Verfahren

  Juve Plus BGH lehnt Richter im Lkw-Kartell ab

Weil ein Richter am Landgericht als Großkanzlei-Referendar etwas mit dem Lkw-Kartellkomplex zu tun hatte, hält der Bundesgerichtshof die Besorgnis für eine Befangenheit des Richters in einem anderen Lkw-Fall für begründet (Az. KZB 16/21). Der BGH-Beschluss betrifft nur eines von vielen Verfahren im LKW-Kartell, aber er könnte für die Justiz und die Karrierewege von Juristen weitreichende Folgen haben.

  Juve Plus Strittige Insolvenz

Das Landesgericht Korneuburg hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über die Eyemaxx Real Estate eröffnet. Zur Insolvenzverwalterin wurde Ulla Reisch bestellt. Die Höhe der Passiva ist noch unbekannt, die von dem Unternehmen emittierten Anleihen belaufen sich allerdings auf rund 140 Millionen Euro. Dass das Verfahren in Österreich beantragt wurde, sorgt bei Anleihegläubigern für Unmut.

  Juve Plus Nach 10 Jahren

In einem der größten Wirtschaftsstrafverfahren Deutschlands hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Urteile gegen sechs Angeklagte weitgehend bestätigt. Die erstinstanzliche Verurteilung der Ex-Manager der früheren Infinus-Gruppe wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs und der Beihilfe dazu seien rechtsfehlerfrei und damit rechtskräftig, entschied der BGH. In einem Fall muss das Landgericht jedoch eine mögliche Kronzeugenregelung überprüfen.

  Juve Plus Offshore-Betrug

Die Kanzlei SCWP Schindhelm und ihr Partner G. sind Vorwürfen aus dessen früherer Rolle bei einem mutmaßlich betrügerischen Investmentvehikel ausgesetzt, dem Pinnacle Global Partners Fund I (PGPF). Der Fonds mit Sitz auf den Cayman-Inseln ist seit Januar 2019 in Liquidation, diese beantragten zwei seiner Gläubiger.

  Juve Plus Insolvenz

Das Amtsgericht Bad Kreuznach, eines der kleineren deutschen Insolvenzgerichte, war für die Beauftragung von Brinkmann-Partner Dr. Markus Plathner zuständig. Das neue Mandat untermauert auch Plathners aktuelle Bedeutung im Insolvenzmarkt.

  Juve Plus Juve Handbuch Wirtschaftskanzleien 2021/22

Neben einer Reihe von Verfahren um Covid-19-Themen fanden insbesondere auch große Verfahren zu Cum-Ex, der Dieselaffäre und dem Wirecard-Skandal große Beachtung im Markt. Die JUVE-Redaktion hat die zehn wichtigsten Verfahrenskomplexe im Folgenden zusammengestellt.

  Juve Plus Mobilfunkstandard 5G

Der Streit über die milliardenschwere 5G-Mobilfunkauktion geht in die nächste Runde. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Klage des Mobilfunkanbieters EWE Tel an das Kölner Verwaltungsgericht zurückverwiesen. Das soll klären, ob die Regulierungsbehörde bei ihrer Entscheidung über Vergaberegeln „frei von Verfahrens- und Abwägungsfehlern“ war (Az. 6 C 13.20). Am Ende könnte sich herausstellen, dass die Milliardenauktion rechtswidrig war.

  Juve Plus Wirecard-Pleite

Der frühere Wirecard-CEO Dr. Markus Braun sieht sich einer weiteren juristischen Front gegenüber: Das Oberlandesgericht Innsbruck entschied, dass für die zivilrechtlichen Klagen gegen Braun auch österreichische Gerichte zuständig sind.

  Juve Plus Kartellamt gegen Apple & Co.

In einem weltweit beachteten Schritt hat der deutsche Gesetzgeber die Tür zum Kartellrecht der Digitalökonomie aufgestoßen. Seit dem Frühjahr ermittelt das Bundeskartellamt umfassend gegen die Tech-Konzerne Google, Amazon, Facebook und Apple. Im Einsatz ist – fast – die gesamte Crème der deutschen Kartellrechtspraxen.

  Juve Plus Familienzwist

Beim Tiroler Kristallkonzern Swarovski hat der seit vielen Monaten schwelende Streit der verschiedenen Gesellschaftergruppen einen Wechsel auf der Führungsebene ausgelöst: Ende September gaben CEO Robert Buchbauer und Finanzchef Mathias Margreiter ihre Positionen auf. Beide gehören zum Kreis der Eigentümerfamilie.

  Juve Plus Ärzteportal

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass zwei Zahnmediziner aus Nordrhein-Westfalen weiterhin dulden müssen, beim Ärztebewertungsportal Jameda gelistet zu sein. Es gebe keinen generellen Anspruch auf Gleichbehandlung zwischen Zahlern und Nichtzahlern, hatte der sechste Senat bereits während der Verhandlung betont. Entscheidend sei der Einzelfall (Az. VI ZR 488/19 und VI ZR 489/19).