Meinung

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Kleine Rückblende: Nur fünf Jahre ist es her, da wurde Shearman & Sterling als der Hauptherausforderer von Hengeler Mueller und Freshfields Bruckhaus Deringer im Corporate-Markt gehandelt. Die Gründe waren offensichtlich: Hervorragende Kontakte zu DAX-Unternehmen gepaart mit der Transaktionserfahrung von Georg Thoma, der konzernrechtlichen Kompetenz des Mannheimer Büros und der marktführenden Kapitalmarktpraxis sowie einer ausgezeichneten Nachwuchsgeneration. Die Frage war nur, wie schnell Shearman die führenden Kanzleien bei den Top-Mandanten ersetzen könnte.

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Görg -Partner betonen gerne, dass ein starkes Management nicht ihre Sache ist. Die zum Jahreswechsel verkündete Aufnahme eines riesigen Teams aus Insolvenzspezialisten als Strategie-Coup der Partnerschaft zu interpretieren wäre daher nicht richtig.

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Krisen kommen und gehen. So haben es spezialisierte Schifffahrtskanzleien seit jeher gesehen. Derzeit kämpft ihre Klientel gegen eine ihrer schlimmsten Flauten – und nun zeigt sich, welche Kanzlei in der Lage ist, in dem veränderten Markt auch Chancen aktiv zu nutzen. Ein Beispiel ist Watson Farley & Williams, die sich mit Dr. Klaus Schmid-Burgk verstärkte, einem der erfahrensten Finanzierungsspezialisten von der HSH Nordbank (mehr...).

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Intransparente Finanzkennzahlen, forciertes Quereinsteiger-Wachstum kurz vor der Finanzkrise und zuletzt ein überfordertes Management – Parallelen zwischen der Insolvenz von Dewey & Leboeuf und Howrey gibt es reichlich. Und genau wie bei der Howrey-Insolvenz im vergangenen Jahr gilt: Hier ist eine angesehene Kanzlei nicht an mangelnder Qualität ihrer Beratung zerbrochen sondern an Fehlern und Risiken in ihrer Struktur und Kultur.

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Jetzt hat auch der Chefjurist von Ferrostaal das Unternehmen verlassen. Erst vor einigen Monaten war der Vorstand für Compliance und Korruptionsbekämpfung ausgeschieden. Angesichts des erst kurz zuvor beendeten Korruptionsskandals sind dies keine Personalien wie alle anderen. Denn Ferrostaal hatte beide erst im Zuge der Aufarbeitung eines jahrzehntelang bestehenden Systems von Schmiergeldzahlungen geholt. Am Ende blieben sie nicht einmal zwei Jahre.

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Die Politik hat entschieden: Paris wird der Sitz des EU-Zentralgerichts für Patente. München und London kommen nur Nebenrollen zu. Deutsche Patentexperten und Richter müssen sich ab sofort auf neue Verhältnisse einstellen.

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Partneretagen verlässt nur, wer entweder dazu gezwungen wird oder für sich beschließt, ein erfülltes Familienleben über die Anforderungen des Partnerdaseins zu stellen. Mit dieser Überzeugung fühlen sich Spitzenkanzleien ganz behaglich. Als Andreas Merkner und Marco Sustmann ihre vielversprechende Karriere bei Shearman & Sterling aufgaben und zur Düsseldorfer Boutique Glade Michel Wirtz wechselten, machten es sich einige Kollegen dann auch recht einfach: Der Entschluss sei nur verständlich, hieß es. Shearman stelle einfach zu hohe Anforderungen an junge Partner und für Anwälte mit jungen Familien sei der Ausstieg ein logischer Schritt.

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Einige Anwälte sind von der Diversity-Debatte jetzt schon genervt: Wird den Kanzleien nun die nächste angebliche Errungenschaft aus den USA aufgedrängt?

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Vergleich geplatzt, Befangenheitsantrag gescheitert, Mandat niedergelegt: Das Verhalten von Sernetz Schäfer scheint sich aus den jüngsten Entwicklungen im Streit zwischen den Kirch-Erben und der Deutschen Bank ableiten zu lassen. Doch bei näherem Hinschauen wird deutlich, dass es keinen Zusammenhang gibt. Die Entscheidung der Kanzlei hat nur mittelbar mit den Misserfolgen bei der Lösung des Konflikts zu tun. Sernetz zieht sich zurück, weil sie einen Widerspruch zwischen den beiden Beklagten Deutsche Bank und ihrem Ex-Chef Rolf Breuer sieht. Das ist richtig und auch zum jetzigen Zeitpunkt konsequent.

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Dürfen Anwälte gezielt nach Gesetzeslücken suchen? Ist eine aggressive Gesetzesauslegung im Auftrag des Mandanten geradezu anwaltliche Pflicht? Oder gibt es berufsethische Grenzen?

41-55-36. So viel Prozent ihres Jahresumsatzes erwirtschaften Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Linklaters jeweils in der Eurozone. Bei allen drei Kanzleien, die kürzlich ihre Umsatzzahlen präsentierten, haben sich die kontinentaleuropäischen Praxen beachtlich geschlagen. Wer wieviel im Plus oder im Minus liegt, ist in diesem Jahr wegen der stark unterschiedlichen Bewertungen des Euro und des britischen Pfunds besonders schwer zu ermitteln. Doch die Stärke der Euro-Praxen ist unübersehbar: Auch Clifford, die weltweit einen schmerzlichen Gewinneinbruch verzeichnen musste, hat in Deutschland weniger gelitten als in London.

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