Verfahren

  Juve Plus Kurioser Streit um Patentlizenzen

Pioneer ist der Meinung, 15 Millionen Euro Lizenzgebühren zu viel an Thomson Licensing gezahlt zu haben. Doch aus der Millionenrückzahlung wird erst einmal nichts. Denn das Landgericht München hat die Klage des japanischen Elektronikkonzerns auf Rückzahlung abgewiesen. Pioneer wird aber wohl gegen das Urteil in Berufung gehen.

  Juve Plus Zuliefererstreit

Während VW und der Zulieferer Prevent die Schlagzeilen dominieren, ist vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ein weiterer Zuliefererstreit zu Ende gegangen: Seit fast 20 Jahren beharken sich Opel und der Komponentenhersteller TSK Tröster vor Gericht, der Zulieferer verlangt 300 Millionen Euro. Zu Unrecht, hat nun das OLG entschieden. Wie bei Prevent und VW hatte sich der Streit an einer Machtprobe zwischen engen und voneinander abhängigen Geschäftspartnern entzündet.

  Juve Plus Chip-Belichtung

Carl Zeiss SMT darf eine spezielle optische Belichtungsvorrichtung für die Herstellung von Halbleitern vorerst nicht in Deutschland vertreiben. Das hat das Landgericht Mannheim Ende März entschieden. Der japanische Kamerakonzern Nikon hatte seinen niederländischen Konkurrenten ASML in den Niederlanden verklagt und beim Landgericht Mannheim dessen Lieferanten Carl Zeiss wegen mittelbarer und unmittelbarer Patentverletzung in Anspruch genommen. Damit setzte sich Nikon nicht ganz durch, denn das Mannheimer Gericht sah es zwar als erwiesen an, dass Carl Zeiss mit der Belichtungsvorrichtung das Europäische Patent von Nikon mittelbar verletzt, verurteilte die Oberkochemer zudem aber nur wegen der Mitwirkung an einer unmittelbaren Patentverletzung.

  Juve Plus Wettbewerbsrecht

Das Kölner Unternehmen Eyeo bietet einen marktführenden Werbeblocker namens Adblock Plus an, den zahlreiche Medienunternehmen seit Jahren gerichtlich attackieren. Insbesondere die Möglichkeit, sich gegen Zahlung eines Entgelts von dessen Werbeblockaden zu befreien, wurde in der Vorinstanz kritisch gesehen. Der Bundesgerichtshof hat das Geschäftsmodell von Eyeo nun auch in dieser Sache legitimiert (I ZR 154/16). Insgesamt wird Eyeo die Gerichte aber weiter beschäftigen.

  Juve Plus Kirchliches Arbeitsrecht

Paukenschlag im kirchlichen Arbeitsrecht: Zukünftig muss im Einzelfall entschieden werden, ob Bewerber ohne Konfession von kirchlichen Arbeitgebern abgelehnt werden können. Kirchliche Arbeitgeber dürfen also nicht mehr wie bislang pauschal Bewerber ohne oder anderer Konfession ablehnen. Dies hat der europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden.

  Juve Plus Teilerfolg

Im Patentstreit um Sprachkodierung in Mobiltelefonen hat die Saint Lawrence Communications (SLC) einen weiteren Teilerfolg erzielt: Das Bundespatentgericht entschied vor Ostern, dass ein wichtiges Patent, aus dem SLC mehrere Mobilfunkhersteller verklagt hatte, mit leichten Einschränkungen bestehen bleibt.

  Juve Plus Postmonopol

Als Reaktion auf einen Betrugsverdacht hatte die Deutsche Post die Zahlung von sogenannten Teilleistungsrabatten in zweistelliger Millionenhöhe an die Postcon eingefroren. Darüber beschwerte sich die Postcon bei der Bundesnetzagentur. Die befahl der Deutschen Post, die Zahlungen wieder aufzunehmen. Das wiederum wollte die Post nicht hinnehmen und erreichte nun einstweiligen Rechtsschutz vor dem Verwaltungsgericht Köln. In einem zweiten Verfahren, bei dem es um die Vorlage von Teilleistungsverträgen ging, siegte die Bundesnetzagentur gegen die Post-Tochter Compador.

  Juve Plus Kaffeekapselstreit

Die Kaffeemaschinenhersteller Nespresso, Krups und De’Longhi verletzen ein Patent für Kaffeemaschinen mit Kaffeekapseln der Ethical Coffee Company (ECC) nicht. Sie dürfen die angegriffenen Produkte daher weiter in Deutschland vertreiben. Das hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht am Mittwoch direkt nach der mündlichen Verhandlung entschieden und so für klare Verhältnisse in dem Streit gesorgt.

  Juve Plus Brenner Basistunnel

Der Zuschlag für den Abschnitt Pfons-Brenner des Brenner Basistunnels ist gefallen. Doch dass ein italienischer Konsortialpartner von Porr seit Jahresbeginn eine Restrukturierung durchläuft, macht die Vergabe erneut angreifbar. Ein unterlegener Bieter beantragte auf dieser Basis ein Feststellungsverfahren beim Bundesverwaltungsgericht in Wien.

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