Markt und Management

Italien

Zum Jahresbeginn hat DLA Piper in Italien mit der Immobilien-Boutique Apollo & Associati fusioniert. Der angesehene Immobilienrechtler Davide Apollo (44) hatte die Mailänder Kanzlei 2006 nach seinem Ausstieg aus der unabhängigen Großkanzlei NCTM gegründet. Bei DLA stieg er als Equity-Partner ein. Begleitet wurde er von seinem dreiköpfigen Team.Durch die Fusion wächst die renommierte italienische Real-Estate-Praxis auf vier Partner, ein Of Counsel und 24 Associates. Immobilienwirtschaftsrecht gilt als eine der stärksten italienischen Praxisgruppen von DLA.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
München

Die Münchner Schörghuber-Gruppe hat Dr. Klaus Naeve zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Der 58-Jährige Anwalt und Steuerberater tritt bei dem Brau- und Hotelimperium die Nachfolge von Stefan Schörghuber an, der vor wenigen Wochen starb. Gemeinsam mit dem Finanzvorstand Hans-Peter Hoh wird Naeve künftig die Geschäfte der Unternehmensgruppe führen.Naeve war seit 2003 selbstständig in der bayrischen Landeshauptstadt tätig.

Spin-Off

Das bisherige Frankfurter Team von Thümmel Schütze & Partner hat die Kanzlei wie angekündigt verlassen und ist zum Jahresbeginn als Otto Mittag Fontane an den Start gegangen.Auch unter neuem Dach konzentriert sich die etablierte Praxis weiter auf die Bereiche M&A/Private Equity sowie Bank- und Kapitalmarktrecht. Insgesamt sind 13 Berufsträger für die junge Boutique tätig.

Arbeitsrecht

Zum Januar hat sich Dr. Kara Preedy der Berliner Arbeitsrechtsboutique Pusch Wahlig Legal als Partnerin angeschlossen. Zuvor arbeitete die 38-Jährige als Partnerin bei Geiser & von Oppen, ebenfalls in Berlin.Preedy war, bevor sie 2007 in die Hauptstadt ging, bei Cleary Gottlieb Steen & Hamilton in Frankfurt tätig und vorwiegend mit transaktionsbegleitendem Arbeitsrecht beschäftigt. Bei Geiser beriet sie hingegen vor allem mittelständische Unternehmen, aber auch leitende Angestellte und Geschäftsführer.

Deliktische Sicherungspflichten eines Herstellers sind nach dem Inverkehrbringen des Produkts begrenzt. Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied, dass die Herstellerhaftung nicht darauf gerichtet sei, dem Käufer eine mangelfreie Sache zur Verfügung zu stellen, sondern die Warnung vor etwaigen Gefahren ausreiche. Mit seiner Entscheidung hat der sechste Zivilsenat einen jahrelangen Rechtsstreit zwischen dem Landesverband der Allgemeinen Ortsskrankenkassen Baden-Württemberg (AOK) und dem ostwestfälischen Pflegebettenhersteller Days Healthcare entschieden. Das vielbeachtete Urteil schließt ein heftige Diskussion im deutschen Produkthaftungsrecht ab. Bislang ist es bei Produktfehlern in Deutschland gängige Praxis selbst nach Ablauf der Garantiezeit einen kostenlosen Austausch neu gegen alt anzubieten. Das führte bei vielen Kunden zu der Haltung, dass auch Rückrufe von Herstellern ohne weitere Nachrüstekosten durchzuführen sind. Nach der Entscheidung des BGH steht nun fest, dass es nach Ablauf der Gewährleistungsfrist keine zeitlich unbegrenzten Kostenersatz über die Produkthaftung eines Herstellers gibt.

Gleiss Lutz ist lange Zeit von ihren Wettbewerbern unterschätzt worden. Daran haben sich die Partner längst gewöhnt. Keinen von ihnen wird es daher besonders überraschen, dass die Eröffnung des Düsseldorfer Büros einige abfällige Bemerkungen etablierter rheinischer Wettbewerber nach sich zog. Tenor: Keiner der wirklich großen Gleiss-Namen sei an den Rhein gekommen. Wenn Bechtold, Bauer oder Wegen umgezogen wären, wäre es interessant gewesen. Aber eine Gruppe junger süddeutscher Partner? Das könne nicht gut gehen.

Die Anlegerkanzlei Hahn Rechtsanwälte ist eine Kooperation mit der US-Sozietät Murray Frank & Sailer eingegangen. Institutionelle Anleger aus Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz können so bei Individual- und Sammelklagen in den USA unterstützt werden. Murray Frank & Salier ist vor allem auf Klagen im Wertpapierbereich spezialisiert und erstritt unter anderem für Anleger des US-Energieriesen Enron hohe Schadensersatzzahlungen. "Deutsche Anlegerschutzkanzleien müssen bei Verfolgung der Ansprüche für ihre europäischen Mandanten international operieren", sagte Kanzleigründer Peter Hahn.

Die Partnerversammlung von Gleiss Lutz hat einige zukunftsweisende Entscheidungen getroffen: Die Eröffnung eines Büros in Düsseldorf, die Aufnahme eines Corporate-Quereinsteigers sowie den Verkauf der Osteuropa-Büros. Managing Partner Dr. Rainer Loges (45) sprach mit JUVE über die Pläne für 2009.

Turnusgemäß hat Clifford Chance die Hälfte ihres Partnership Councils neu gewählt. Aus Deutschland werden der Frankfurter Medienrechtler Dr. Bernd Meyer-Witting (48) sowie der Frankfurter Immobilienpartner Jörn Stobbe (43) ab Januar für zwei Jahre dem weltweiten Gremium angehören.Beide vertreten gemeinsam mit dem Amsterdamer Partner Jeroen Koester die Region Kontinentaleuropa.

Köln

LLR Legerlotz Laschet baut den Bereich Steuerrecht mit einem Quereinsteiger auf. Zum Jahreswechsel stößt Guido Theißen aus seiner eigenen Sozietät hinzu. Bereits seit 2006 kooperiert der 45-jährige Steuerrechtler regelmäßig mit der Corporate- und Immobilienrechtspraxis von Legerlotz Laschet. "In der Rückschau der vergangenen zwei Jahre haben beide Seiten die Gelegenheit zum Kennenlernen ausgiebig genutzt", sagte Guido Theißen. "Neben dieser sehr persönlichen Komponente war für mich entscheidend, dass mir die Struktur von LLR Legerlotz Laschet sehr zusagt."

Frankfurt

Der Frankfurter Standort der Münchner Traditionskanzlei von Boetticher Hasse Lohmann erhält Zuwachs: Zum Jahreswechsel schließt sich Gleiss Lutz-Partner Dr. Edgar Matyschok der kleinen Einheit am Main an. Der 42-Jährige Gesellschafts- und Kapitalmarktrechtler war knapp zehn Jahre bei Gleiss.Bei von Boetticher Hasse Lohmann wird Matyschok der dritte Partner neben Dr. Ulrich Lohmann und Dr. Cornelia Summ.