Markt und Management

Coup für Cleary

Cleary Gottlieb Steen & Hamilton verstärkt ihr Kölner Büro mit einem der renommiertesten deutschen Kartellrechtler: Von Linklaters wechselt Dr. Wolfgang Deselaers (56) voraussichtlich Mitte November zu der US-Konkurrentin. Linklaters verliert damit ihren erfahrensten deutschen Kartellrechtler. Zuletzt hatte er maßgeblich die Verbindung zur Litigation-Gruppe vorangetrieben und ein Spezialistenteam für Kartellschadensersatz aufgebaut. Im Kölner Cleary-Büro trifft Deselaers auf alte Bekannte: Mit den dortigen Kartellrechtlern hatte er bereits im früheren Kölner Linklaters-Büro zusammengearbeitet.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
M&A-Versicherungen

Der M&A-Versicherungsmakler Hemsley Wynne Furlonge (HWF) hat zum Oktober ein Büro in Deutschland eröffnet und dafür Dr. Philipp Heer als Inhouse-Juristen geholt. Heer wird das Büro in Frankfurt neben seiner juristischen Funktion auch leiten. Der 36-Jährige kommt aus dem New Yorker Büro von Noerr, wo er zuletzt Senior Associate war.

M&A-Trends

In der Transaktionsberatung stagnieren die Stundensätze. Teile der Arbeit sind dank Softwareeinsatz nicht mehr so profitabel wie früher. Dass ist gravierend, da viele Kanzleien über Jahre viel Geld in diesen Beratungszweig investiert haben. Zwar lassen sich komplexe und großvolumige Transaktionen immer noch exzellent abrechnen. Doch steigende Honorare gibt es vor allem dort, wo eine Krise zu vermuten ist.

Cum-Ex-Durchsuchung

Nach und nach sickern mehr Details zur Durchsuchung der Frankfurter Kanzleiräume von Freshfields Bruckhaus Deringer in der vergangenen Woche durch: Die Sozietät holte sich zur Verteidigung ihrer Interessen während des Zugriffs Dr. Stefan Kirsch, Partner der Spezialkanzlei HammPartner an die Seite. Freshfields-Steuerchef Dr. Ulf Johannemann, gegen den die Strafverfolger wegen etwaiger Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermitteln, mandatierte den bundesweit bekannten Strafverteidiger Prof. Dr. Werner Leitner.

Steuerrecht

Der aktuelle Steuerpartner von DLA Piper Weiss-Tessbach, Dr. Franz Althuber (42), wird Anfang 2018 seine eigene Kanzlei eröffnen. Althuber will seinen bestehenden Schwerpunkt auf Steuerverfahren und Steuerstrafrecht fortführen. Hinzukommen soll das Sujet Managerhaftung, zu dem die neue Einheit für Versicherer, Unternehmen und Geschäftsführer tätig werden will.

Bayern in Berlin

Die Münchener Energierechts-Boutique AssmannPeiffer eröffnet zum November ein Büro in Berlin. Neben dem Associate Oliver Lohmann (33), der bisher im Münchner Büro tätig war, wechselt Sebastian Schnurre (36) als Counsel an den neuen Standort. Schnurre kommt vom Bundesverband Neue Energiewirtschaft, wo er zuletzt die Abteilung Flexibilität und Digitales leitete.

JUVE Awards 2017

Der JUVE Verlag hat am Donnerstag Abend die Anwaltskanzleien und Inhouse-Teams ausgezeichnet. ‚JUVE Kanzlei des Jahres’ ist Clifford Chance, als ‚Kanzlei des Jahres für den Mittelstand’ wurde Lutz Abel prämiert. Die Rechtsabteilung des Stromnetzbetreibers Amprion wurde zum ‚Inhouse-Team des Jahres’ gekürt.

Essen

Zum Jahreswechsel verstärkt sich die Essener Kanzlei Heinemann mit Dr. Uwe Faustmann (59) und Dr. Thomas Ockenfels (62). Beide sind derzeit Partner bei der ebenfalls in Essen ansässigen Sozietät Horlitz Keith & Partner. Mit ihnen wechselt zudem ein Salary-Partner.

PricewaterhouseCoopers Legal goes America

Die Big-Four-Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hat Ende September unter dem Namen ILC Legal ein Anwaltsbüro in Washington eröffnet. Im Gespräch mit JUVE erklärt Prof. Dr. Heinz-Klaus Kroppen, Deutschland-Chef von PwC Legal, was er sich von dem Schritt in die Vereinigten Staaten verspricht.

Steuerberatersoftware

Der IT-Dienstleister Datev bekommt zum Juli 2018 eine neue Personalchefin. Julia Bangerth (44) folgt dann als Personalvorstand auf Jörg von Pappenheim (64), der nach 14 Jahren bei der Datev ausscheidet und plant, danach als Anwalt und Berater tätig zu sein.

Von wegen digital

Alle reden von Digitalisierung. Doch auch wenn viele einen Hype wittern und darauf verweisen, dass Legal Tech im anwaltlichen Berufsalltag (noch) in keinem Verhältnis zu seinem tatsächlichen Nutzen steht: Die meisten Kanzleien wollen ihr digitales Repertoire erweitern, weil sie fürchten, den Bedürfnissen der immer preis- und selbstbewussteren Mandanten auf Dauer nicht mehr gerecht werden zu können. Also entwickeln viele eigene Programme und Tools, um Arbeitsprozesse bald digitalisieren zu können. Besonders weit sind die meisten noch nicht gekommen.