Markt und Management

Brüssel

Benoît Le Bret ist zum Oktober in das Brüsseler Büro der französischen Großkanzlei Gide Loyrette Nouel gewechselt. Der 40-Jährige war zuvor Kabinettschef von Jacques Barrot, einer der fünf EU-Vizepräsidenten und derzeit Kommissar für Freiheit, Sicherheit und Recht.Gide zählt in Brüssel insgesamt 20 Anwälte, Le Bret wird der dritte Partner. Bekannt ist der Standort unter anderem für die Betreuung von France Télécom im Kartell- und Beihilferecht.

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Aus einer Hand

Zum Oktober hat die Münchner Hypovereinsbank (HVB) die Bereiche Recht und Compliance zusammengelegt. Leiter von Compliance, Legal & Corporate Affaires ist Chefsyndikus Dr. Andreas Früh. Der 44-Jährige ist seit 1993 bei der HVB und leitete bereits seit 2003 die Rechtsabteilung des Bankhauses.Zusammengeführt wurden nun die bisherigen Abteilungen Recht, Compliance/WpHG, Geldwäsche/Financial Sanctions und Datenschutz sowie ein neues Team für strategische Compliance. Damit schließt die Bank einen Prozess ab, den sie bereits Anfang des Jahres begonnen hat. Seinerzeit integrierte sie bereits die Rechts- und Compliance-Teams der Auslandsniederlassungen in die Konzernrechtsabteilung. Das betraf unter anderem New York, Singapur und London.

Frankfurt

Dr. Steffen Paulmann ist seit Oktober als neuer Partner in das Frankfurter Büro der multidisziplinären Kanzlei GGV Grützmacher Gravert Viegener gewechselt. Der 35-Jährige war zuletzt in eigener Praxis in Saarbücken tätig und ist auf die Betreuung französischer Mandanten spezialisiert. Neben dem Handels-, Gesellschafts- und Arbeitsrecht berät Paulmann auch im Medienrecht und verfügt deshalb über gute Beziehungen zu französischen Mandanten aus dem Medienbereich. Mit Paulmanns Zugang wächst die deutsch-französische Praxisgruppe von GGV auf insgesamt 24 deutsche und französische Anwälte, wovon 8 in Frankfurt und 14 in Paris arbeiten.

IP

Mit Dr. Thomas Adam (39) und Dr. Dr. Jochen Herr (39) verstärkt Howrey ihr Patentrechtsteam in München zum November mit zwei Quereinsteigern. Adam, der bislang Non-Equity-Partner bei Preu Bohlig & Partner in München war, steigt als Counsel bei Howrey ein. Herr, der zuletzt als Associate bei Taylor Wessing arbeitete, wird Senior Associate.Adam ist spezialisiert auf Patent- und Gebrauchsmusterrecht und arbeitete seit sechs Jahren bei der für ihren IP-Schwerpunkt bekannten Kanzlei Preu Bohlig. Dr. Stephan Gruber, Partner bei Preu Bohlig sagte: "Wir haben uns einvernehmlich getrennt und immer gut zusammen gearbeitet."

Berlin

Susanne Grohé, zuvor Managing Associate bei Linklaters in Berlin, ist zum September zu der Ebay-Tochter PayPal gewechselt. Bei der Bank ist die 36-Jährige für die juristischen Belange in Deutschland, Österreich und der Schweiz zuständig.Grohé war von 2002 bis Februar 2006 im Frankfurter Linklaters-Büro tätig, seit 2005 war sie Managing Associate. 2006 wechselte Grohé dann zum Pharmakonzern Schering nach Berlin, kehrte aber nach der Übernahme des Unternehmens durch Bayer Anfang 2007 zu Linklaters zurück und arbeitete seither im Hauptstadt-Büro im Bereich Regulierte Märkte.

Doppelpack

Dr. Maximilian Rittmeister (35) und Dr. Andreas Schrey (33) sind Anfang Oktober zu der noch jungen Frankfurter Transaktionsboutique Benkert + Partner hinzugestoßen. Die Corporate-Anwälte stiegen als Partner ein.Beide kamen aus dem Frankfurter Büro von FPS Fritze Paul Seelig, wo sie zuletzt als Senior Associates im Team der Partner Dr. Stefan Reinhart und Dr. Alexander Koblischek tätig waren. Schrey arbeitete rund vier Jahre für FPS, Rittmeister gut drei Jahre lang.

Inhouse

Dr. Hilka Schneider ist seit Anfang Oktober neue Leiterin Recht bei dem Kranhersteller Demag Cranes. Die 37-Jährige berichtet direkt an den Demag-Vorstandsvorsitzenden, Harald Joos. Schneider war in den vergangenen drei Jahren Syndikusanwältin bei dem Logistikkonzern Deutsche Post World Net. Eine Nachfolgerin für Schneider gibt es dort noch nicht, erste Gespräche mit Kandidaten wurden aber bereits geführt. Eine Entscheidung wird für die nächsten Wochen erwartet."Meine Zeit bei der Deutschen Post World Net war äußerst spannend und wertvoll. Jetzt war es jedoch an der Zeit einen neuen Schritt zu gehen", sagte Schneider. "An der neuen Position bei der Demag Cranes reizt mich vor allem die enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung."

München

Erneut hat sich ein Kartellrechtler in eigener Kanzlei selbstständig gemacht. Seit Anfang Oktober ist Dr. Martin Buntscheck (38), bis vor wenigen Wochen Senior Associate bei Weil Gotshal & Manges, in München unter dem Namen Buntscheck Rechtsanwälte tätig. Buntscheck hatte in den vergangenen zwei Jahren ein kleines Kartellrechtsteam im Frankfurter Büro der US-Kanzlei aufgebaut. Davor hatte er sechs Jahre lang in der angesehenen Kartellrechtspraxis von Gleiss Lutz in Stuttgart gearbeitet, zuletzt als Associated Partner.

Neue Ziele

Dr. Alexander Oehmichen, bis Mitte August Rechtsvorstand der Stada Arzneimittel, ist inzwischen in eigener Kanzlei in Bad Vilbel tätig. Der 51-Jährige konzentriert sich derzeit auf die Beratung von Pharmafirmen, auch in strategischen Fragen.Oehmichen war seit 2003 bei Stada und seit Anfang 2006 Vorstand. Im Zuge eines Umbaus des Managements hatten er und ein weiterer Vorstand das Pharmaunternehmen Mitte August verlassen.

Berlin

Nach Dietmar Hartnick wechselt auch Dr. Thomas Krebs in Berlin von HFK Rechtsanwälte zu Pietschmann Rechtsanwälte. Krebs wird HFK zum Jahresende verlassen. Der 40-Jährige ist seit 2001 für die Kanzlei tätig, erst zum Jahresanfang wurde er Partner. "Ich wollte in eine kleinere Einheit mit kürzeren Entscheidungswegen", sagte Krebs, der vor seiner Zeit bei HFK vor Ort bei Grawert Schöning & Partner arbeitete. Seine Schwerpunkte liegen in der baubegleitenden Beratung und der Prozessführung. Unter anderem beriet er im Zusammenhang mit dem Bau des Berliner Hauptbahnhofs und der U-Bahnlinie 55.

Rettung

Mit einer Bürgschaft in Höhe von 35 Milliarden Euro wollen mehrere deutsche Banken und der Bund den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) stützen.Dem Vernehmen nach beträgt ein erster Teil des Rettungspakets etwa 14 Milliarden Euro. Davon soll ein Konsortium aus privaten und öffentlichen Kreditanstalten, darunter die Deutsche Bank, 60 Prozent (rund 8,5 Milliarden Euro) beisteuern und der Bund 40 Prozent übernehmen.

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