Meinung

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Was für die meisten völlig normal ist, war für Großkanzleiverhältnisse 2017 ein geradezu verwegener Plan: Können Anwälte, die zuverlässig 40 Wochenstunden nicht überschreiten wollen, überhaupt sinnvoll bei Linklaters arbeiten? Viele bezweifelten das. Inzwischen zeigt sich: Es geht doch.

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Jahrelang zog sich die Aufarbeitung der umstrittenen Cum-Ex-Deals hin, nun geht es Schlag auf Schlag: Der erste Strafprozess fördert zahlreiche neue Einblicke in die komplexen Deals zutage. Nun wurde bekannt, dass Dr. Ulf Johannemann, Leiter der Steuerpraxis von Freshfields Bruckhaus Deringer, die Kanzlei verlassen hat.

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Der M&A-Boom ist fürs Erste vorbei – von einer Handvoll Mega-Deals abgesehen werden die Transaktionen immer kleiner und immer weniger. Die meisten Top-Transaktionspraxen berührt das zunächst kaum. Corporate-Schwergewichte wie Freshfields Bruckhaus Deringer oder Hengeler Mueller sind so gut bei Konzernen und Finanzinvestoren vernetzt, dass die größten und komplexesten Projekte fast automatisch bei ihnen landen. Wenn es weniger Deals und Fusionen gibt, dann eben mehr Carve-outs und Restrukturierungen.

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Nur ungefähr einmal in zehn Jahren gibt es bestimmte Ereignisse, die das Zeug haben, den Rechtsmarkt fundamental zu verändern. In den 1990er-Jahren waren dies die Folgen der Wiedervereinigung und das Ende des Verbots überörtlicher Sozietäten. Um die Jahrhundertwende führte die Auflösung der Deutschland AG zur Internationalisierung der Kanzleienlandschaft. Nun forcieren die Dieselprozesse einen radikalen Wandel. Ein Kommentar von Aled Griffiths.

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Wirtschaftskanzleien können ihre Probleme nur lösen, wenn sie ihre Interessen besser vertreten. Dazu gehört, dass ihre Anwälte sich stärker in den Kammern engagieren. Außerdem zeigt das Ringen um Brexit-Übergangsregeln, dass auch informelle Kanäle der politischen Einflussnahme stärker genutzt werden sollten.

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Flattert Ihnen bald ein Bußgeldbescheid ins Haus, weil Sie gegen die Datenschutz-Grundverordnung verstoßen haben? Dann wollen Sie bestimmt wissen, wie die Behörde Ihr Bußgeld berechnen wird. Wahrscheinlich wird sie das nach dem neuen Berechnungsmodell tun, das die deutschen Datenschutzexperten bei der ‚Zwischenkonferenz 2019 der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder‘ im Sommer beschlossen haben. Still und leise. Offiziell einsehbar ist dieses Modell nirgendwo, JUVE liegt es vor. Inzwischen gab es Mails, es gab Tweets, und es gab offizielle Presseanfragen – aber das Modell öffentlich zugänglich machen, das wollen die Behörden nicht.

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Was ist gute Rechtsberatung wert? Wie können Kanzleien, die Stundensätze lieben, Unternehmen entgegenkommen, die gern für alles Festpreise hätten? Zunehmend übernehmen Verhandlungsprofis das Thema Preisgestaltung im Rechtsmarkt – vor allem in Unternehmen, aber immer häufiger auch in Kanzleien. Der Kommentar stammt aus dem aktuellen 'JUVE Rechtsmarkt', in dem sich die Redaktion dem Thema Pricing ausführlich widmet.

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Die Digitalisierung ändert nicht nur, wie wir kommunizieren, leben und arbeiten. Auf Umwegen bewirkt sie sogar, dass immer mehr Kanzleien zu braven Gewerbesteuerzahlern werden. Das ist ein Nebeneffekt des Legal-Operations-Trends, der Rechtsabteilungen und Kanzleien erfasst hat. Der Kommentar stammt aus dem aktuellen JUVE Rechtsmarkt 8/2019, in dem die Redaktion untersucht, wie Technologie die Arbeit von Juristen in Unternehmen, Kanzleien und Justiz verändert.

Kommentar zum Wirtschaftsstrafrecht

Jahrelang führten Strafverteidiger und Zivilanwälte eine Art Zwangsehe. Verkuppelt vom Mandanten, der in einer aktuellen Krise beide brauchte. Man hat sich eigentlich nie so richtig gemocht, geschweige denn verstanden. Im Idealfall hatten Straf- und Zivilrechtler wenigstens Respekt voreinander.

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JUVE hat wieder einen Blick in die Bücher der Mittelstandsberater geworfen. Das Geschäft boomt, die Wachstumsraten liegen im zweistelligen Bereich, sogar bei der Produktivität. Viele sprechen vom VW-Effekt, der die Kassen klingeln lässt. Doch was bedeuten die blühenden Landschaften für die Struktur in den Kanzleien?

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Mit der Justiz in Deutschland ist es wie mit dem Bildungssystem: Viele Probleme, aber im Großen und Ganzen ist alles in Ordnung. So ungefähr sehen es die Bevölkerung und Experten seit Jahrzehnten. Deshalb ist es auch keine Überraschung, dass eine aktuelle Befragung des Rechtsschutzversicherers Roland unter Richtern und Staatsanwälten ähnliche Ergebnisse bringt wie vor sechs Jahren. Aber man sollte sich nicht täuschen lassen: An einem entscheidenden Punkt ist die Stimmung ins Negative gekippt.

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