. Dies belegt JUVE-Datenmaterial im Vergleich mit aktuellen Statistiken der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK).

Anwälte bei Lovells in Deutschland haben einen britischen Pressebericht über eine Kürzung der Zahl der Equity-Partner entschieden zurückgewiesen. "The Lawyer" hatte berichtet, dass im Londoner Büro die Leistung der einzelnen Partner untersucht werde, um bis zu neun Partner den Equity-Status zu entziehen. Den Partner des Londoner Büros stehe eine "Nacht der langen Messer bevor" titelte "The Lawyer".

Die Stadtverwaltung von Mülheim an der Ruhr hat dem Stadtrat am 5. Dezember 2002 vorgeschlagen, Dr. Ute Jasper (Heuking Kühn Lüer Wojtek) weiter als Beraterin zu beschäftigen. Das berichtete die "Neue Ruhrzeitung" als Ergebnis einer nichtöffentlichen Sitzung.Aus verlässlicher Quelle war außerdem zu erfahren, dass der Stadtrat sich wenige Tage später dem Vorschlag der Stadtverwaltung angeschlossen habe. Bei der Mandatierung von Ute Jasper durch die Stadt Mühlheim geht es um die Privatisierung der Stadtentwässerung, Neuordnung der städtischen Beteiligungen, die Verkehrsbetriebe sowie andere Projekte.

Abschied von Luther

Dr. Georg Streit, bislang EY Law Luther Menold-Partner, wechselt zu Wellensiek Grub & Partner. Streit leitet ab 1. Januar 2004 das kürzlich gegründete Münchner Büro der Insolvenzrechtskanzlei. Mit dieser Arbeit hat der Neuzugang Erfahrung. Schon für Luther Menold baute er die erst 2002 gegründete Niederlassung in Mannheim auf. Neuer Standortleiter in Mannheim ist der Senior Associate Dr. André Große-Vorholt."Die enge Eingliederung der Anwaltsgesellschaft in den Ernst & Young-Verbund hätte für mich zu erheblichen Verlusten geführt, da ich u.a. SEC-Mandate betreue", begründete Streit seinen Weggang. Bereits Ende September hatte er dies der Kanzleiführung mitgeteilt. Auch Dr. Stefan Kraus, Managing Partner von EY Law Luther Menold, erklärte: "Der Beschluss, EY Law beizutreten, hatte negative Auswirkungen auf sein Mandantenportfolio."

Die insolvenzrechtlich ausgerichteten Sozietäten Hess Wienberg Freund & Partner (Stammsitze: Mainz, Dresden) und Brandenburg & Wilhelm (Stammsitz: Hamburg) haben sich zum 1. Dezember 2002 zusammengeschlossen. Durch die Fusion entsteht die nach Anzahl von Berufsträgern, Verwaltern und Büros zweitgrößte deutsche Insolvenzrechtskanzlei.Dem neuen Akteur mit dem offiziellen Kürzel HWW gehören 12 Partner und insgesamt 56 Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater an. Sie ist an bundesweit 16 Standorten vertreten, 13 Berufsträger werden derzeit als Insolvenzverwalter bestellt. Der Schwerpunkt der Verwaltungen liegt in ganz Nord- und Ostdeutschland. Zudem verfügt HWW über ein aufstrebendes Büro in München.

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