Verfahren

  Juve Plus Zehn Jahre nach LG-Urteil

Das Oberlandesgericht Hamm hat sechs frühere Aufsichtsräte des 2009 insolvent gegangenen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor zu insgesamt 53,6 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt. Sie sollen 2006 Schadenersatzansprüche gegen frühere Vorstände nicht rechtzeitig geltend gemacht haben.

  Juve Plus Uhrenzwist

Der Verkauf einer nachgebildeten „Plastikuhr“ kann trotz markenähnlicher Kennzeichnung wettbewerbswidrig sein, das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt. Der Uhrenhersteller Swatch setzte sich damit als Klägerin gegen Amazon durch. Die Online-Plattform darf künftig keine Plastikuhren mehr vertreiben, die den Modellen des Schweizer Konzerns Swatch ähneln (Az. 6 U 202/20).

  Juve Plus Schutzschirmverfahren

Zum zweiten Mal ist der größte deutsche Dentalhändler Pluradent in die Insolvenz geraten, betroffen sind rund 550 Mitarbeiter. Das Amtsgericht Offenbach hat ein Schutzschirmverfahren eröffnet.  Als vorläufige Sachwalterin wurde Julia Kappel-Gnirs von hww Hermann Wienberg Wilhelm bestellt. Martin Mucha von Grub Brugger ist Generalbevollmächtigter.

  Juve Plus Strafanzeige wegen Kriegsverbrechen

Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum haben gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie seinen engen Führungskreis und mutmaßliche Täter vor Ort Strafanzeige wegen Kriegsverbrechen gestellt. Dabei steht ihnen der Strafrechtler Dr. Nikolaos Gazeas von Gazeas Nepomuck zur Seite.

  Juve Plus Cum-ex-Prozess gestartet

Am Montag startete vor dem Landgericht Bonn der Prozess (Az. 62 KLs 2/20), den Berger seit fast zehn Jahren unbedingt verhindern wollte. Wer hier Verteidiger und wer Angeklagter war, verriet nur die Sitzordnung. Dr. Hanno Berger, das Mastermind hinter Cum-Ex, präsentierte sich an seinem ersten Prozesstag nicht wie ein gewöhnlicher Angeklagter.

  Juve Plus Vorstandskompetenz mißbraucht

Die Spende der EWE an die Klitschko Foundation vor mehr als sechs Jahren hätte so nicht erfolgen dürfen. In dem jahrelangen Rechtsstreit verurteilte die Strafkammer des Landgerichts Oldenburg den seinerzeit entlassenen Vorstandschef Matthias Brückmann wegen Untreue sowie besonders schwerer Untreue zu einer Haftstrafe von zehn Monaten. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Zudem wurde eine Geldstrafe in Höhe von 18.000 Euro verhängt. Der Markenvorstand als damaliger Mitunterzeichner der Geldanweisung hingegen wurde freigesprochen.

  Juve Plus Speichermedienvergütung

Ob auf einer Leercassette oder in der Cloud: Für das Speichern von privaten Kopien steht Rechteinhabern eine gerechte Vergütung zu. Für diese muss jedoch nicht zwangsläufig der Cloud-Anbieter aufkommen. Das entschied der Europäische Gerichtshof nun in einem Verfahren zwischen der Verwertungsgesellschaft Austro Mechana und dem deutschen Hosting-Anbieter Strato (C-433/20).

  Juve Plus Kündigung wegen Datenschutzverstößen

Die fristlose Kündigung eines Bosch-Betriebsrates wegen eines Verstoßes gegen den Datenschutz war rechtmäßig. Mit diesem Urteil bestätigte das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg eine entsprechende Entscheidung des Arbeitsgerichts Stuttgart. In dem Verfahren war auch die Frage aufgeworfen worden, wie geheim Prozessakten eigentlich sind.

  Juve Plus Marathonverfahren

Im Streit mit der Dortmunder Versicherungsgesellschaft Signal Iduna muss der Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld eine weitere Niederlage einstecken. Dem Investor stehe kein Schadensersatz und kein Schmerzensgeld zu, denn für die behauptete Rufmordkampagne im Zusammenhang mit der Adlon-Wiedereröffnung in Berlin gebe es keine Beweise, urteilte das Oberlandesgericht Hamm (Az. I-8 U 73/20).

  Juve Plus Schiedsverfahren zur Pkw-Maut

Im Rechtsstreit um die gescheiterte Pkw-Maut haben die einst als Betreiber vorgesehenen Unternehmen CTS Eventim und Kapsch Traffic einen Etappensieg errungen. Einem Zwischenschiedsspruch zufolge hat ihr Gemeinschaftsunternehmen Autoticket Anspruch auf Schadensersatz gegen die Bundesrepublik.

  Juve Plus Sendestopp

Russia Today Deutschland darf seine Inhalte weiterhin vorerst nicht senden. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden. Die Richter haben einen Eilantrag des russischen TV-Senders abgewiesen, nachdem die Medienanstalt Berlin-Brandenburg ein Sendeverbot ausgesprochen hatte. Der Druck aus Brüssel dürfte bei der Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt haben. Auch für Kanzleien ist das eine heikle Situation.