Meinung

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Wirtschaftskanzleien können ihre Probleme nur lösen, wenn sie ihre Interessen besser vertreten. Dazu gehört, dass ihre Anwälte sich stärker in den Kammern engagieren. Außerdem zeigt das Ringen um Brexit-Übergangsregeln, dass auch informelle Kanäle der politischen Einflussnahme stärker genutzt werden sollten.

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Flattert Ihnen bald ein Bußgeldbescheid ins Haus, weil Sie gegen die Datenschutz-Grundverordnung verstoßen haben? Dann wollen Sie bestimmt wissen, wie die Behörde Ihr Bußgeld berechnen wird. Wahrscheinlich wird sie das nach dem neuen Berechnungsmodell tun, das die deutschen Datenschutzexperten bei der ‚Zwischenkonferenz 2019 der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder‘ im Sommer beschlossen haben. Still und leise. Offiziell einsehbar ist dieses Modell nirgendwo, JUVE liegt es vor. Inzwischen gab es Mails, es gab Tweets, und es gab offizielle Presseanfragen – aber das Modell öffentlich zugänglich machen, das wollen die Behörden nicht.

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Was ist gute Rechtsberatung wert? Wie können Kanzleien, die Stundensätze lieben, Unternehmen entgegenkommen, die gern für alles Festpreise hätten? Zunehmend übernehmen Verhandlungsprofis das Thema Preisgestaltung im Rechtsmarkt – vor allem in Unternehmen, aber immer häufiger auch in Kanzleien. Der Kommentar stammt aus dem aktuellen 'JUVE Rechtsmarkt', in dem sich die Redaktion dem Thema Pricing ausführlich widmet.

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Die Digitalisierung ändert nicht nur, wie wir kommunizieren, leben und arbeiten. Auf Umwegen bewirkt sie sogar, dass immer mehr Kanzleien zu braven Gewerbesteuerzahlern werden. Das ist ein Nebeneffekt des Legal-Operations-Trends, der Rechtsabteilungen und Kanzleien erfasst hat. Der Kommentar stammt aus dem aktuellen JUVE Rechtsmarkt 8/2019, in dem die Redaktion untersucht, wie Technologie die Arbeit von Juristen in Unternehmen, Kanzleien und Justiz verändert.

Kommentar zum Wirtschaftsstrafrecht

Jahrelang führten Strafverteidiger und Zivilanwälte eine Art Zwangsehe. Verkuppelt vom Mandanten, der in einer aktuellen Krise beide brauchte. Man hat sich eigentlich nie so richtig gemocht, geschweige denn verstanden. Im Idealfall hatten Straf- und Zivilrechtler wenigstens Respekt voreinander.

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JUVE hat wieder einen Blick in die Bücher der Mittelstandsberater geworfen. Das Geschäft boomt, die Wachstumsraten liegen im zweistelligen Bereich, sogar bei der Produktivität. Viele sprechen vom VW-Effekt, der die Kassen klingeln lässt. Doch was bedeuten die blühenden Landschaften für die Struktur in den Kanzleien?

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Mit der Justiz in Deutschland ist es wie mit dem Bildungssystem: Viele Probleme, aber im Großen und Ganzen ist alles in Ordnung. So ungefähr sehen es die Bevölkerung und Experten seit Jahrzehnten. Deshalb ist es auch keine Überraschung, dass eine aktuelle Befragung des Rechtsschutzversicherers Roland unter Richtern und Staatsanwälten ähnliche Ergebnisse bringt wie vor sechs Jahren. Aber man sollte sich nicht täuschen lassen: An einem entscheidenden Punkt ist die Stimmung ins Negative gekippt.

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Eigentlich sollte sie geschädigte Verbrauchern helfen, leichter an ihr Geld zu kommen. Vor dem Stuttgarter Landgericht zeigt sich: In der Praxis wird es die Musterfeststellungsklage schwer haben. In einem „kleinen“ Dieselgate-Verfahren versuchen Kunden der Mercedes-Benz-Bank über den „Widerrufsjoker“ ihrer Krediterträge ungeliebte Fahrzeuge los zu werden. Doch der holprige Start des Stuttgarter Verfahrens bestätigt viele Befürchtungen.

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Die meisten Londoner Anwälte befürworten den Brexit nicht. Mehr noch: Sie sind zunehmend verzweifelt. Machtlos, beinahe ohnmächtig schauen sie zu, wie ihr Land in die größte Verfassungskrise seit dem Zweiten Weltkrieg schlittert, der bedeutendste internationale Gesichtsverlust inklusive. Dabei sind die unmittelbaren Auswirkungen des Brexits auf den Londoner Rechtsmarkt überschaubar. Schließlich wird das Chaos den Kanzleien kurzfristig sehr viel Arbeit liefern. Das eigentliche Problem ist: Die Investitionen in Großbritannien werden sinken – und damit die Rolle der Londoner Anwälte nachhaltig verändern.

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Viele Rechtsabteilungen ächzen: Risikomanagement, Digitalisierung, Internationalisierung – all diese Trends erhöhen die Aufgabenlast der Unternehmensjuristen. Doch die Teams wachsen nicht in gleichem Maße wie die zusätzliche Arbeit. Weil das passende Personal auf dem engen Arbeitsmarkt schwer zu finden ist. Weil die Kanzleien mit ihren hohen Gehältern den Rechtsabteilungen das Wasser abgraben. Aber auch, weil sich die allermeisten General Counsel scheuen, innovative Wege zu gehen.

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Die Hoffnung, die sich mit Legal Tech und ihren Tools verbindet, ist riesig, auch in den Rechtsabteilungen. Alles wird effizienter, einfacher, schneller. Endlich hat man Zeit, sich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern. Deshalb haben vor allem die größeren Inhouseabteilungen damit angefangen, Software auszutesten und die Digitalisierung voranzutreiben. Doch das hilft alles nichts, wenn die digitale Aufrüstung ein isoliertes Phänomen bleibt.