Meinung

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Vor zehn Jahren ging für White & Case an München kein Weg mehr vorbei. Das Büro in der bayrischen Landeshauptstadt, getrieben von der seinerzeit boomenden Private-Equity-Branche, sollte Impulse auch darüber hinaus liefern. Funktioniert hat das nie so richtig. Jetzt zieht die Kanzlei die Reißleine. Davon geht eine grundsätzliche Botschaft aus.

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Es war klar, dass Clifford Chance ihre Corporate-Praxis kräftig wieder aufstocken muss. Indem sie für ihr Düsseldorfer Büro nun Anselm Raddatz von Freshfields Bruckhaus Deringer für sich gewinnen konnte, hat sie jedoch alle Erwartungen übertroffen. Denn mit ihm als Zugang eröffnen sich greifbare Chancen, in das Beratergefüge der Konzernlandschaft neue Bewegung zu bringen.

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Neue Kanzlei – neues Glück? Unter den 20 Hamburger Bird & Bird-Anwälten, die sich bald DLA Piper anschließen werden, sind die Medien- und Wettbewerbsrechtler um Dr. Stefan Engels in der Überzahl. Die Gründe für den jetzigen Wechsel sind vielfältig, Bird & Bird hat es auf jeden Fall nicht geschafft, das Team seit seinem Wechsel vor vier Jahren zu integrieren. Das DLA-Management darf diesen Fehler nicht wiederholen.

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Die Deutsche Bank hat sich erneut an eine Doppelspitze gewagt – dieses Mal in der Rechtsabteilung. Und das obwohl der erste Versuch einer solchen Aufgabenteilung auf Vorstandsebene mit dem Duo Anshu Jain und Jürgen Fitschen erst vor Kurzem ein nicht gerade glückliches Ende fand. Die Auswahl des Duos an der Spitze der Rechtsabteilung ist nicht ohne Risiko und wohl auch Ausdruck einer offensichtlichen Lagerbildung in dem Institut.

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Die Nachricht ließ aufhorchen: Dr. Jörg Wulfken, der ehemalige deutsche Managing-Partner von Mayer Brown, geht zu PricewaterhouseCoopers Legal. Als die Personalie im Juni bekannt wurde, spekulierte der Markt vor allem über die Ambitionen der Big-Four-Rechtsberater. Doch eine Zäsur markiert der Wechsel auch für die Banking-Praxis von Mayer Brown.

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Tolle Mandate und eine über die Grenzen hinweg eingeschworene Partnerschaft: Zu Recht galt Cleary Gottlieb Steen & Hamilton lange Jahre als die herausragende US-Praxis in Deutschland. Doch immer häufiger sorgt das Stichwort Cleary bei Wettbewerbern für Sorgenfalten. Der jüngste Weggang von M&A-Schwergewicht Klaus Riehmer zu Mayer Brown zeigt, dass die Einschläge nicht nur näher kommen, sondern schon im Zentrum des Frankfurter Cleary-Büros angekommen sind.

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Der Zeitpunkt war gut gewählt. Wenige Tage nachdem der Europäische Gerichtshof grünes Licht für das EU-Patent und das neue Europäische Patentgericht (UPC) gegeben hat, verkünden Reimann Osterrieth Köhler Haft (ROKH) und Hoyng Monegier überraschend ihre Fusion. Immerhin handelt es sich bei beiden um maßgebliche europäische Prozesskanzleien im IP. Vor allem die deutschen Patentboutiquen stehen nun gehörig unter Druck.

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Was ist bloß mit der Jugend von heute los? Lauthals echauffiert sich mancher altgediente Anwalt über den fehlenden Ehrgeiz vieler junger Kollegen, die „nur Geld wollen und Fortbildungen von morgens bis abends, statt dass sie etwas aufbauen und sich für die Kanzlei einsetzen, wie das für uns damals selbstverständlich war“. Tja, damals. Als ein junger Top-Jurist noch damit rechnen konnte, in einer Wirtschaftskanzlei nach ein paar Jahren Partner zu werden.

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Die Klage von Stefan Mappus gegen Gleiss Lutz ist unbegründet. Bei solchen Nachrichten sollten in Stuttgart doch eigentlich die Champagnerkorken knallen? In der Retrospektive des einst gefeierten EnBW-Deals kommt bei Gleiss aber schon lange keine Euphorie mehr auf. Weil Mappus sie vor dem Oberlandesgericht wohl weiter attackieren wird. Weil der Vorwurf der Falschberatung weiter im Raum stehen bleibt. Und weil der Richterspruch in erster Instanz ein Freispruch zweiter Klasse ist.

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Die Einheit der Anwaltschaft ist eine Illusion. Die Diskussionen nach den Rentenurteilen des BSG haben den Graben, der sich durch die BRAK zieht, für jedermann sichtbar gemacht: München, Brandenburg, die Frankfurter Kammerversammlung und der Vorstand der Kölner Kammer haben sich für eine berufsrechtliche Lösung zugunsten der Syndizi ausgesprochen. Rechnet man die Syndikusanwälte und ihre Unterstützer in anderen Kammern hinzu, dürfte eine Mehrheit locker zusammenkommen.

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Da wer? Dacheng. So heißt die Kanzlei, die zusammen mit ihrem neuen Partner Dentons jetzt die größte Kanzlei der Welt ist. Über 6.500 Berufsträger in mehr als 50 Ländern. Das sind eineinhalb Mal so viele wie bei Baker & McKenzie. Ein Riesenaufschrei im Markt blieb aber aus. Wohl auch weil der Zusammenschluss trotz gut 2.000 Anwälten mehr rund 35 Prozent weniger Umsatz als Baker macht. Und noch immer etwas weniger umsetzt als Jones Day auf Platz 10 des Umsatz-Rankings. Mit 4.000 Anwälten weniger wohlgemerkt.

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