Markt und Management

Jetzt Unternehmer

Der langjährige Leiter der steuerrechtlichen Praxis von Clifford Chance, Dr. Uwe Schimmelschmidt, ist zum Januar aus der Kanzlei ausgeschieden. Gemeinsam mit einem weiteren Investor steht der 55-Jährige nun hinter dem Tax-Tech-Unternehmen Zasta.de. Die Onlineplattform richtet sich an Verbraucher, die sich innerhalb weniger Minuten mittels einer Software die Erstattungshöhe ihrer Steuererklärung ausrechnen lassen können.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Öffentliches Wirtschaftsrecht

Zum Februar verstärkt EY Law seinen Berliner Standort mit Dr. Peter Schimanek. Der 52-Jährige Vergabe- und Beihilferechtler kommt von Görg, wo er bis zuletzt Counsel war. Bei EY Law steigt er als Director ein, was dem Status eines Salary-Partners entspricht. Schimanek wird zu einer wachsenden Fachgruppe ‚Öffentliches Wirtschaftsrecht‘ stoßen, die vor allem in der integrierten Beratung an Bedeutung gewinnt.

Facebook-Prozessfinanzierer

Max Schrems gegen den Weltkonzern Facebook: Zum Showdown vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) wäre es diese Woche wohl nicht gekommen, wenn der Datenschutzaktivist aus Österreich die Kosten allein hätte tragen müssen. Der Prozessfinanzierer Roland ProzessFinanz unterstützt Schrems seit 2014 bei seinen Klagen gegen Facebook. Das in Köln ansässige Unternehmen hat rund 200 Fälle mit einem Streitwert von insgesamt 380 Millionen Euro im Portfolio, darunter auch eine Reihe österreichischer Sammelklagen. JUVE sprach mit dem Vorstand, Dr. Arndt Eversberg, über das Facebook-Verfahren.

Hessen

Kleymann Karpenstein & Partner aus Wetzlar baut mit zwei Quereinsteigern eine Bank- und Kapitalmarktpraxis auf. Der neue Partner Matthias Aurand wechselt zum Februar aus eigener Kanzlei. Reinhard Stock, der zum April als Counsel einsteigen wird, war bisher Leiter der Rechtsabteilung bei der Sparkasse Wetzlar. Gleichzeitig verliert Kleymann mit Partner Jan Reimann einen Notar.

Frankfurt

Hogan Lovells hat ihr Kapitalmarktrechtsteam um einen weiteren Zugang ergänzt. Markus Brusch (36), zuletzt Inhouse-Anwalt bei BNP Paribas, stieß zum Januar als Counsel zur Praxisgruppe Fremdkapitalmärkte in Frankfurt. Der Bank- und Finanzrechtler folgte damit den Partnern Dr. Jochen Seitz und Peter Maier, die im Herbst von Mayer Brown gewechselt waren. Bis Ende Oktober hatte Brusch als Associate bei Mayer Brown gearbeitet.

Wien

Im Frühsommer geht in Wien eine neue Kanzlei an den Start: Ein 18-köpfiges Team um den Partner Prof. Dr. Georg Schima (57) gründet zusammen mit den Anwälten von Starlinger Mayer eine eigene Einheit. Kunz Schima Wallentin (KSW) steht damit nach über zwei Jahrzehnten vor dem Aus.

Energierecht

Die Dortmunder Energierechts-Boutique Höch und Partner hat zum Januar ihren zweiten Kanzleistandort eröffnet. Den neuen Berliner Standort soll Alexander Baron aufbauen. Der 41-Jährige kommt vom Netzbetreiber Westnetz und blickt auf eine lange Inhouse-Karriere im Energiesektor zurück. Bei Höch und Partner steigt er als Salary-Partner ein.

Hamburg

Baker Tilly hat ihr Hamburger Büro zum Jahreswechsel mit dem Arbeitsrechtler Jacob Keyl (43) verstärkt. Keyl steigt als Partner ein, er kommt von der Hamburger Kanzlei Appel & Hadenfeldt. Diese hat sich nach JUVE-Informationen zum Jahresende aufgelöst.

München

Die Münchner Kanzlei Stolzenberg hat sich zum Jahreswechsel auf Partnerebene verstärkt. Von der lokalen Wettbewerberin Kraske Melcher wechselten Dr. Roger Bartens (45), Dr. Henning Klingenfuß (44) und Dr. Volker Schad (38), mit ihnen kommt eine Associate. Bereits im vergangenen Jahr kam im Gesellschaftsrecht ein neuer Partner hinzu, so dass Stolzenberg nun aus elf Partnern besteht.

Top-Ten-Insolvenzen 2017

Die Insolvenzen in Österreich erreichten im vergangenen Jahr den tiefsten Stand seit 20 Jahren. Die Statistik des Gläubigerverbands KSV1870 weist einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um nur 2,8 Prozent gegenüber 2016, die Passiva brachen allerdings um satte 35 Prozent ein. Dementsprechend kleinteilig war das Geschäft der Verwalter.