Meinung

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Die Musterfeststellungsklage hat im Fall VW mehr erreicht, als viele ihr zugetraut hätten. Möglich gemacht hat das ausgerechnet jene Klageindustrie, der die Musterklage eigentlich den Garaus machen sollte.

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Head of Legal Tech Champion, Chief Legal Innovation Officer, Head of Digital Transformation – die Titel einiger Großkanzleianwälte lassen keine Zweifel zu, dass es in ihren Kanzleien viel Innovation gibt, die gemanagt werden muss. Doch wie innovativ können klassische Kanzleien überhaupt sein? Denn: Wer innovativ arbeiten will, muss ausprobieren, Risiken eingehen und oft erst einmal investieren – und zwar in eine ungewisse Zukunft.

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Rechtsberatung gilt seit Jahrzehnten als unmessbar und individuell. Die Juristen haben viel dafür getan, diesen Eindruck aufrecht zu erhalten und ihn zu einem Teil des beruflichen Selbstverständnisses zu machen, Kanzleien aber auch Rechtsabteilungen haben sich in dieser Situation entsprechend bequem eingerichtet, entzog sich die Zunft doch lange erfolgreich so langwierigen wie lästigen Kosten- und Qualitätsdebatten.

Kommentar zum Jahresrückblick

Stillstand ist nie, aber so viel Bewegung wie im gerade ausklingenden Jahr ist auch nicht selbstverständlich im Rechtsmarkt. Die Branche erfindet sich neu – deshalb müssen Berater stärker als bisher die eigenen Strukturen überdenken.

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Was für die meisten völlig normal ist, war für Großkanzleiverhältnisse 2017 ein geradezu verwegener Plan: Können Anwälte, die zuverlässig 40 Wochenstunden nicht überschreiten wollen, überhaupt sinnvoll bei Linklaters arbeiten? Viele bezweifelten das. Inzwischen zeigt sich: Es geht doch.

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Jahrelang zog sich die Aufarbeitung der umstrittenen Cum-Ex-Deals hin, nun geht es Schlag auf Schlag: Der erste Strafprozess fördert zahlreiche neue Einblicke in die komplexen Deals zutage. Nun wurde bekannt, dass Dr. Ulf Johannemann, Leiter der Steuerpraxis von Freshfields Bruckhaus Deringer, die Kanzlei verlassen hat.

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Der M&A-Boom ist fürs Erste vorbei – von einer Handvoll Mega-Deals abgesehen werden die Transaktionen immer kleiner und immer weniger. Die meisten Top-Transaktionspraxen berührt das zunächst kaum. Corporate-Schwergewichte wie Freshfields Bruckhaus Deringer oder Hengeler Mueller sind so gut bei Konzernen und Finanzinvestoren vernetzt, dass die größten und komplexesten Projekte fast automatisch bei ihnen landen. Wenn es weniger Deals und Fusionen gibt, dann eben mehr Carve-outs und Restrukturierungen.

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Nur ungefähr einmal in zehn Jahren gibt es bestimmte Ereignisse, die das Zeug haben, den Rechtsmarkt fundamental zu verändern. In den 1990er-Jahren waren dies die Folgen der Wiedervereinigung und das Ende des Verbots überörtlicher Sozietäten. Um die Jahrhundertwende führte die Auflösung der Deutschland AG zur Internationalisierung der Kanzleienlandschaft. Nun forcieren die Dieselprozesse einen radikalen Wandel. Ein Kommentar von Aled Griffiths.

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Wirtschaftskanzleien können ihre Probleme nur lösen, wenn sie ihre Interessen besser vertreten. Dazu gehört, dass ihre Anwälte sich stärker in den Kammern engagieren. Außerdem zeigt das Ringen um Brexit-Übergangsregeln, dass auch informelle Kanäle der politischen Einflussnahme stärker genutzt werden sollten.

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Flattert Ihnen bald ein Bußgeldbescheid ins Haus, weil Sie gegen die Datenschutz-Grundverordnung verstoßen haben? Dann wollen Sie bestimmt wissen, wie die Behörde Ihr Bußgeld berechnen wird. Wahrscheinlich wird sie das nach dem neuen Berechnungsmodell tun, das die deutschen Datenschutzexperten bei der ‚Zwischenkonferenz 2019 der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder‘ im Sommer beschlossen haben. Still und leise. Offiziell einsehbar ist dieses Modell nirgendwo, JUVE liegt es vor. Inzwischen gab es Mails, es gab Tweets, und es gab offizielle Presseanfragen – aber das Modell öffentlich zugänglich machen, das wollen die Behörden nicht.