Markt und Management

Dennis Grabherr ist neuer Chief Counsel Lateinamerika bei dem Kommunikationsdienstleister BT Global Services. Von Sao Paolo aus leitet der 44-Jährige ein Team von 13 Juristen, die auf 6 süd- und mittelamerikanische Länder verteilt sind. Grabherr arbeitet seit 2003 für BT Germany und hat zunächst die Rechtsabteilung für die Region Central & Eastern Europe aufgebaut, ehe er 2005 auch die Verantwortung für den deutschen Markt übernahm.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Howrey hat sich in Brüssel erneut mit einem kartellrechtlichen Quereinsteiger verstärkt. Aus der Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission wechselte zum April der dänische Kartellrechtsspezialist Lars Kjølbye als Partner. Der 42-Jährige hatte zuletzt die Einheit geleitet, die für die Sektoruntersuchung im europäischen Energiebereich verantwortlich war. Bei Howrey trifft er auch auf seinen früheren Chef Götz Drauz. "Ich freue mich sehr darauf, wieder mit ihm zu arbeiten", sagte Drauz nun zu dem Wechsel. "Unsere Mandanten schätzen die Tatsache, dass wir äußerst vertraut sowohl mit den Grundsätzen der Kommission als auch den Akteuren sind." Eine der ersten Aufgaben von Kjølbye soll nun der Ausbau von Howreys skandinavischem Geschäft sein.

Im Herbst 2007 übernahm Markus Vogelheim (37) zusammen mit Dr. Jörg Laber (44) die Geschäftsführung von CBH Cornelius Bartenbach Haesemann & Partner. Auf der Arbeit seiner Vorgänger will Vogelheim weiter aufbauen. Sein ambitionierter Plan: Ehrgeizige, unternehmerische Anwaltspersönlichkeiten für CBH zu gewinnen, und die unabhängige deutsche Kanzlei für den internationalen Wettbewerb zu rüsten.@JUVE: Herr Vogelheim, Sie sind eine Anwaltsgeneration jünger als Ihr Vorgänger Ernst Eisenbeis. Wie wirkt sich dies auf Ihren Stil als Geschäftsführer aus?

CMS erweitert ihre internationale Präsenz in den Nahen Osten. Der europäische Kanzleiverbund hat sich im März mit The Levant Lawyers (TLL), einer der größten Wirtschaftskanzleien des Libanons, assoziiert. Bei TLL arbeiten in den Niederlassungen in Dubai, Abu Dhabi, Kuwait sowie am Hauptsitz in Beirut über 50 Anwälte. In Kürze ist ein weiteres Büro in Katar geplant. Ebenso soll die Stärkung der Präsenz im Nahen Osten schnell durch den Aufbau von Standorten in weiteren Ländern der Region vorangetrieben werden.

SNP Schlawien Naab hat in München einen Arbeitsrechtler gewonnen: Dr. Peter Link (69) ist seit März als of Counsel in der Kanzlei tätig. Link war im Bayerischen Finanzministerium und bei der Landesversicherungsanstalt Oberbayern tätig, wechselte dann in den Richterdienst zum Arbeitsgericht München und schließlich in das Bayerische Arbeitsministerium. Dort war er bis zu seiner Pensionierung 2003 Leiter des Referates Arbeitsrecht. Link ist spezialisiert auf Betriebsverfassungs- sowie Teilzeit- und Befristungsrecht. "Ich werde meine Erfahrungen in die arbeitsrechtliche Praxisgruppe mit Freude einbringen", sagte Link.

White & Case ist seit März mit einem Büro in Bukarest vertreten. Geleitet wird der 37. Standort der Kanzlei von dem US-Amerikaner Todd Shollenbarger (45), früherer Leiter der Südosteuropa-Praxis von Linklaters und bis Ende 2007 bei dem Investor KD Private Equity tätig.White & Case startet mit zehn Anwälten, darunter als Local Partnerin Delia Pachiu (39), die bislang ebenfalls bei Linklaters arbeitete. Bereits vor Monaten war bekannt geworden, dass die Kanzlei die Eröffnung in Bukarest plant. Im Markt hieß es zunächst, es würde eine Fusion mit einer lokalen Kanzlei erwogen. Nun hat sich White & Case aber doch zu einer Neuzusammenstellung entschlossen.

Harald Schmiedel (54), bislang Syndikus der Stratebau GmbH, hat sich im Januar in eigener Kanzlei selbstständig gemacht. Dies wurde erst jetzt bekannt. Das Regensburger Straßenbauunternehmen hat nun keinen Inhouse-Juristen mehr.Allerdings berät Schmiedel, der 13 Jahre lang bei Stratebau tätig war, die Gesellschaft und deren Mutterkonzern Strabag auch künftig. Um seine Arbeit darüber hinaus auszubauen, wird sich Schmiedel in den kommenden Monaten mit dem Deggendorfer Arbeits- und Baurechtler Dr. Christoph Blanke zu einer überörtlichen Sozietät zusammenschließen.

Der langjährige Leiter Personal, Recht und Versicherung des Fertighausbauers Kampa, Sven Ortlepp, hat sich selbstständig gemacht. Der 42-Jährige ist seit April als Syndikus in Bürogemeinschaft mit den Mindener Rechtsanwälten Riechmann und Partner sowie als Personalleiter des Küchenmöbelherstellers Geba Möbelwerke in Löhne mit circa 270 Mitarbeitern tätig."Rund 15 Jahre Erfahrung mit Schwerpunkten im Arbeits-, Gesellschafts-, Vertrags- und Wettbewerbsrecht sowie in Versicherungsfragen sind eine gute Basis für zuverlässige Beratungstätigkeiten", sagte Ortlepp, der vor seiner Tätigkeit für Kampa bei der HDI-Versicherung (heute Talanx) arbeitete.

Ukraine

Dr. Laurenti Kiszczuk, bislang Partner bei der US-Kanzlei Faegre & Benson in Frankfurt, ist zum April zu enwc Natlacen Walderdorff Cancola gewechselt. Der 44-Jährige eröffnet im Mai für die österreichische Großsozietät ein Büro in ukrainischen Hauptstadt Kiew.Der Gesellschaftsrechtler hatte sich in den vergangenen Jahren auf M&A- und Private Equity-Transaktionen spezialisiert. Bei Faegre & Benson war Kiszczuk seit Anfang 2005 als Equity-Partner tätig und begleitete unter anderem Pentair beim Erwerb des Pumpenherstellers Jung Pumpen oder den Solarmodulhersteller First Solar beim Bau einer Fabrik in Frankfurt/Oder.

Köln

Das Kölner Heuking-Büro hat zum April mit der Aufnahme von Dr. Christoph Poertzgen als Salary Partner weitere Verstärkung für sein M&A-Team bekommen. Der 36-jährige hatte vorher mehrere Jahre im Linklaters-Büro der Stadt gearbeitet, zuletzt als Managing Associate. Nach der Schließung des Standorts vor wenigen Monaten ging er zunächst mit in das neu gegründete Düsseldorfer Büro, entschied sich aber nun für die Rückkehr in die Domstadt.

Telekomprozess

Im Musterverfahren gegen die Deutsche Telekom AG hat der Linklaters-Partner Dr. Herbert Harrer gestern vor dem Oberlandesgericht Frankfurt als Zeuge ausgesagt. In dem seit Anfang April laufenden Verfahren (Telekom-Prozess gestartet) werfen 16.000 Anleger dem Bonner Konzern vor, einen fehlerhaften Verkaufsprospekt zur dritten Tranche der Aktienemission des Unternehmens erstellt und dabei bedeutende Tatsachen verschwiegen zu haben. Aus diesem Grund fordern sie Schadensersatz.